Sechs erste Plätze
Stader "Athe"-Schüler brillieren bei „Jugend forscht“
- Die Teilnehmer des Stader Athenaeums am diesjährigen Wettbewerb von "Jugend forscht". Als Ganzes gewann das Stader Team den Schulpreis von "Jugend forscht"
- Foto: Athenaeum
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Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Lüneburg überzeugten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Athenaeum aus Stade mit spannenden Forschungsprojekten. Insgesamt nahmen zwölf Teams des "Athe" am Wettbewerb teil - mit beeindruckendem Erfolg: Sechs Erstplatzierungen, drei zweite Plätze und fünf Sonderpreise gingen an die jungen Talente. Damit war das Athenaeum die erfolgreichste Schule des Wettbewerbs.
Prämierte Arbeiten der Stader Schüler
Die Bandbreite der von den Stader Schülern vorgestellten Projekte war groß – von Astronomie über Umweltforschung bis hin zu künstlicher Intelligenz. Hier eine Übersicht über die prämierten Arbeiten:
Das heliozentrische Weltbild – ein Modell der Planetenbewegung
💡 Schüler: Lennard Böger (Klasse 5)
🔬 Fachgebiet: Physik
- Lennard Böger
- Foto: Athenaeum
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Lennard Böger beschäftigte sich mit einer der größten wissenschaftlichen Revolutionen der Geschichte: dem heliozentrischen Weltbild. Dieses Modell besagt, dass sich die Planeten um die Sonne drehen – eine Idee, die vor über 400 Jahren große Kontroversen auslöste. Lennard nutzte selbst aufgenommene Fotos von den Monden des Jupiter, den Phasen des Mondes und der Venus, um zu beweisen, dass sich nicht alles um die Erde dreht. Außerdem baute er ein 10,5 Meter langes Foucaultsches Pendel, ein Gerät, das die Erdrotation nachweist. Seine akribische Arbeit überzeugte die Jury, sodass er den ersten Platz in der Juniorsparte Physik gewann.
Transportdrohne für Werkhallen
💡 Schüler: Aron Guse & Kilian Voss (Klasse 6)
🔬 Fachgebiet: Arbeitswelt
- Aaron Guse (li.) und Kilian Voss
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Immer mehr Waren und Bauteile müssen in Fabriken transportiert werden – doch der Platz in Werkhallen ist oft begrenzt. Aron und Kilian haben eine Lösung entwickelt: eine Transportdrohne, die sich sicher durch enge Räume bewegt und dabei Lasten transportiert. Sie experimentierten mit verschiedenen Drohnenmodellen und testeten, wie sie Hindernisse erkennen und autonom navigieren können. Ihre Lösung wurde von der Jury als besonders innovativ eingestuft, weshalb sie den ersten Platz in der Kategorie Arbeitswelt gewannen.
Algen als natürliche CO₂-Speicher
💡 Schüler: Emil Möllers und Ayden Göttling (beide 14 Jahre)
🔬 Fachgebiet: Biologie
- Emil Möllers (li.) und Ayden Göttling
- Foto: Athenaeum
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Kohlenstoffdioxid (CO₂) ist eines der Hauptverursacher des Klimawandels. Emil und Ayden fragten sich, ob Algen helfen könnten, CO₂ aus der Luft aufzunehmen und so zur Klimarettung beizutragen. Sie bauten eine Versuchsanlage, in der sie Algen mit unterschiedlich hohen Mengen CO₂ versorgten. Sie maßen anschließend, wie viel CO₂ von den Algen aufgenommen wurde. Ihre Ergebnisse waren nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch vielversprechend für den Klimaschutz. Daher erhielten sie den ersten Platz im Fachbereich Biologie.
Künstliche Intelligenz zur Wolfsbeobachtung
💡 Schüler: Paul Zörb (Klasse 10)
🔬 Fachgebiet: Arbeitswelt
- Paul Zörb
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Die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland sorgt für Diskussionen, besonders bei Landwirten. Paul Zörb entwickelte eine autonome Überwachungsstation, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) Wölfe erkennen kann. Ein Bewegungsmelder aktiviert eine Kamera, sobald sich ein Tier nähert. Eine speziell trainierte KI wertet das Bild aus und entscheidet, ob es sich um einen Wolf handelt. Erkennt das System einen Wolf, sendet es eine Warnung per SMS oder Internet. Die Jury war begeistert von Pauls innovativer Lösung, weshalb er nicht nur den ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt erhielt, sondern auch den Sonderpreis „Mit Sicherheit Zukunft gestalten“.
Simulation der Raumzeit um ein Schwarzes Loch
💡 Schüler: Ivan Renner (18) & Jeremy Neumann (16)
🔬 Fachgebiet: Geo- und Raumwissenschaften
- Ivan Renner (li.) und Jeremy Neumann
- Foto: At
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Schwarze Löcher gehören zu den faszinierendsten Objekten im Universum. Ivan und Jeremy wollten herausfinden, wie sich die Raumzeit um ein Schwarzes Loch verändert. Sie nutzten mathematische Gleichungen, die sogenannte Schwarzschild-Metrik, um ein Computermodell zu entwickeln. Damit simulierten sie, wie Lichtstrahlen sich in der Nähe eines Schwarzen Lochs verhalten. Ihre Berechnungen halfen, die berühmten Bilder Schwarzer Löcher besser zu verstehen. Ihre exzellente Arbeit brachte ihnen den ersten Preis in der Sparte Geo- und Raumwissenschaften.
Vorhersage von Sonnenstürmen mit Künstlicher Intelligenz
💡 Schüler: John Neumann (18)
🔬 Fachgebiet: Mathematik/Informatik
- John Neumann
- Foto: Athenaeum
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Sonnenstürme sind gewaltige Energieausbrüche auf der Sonne, die Satelliten und Stromnetze auf der Erde stören können. John wollte herausfinden, ob man solche Stürme frühzeitig vorhersagen kann. Er entwickelte ein künstliches neuronales Netzwerk, das mit realen Daten trainiert wurde. Sein System kann gefährliche Sonnenstürme einen Tag im Voraus vorhersagen, sodass Schutzmaßnahmen getroffen werden können. Seine bahnbrechende Forschung wurde mit dem ersten Preis in der Kategorie Mathematik/Informatik ausgezeichnet.
Landeswettbewerb als nächstes Ziel
Mit diesen Erfolgen qualifizierten sich sechs Schüler bzw. Teams des Athenaeums für den niedersächsischen Landeswettbewerb, der Mitte März in Clausthal-Zellerfeld für die älteren Teilnehmer und Ende April in Einbeck für die Juniorsparte ausgetragen wird. Die besten Teilnehmer werden dort die Chance haben, sich für das Bundesfinale in Hamburg zu qualifizieren.
„Jugend forscht“ fördert junge Talente
Der Regionalwettbewerb in Lüneburg, der von der Körber-Gruppe organisiert wurde, brachte 66 Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus Niedersachsen zusammen. Besonders die Disziplinen Mathematik/Informatik und Physik erfreuten sich mit jeweils acht eingereichten Arbeiten großer Beliebtheit. Dirk Ebbecke, Patenbeauftragter von „Jugend forscht“ bei Körber, betonte die Bedeutung des Wettbewerbs für die Förderung von Nachwuchstalenten: „Bei Jugend forscht können junge Menschen kreativ sein, eigene Forschungsfragen bearbeiten und ein persönliches Feedback der Expertenjury erhalten – was das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt und zu Berufs- und Studienperspektiven im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich beiträgt“.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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