Schleichende Eröffnung der Stader Millionen-Garage

Die "Millionen-Garage" versprüht noch Rohbau-Charme   Fotos: tp
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City-Besucher kamen erst in den Rest-Tagen des Weihnachtsgeschäfts in den Genuss der Anlage

tp. Stade. Den "großen Bahnhof" spart sich die Stadtverwaltung lieber für später auf. Mit einer winzigen Pressemitteilung informierte die Stadt Stade jetzt über die von City-Besuchern als längst überfällig empfundene Eröffnung des öffentlichen Parkhauses zwischen Wallstraße und Stockhausstraße neben dem neuen Einkaufszentrum Neuer Pferdemarkt. Mit Ach und Krach gelang die Teileröffnung am Dienstag, 18. Dezember, mit einem Jahr Verspätung. Gerade noch zum Ende des Weihnachtsgeschäftes steht jetzt ein Großteil der rund 500 Stellplätze zur Verfügung.

Der Abschluss der noch offenen Restarbeiten ist derzeit für das Frühjahr 2019 geplant - dann wird es wohl auch eine Einweihungsfeier geben. Die Autobrücke zum offenen Parkdeck mit knapp 100 weiteren Stellplätzen auf dem Dach des Einkaufsparadieses wird zum Ende der Baumaßnahme eingebaut, voraussichtlich - wie berichtet - im ersten Quartal 2019.

Beim WOCHENBLATT-Ortstermin am Dienstagmittag waren nur knapp 100 Stellplätze belegt. Einige Parkdecks waren leer. In dem nüchternen Stahlbeton-Bau herrschte noch Halbfertig-Flair bei Baustellen-Lärm.  

Zu den ersten Gästen der etwas verschämt anmutenden Parkhaus-Premiere gehörten Stefan Burfeind (40) und Margitta Heins (39) aus Elm bei Bremervörde mit ihrer Tochter Emilia (1).
Die Familie war es gewohnt, angesichts der anhaltenden Parkplatz-Knappheit in der Stadtmitte auf die Parkplätze "Am Sande" auszuweichen. "Aber da war heute alles voll", sagte Stefan Burfeind. Via Facebook hatte er von der neuen Garage an der Wallstraße erfahren und war erleichtert, dort fast freie Parkplatzwahl zu haben. Allerdings sei der Zugang zu den Fußgängerbrücken in Richtung Pferdemarkt verschlossen gewesen, so dass die Familie mit dem Kinderwagen einen Umweg gehen mussten.

Pleiten, Pech und Pannen - vor allem bei der Bauplanung mit reichlich Bauverzögerungen - und immer neue Kostensteigerungen auf 13 Millionen Euro überschatteten das Mega-Projekt in der Innenstadt, das die Stadt schließlich an eine private Baufirma abgab.

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