Neuer Festungsvorstand hat viel vor

Stellt sich neuen Aufgaben: Peter Schneidereit
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Vereinsvorsitzender Peter Schneidereit und Team monieren Sanierungsstau an der Festung

sb. Stade. Große Aufgaben warten auf den neuen Vorstand des Fördervereins Festung Grauerort. "Für eine grundsätzliche Sanierung der Festung benötigen wir in den kommenden Jahren rund 7 Millionen Euro", sagt der neue erste Vorsitzende Peter Schneidereit (72). Er hat auf der Jahreshauptversammlung Ende Januar die Nachfolge von Hans-Hermann Ott angetreten, der nach 21 Jahren zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Insgesamt wurde ein komplett neuer Vorstand gewählt (s. unten).

Seit ihrer Wahl haben die Vorstandsmitglieder als erste Schritte eine Bestandsaufnahme des historischen Festungsbaus gemacht, Gespräche mit Sanierungsfachleuten und Politik geführt und Pläne für die bevorstehende Sommersaison geschmiedet. "Die Festung leidet unter einem massiven Investitionsstau", sagt Peter Schneidereit. "Hinzu kommt, dass erste Arbeiten am defekten Dach nach Einschätzung der Landesdenkmalpflege nicht sachgemäß ausgeführt wurden."

Peter Schneidereit hat in einem Katalog aufgelistet, welche Maßnahmen zur Substanzerhaltung und Restaurierung der Festung erforderlich sind. Dazu gehören u.a.: Versiegelung der Dachhaut (es regnet durch), Korrosionsschutz an diversen Deckenstahlschienen, Restaurierungsarbeiten am Mauerwerk, Pflasterarbeiten im Innenhof, Instandsetzung der Brücke, Revitalisierung des Wachhauses, Modernisierung der Heizung und Restaurierung des Kaisersaals und der Räume "Elbe", "Grove" und "Elbstrand" sowie des Salons "Dahdaleh". "Nach ersten Gesprächen wären Zuschüsse vom Bund in Höhe von acht- bis neunhunderttausend Euro möglich", so Schneidereit. "Weitere Gelder könnten wir durch Spenden, EU-Fördermittel, Denkmalmittel und Stiftungsgelder akquirieren." Zudem hat der Verein, der zurzeit mehr als 150 Mitglieder zählt, viele Ideen zur Belebung der Festung Grauerort. Geplant ist, die vorhandene Cafeteria zu verschönern und durch eine Außengastronomie auf dem Wall zu ergänzen. "Das Sommercafé wäre eine ideale Anlaufstelle für Fahrradtouristen", so der neue Vorsitzende. Auch die Kleinbahn könne dort eine Haltestelle erhalten.

Neuer Vorstand

Zum neuen Vorstand des Fördervereins Festung Grauerort gehören: Peter Schneidereit (Vorsitzender), Dirk Eschermann (stellvertretender Vorsitzender), Sascha Ernst (Kassenwart), Peter Ryborz (Beisitzer) und Melanie Bauer (Schriftführerin).  

Die Geschichte der Festung

Die Festung Grauerort wurde in den Jahren 1869 bis 1879 von den Preußen zum Schutz vor feindlichen Schiffen auf der Elbe errichtet, sie wurde jedoch nie in Kampfhandlungen verwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Engländer die Festung. Im Gegensatz zu anderen militärischen Anlagen wurde sie allerdings nicht gesprengt. Die Bunker, Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude dienten vielen Flüchtlingen bis Ende der 1950er Jahre als Unterkunft. Seit Ende 1997 kümmert sich der Förderverein um das jahrzehnte lang vernachlässigte historische Gemäuer. 

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