Mit der richtigen Position zum Sieg
Profi-Nachwuchsspieler Bennet Wittig (16) aus Stade unterstützt Vortrag für ein erfolgreiches Arbeitsleben

Bennet Wittig (Mi.) erzählt von seinem Alltag als Profisportler, hier mit Matthias Geier, Mitorganisator der Veranstaltung (li.), und Volker von Loh, Schulleiter der Realschule Fotos: jab
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jab. Stade. Was haben Fußball und das Arbeitsleben miteinander gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Bei näherem Betrachten stellt man aber fest: Es gibt eine ganze Menge Parallelen.

Beide Bereiche können als Spielfelder gesehen werden, auf denen jeder seine Position finden muss. Das vermittelte Jürgen Hinrichs, selbstständiger Trainer für Kommunikation, Vertrieb und Karriere, den rund 120 Schülern der neunten Klasse der Realschule Camper Höhe in einem Vortrag. Eingeladen war der HSV-Nachwuchsspieler Bennet Wittig (16) aus Stade, der auf dem Campus des Sportvereins für die U16 trainiert. Mit seinen Erfahrungen im Profisport machte er deutlich, was er bereits beim Fußball verinnerlicht hat und was den Schülern in ihrem zukünftigen Berufsleben noch bevorsteht bzw. ihnen weiterhelfen kann.

Viele der anwesenden Schüler haben schon einmal eine Bewerbung geschrieben, eine konkrete Vorstellung davon, was sie letztendlich beruflich machen möchten, hat gerade mal die Hälfte. Um sich darüber klar zu werden, sei es vor allem wichtig, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und nicht so sein zu wollen wie die anderen, meint der Mitorganisator der Veranstaltung und Geschäftsführer von NDB, der Unternehmensgruppe für Bauausführungen und Elektrotechnik, Matthias Geier. "Es kommt darauf an, die eigenen Talente zu entdecken", so Geier.

Ist die Position erst sicher, kommen viele Aspekte zu einem gelungenen Arbeitsleben hinzu. "Zum Erfolg führt kein Lift, du musst die Treppe nehmen", so lautet ein Motto, dass die Nachwuchsspieler auf dem Campus motivieren soll. "Es schenkt einem keiner etwas, du musst immer alles geben", sagt Bennet. So sei es auch im Berufsleben, meint Hinrichs. Um sein Ziel zu erreichen, müsse man sich hocharbeiten, Erfahrungen sammeln und eine Basis aufbauen.

Eine Fähigkeit, die sowohl im Job als auch auf dem Fußballplatz von großer Bedeutung ist, ist die Kritikfähigkeit. Häufig solle Kritik den Arbeitnehmer nicht schlecht machen, sondern nur das noch nicht genutzte Potential abrufen. Auch ein Trainer lobe nicht nur die Spieler, sondern zeige Schwächen auf, um eine Verbesserung zu erzielen, so Bennet.

Auf dem Boden bleiben, gehört aber auch bei Lob dazu und wenn etwas besonders gut gelingt. "Ich darf mich nicht darauf ausruhen, denn es ist nur ein kleiner Schritt von vielen", meint Bennet. Außerdem gehören zum eigenen Erfolg immer mehrere - vom Trainer bis zu den übrigen Spielern. "Wir stehen zu elft auf dem Platz, da ist jeder wichtig." Teamgeist zu entwickeln, gehört aber nicht nur auf dem Fußballfeld dazu. Auch wenn sich nicht jeder mit allen gut versteht, sei es wichtig, meint Bennet, Kompromisse zu finden und als Team zu funktionieren.

Für Erfolg in allen Bereichen, sei es privat oder beruflich, steht immer der Faktor Leistungsbereitschaft im Mittelpunkt. Ohne Motivation geht es nicht. Sie müsse aber aus einem selbst kommen, ist sich Bennet sicher. Ihm helfe bei einem Tief immer der Rückblick, was er bisher erreicht hat und wo er noch hin möchte.

In diesem Zusammenhang steht auch der Siegeswille. Allerdings sollte niemand die Schuld, wenn etwas nicht läuft, bei anderen suchen, sagt Hinrichs. Sich an Dingen aufreiben, die nicht zu ändern sind, bringe einen nicht weiter. Man müsse sich vor Augen halten, was am Ziel steht und wie man dorthin gelangt. "Jeder muss bei sich selbst anfangen", so Hinrichs.

Fehle dabei der Spaß an der Tätigkeit, gebe es auch keine Motivation, sagt Hinrichs. Nur mit der richtigen Position auf dem Feld für jeden Einzelnen ist es möglich, langfristig motiviert und so auch erfolgreich zu sein.

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Jürgen Hinrichs zeigt, worauf es im Arbeitsleben ankommt

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