Stader Polizei-Kommissar "rennt" 88 Kilometer durch die Hochalpen

Pascal v.d. Heijden erreichte nach 20:05 Stunden überglücklich das Ziel Fotos: privat
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lt. Stade. Sein innerer Schweinhund ist meistens ganz tief im Keller eingesperrt, sagt Pascal van der Heijden (42). Und das glaubt man sofort, wenn man hört, dass der Polizei-Kommissar aus Stade vor einer Woche den Ultralauf Hochkönigman in Maria Alm am St. Meer (Österreich) erfolgreich hinter sich gebracht hat. Insgesamt 88 Kilometer und ca. 5.270 Höhenmeter hat van der Heijden beim "Raidlight Endurance Trail" überwunden - 20 Stunden und fünf Minuten hat er dafür gebraucht.
"Die ersten zwei Drittel waren sehr anstrengend und auch psychisch eine große Herausforderung", sagt der Extrem-Sportler. So hatte es in den ersten sechs Stunden nur geregnet, Gebirgsbäche und Geröll behinderten den Lauf auf den schmalen und steilen Wegen.
Um sich zu motivieren und gegen die die Müdigkeit anzukämpfen, die ihn vor allem bergauf plagte, habe er seine Schritte gezählt und meditiert. Bis 2.500 habe er hochgezählt, um auch den Kopf am Laufen zu halten, so van der Heijden.
An insgesamt sieben Verpflegungsstationen stärkte er sich zwischendurch mit Kuchen, Wassermelone, Salzgebäck und isotonischen Getränken. Längere Pausen habe er sich aber nicht gegönnt und sich nur ein einiziges Mal hingesetzt. Weil nicht die ganze Strecke markiert war, verlief van der Heijden sich sogar einmal und "kraxelte" 300 Meter umsonst bergauf.
Für seine Ausdauer belohnt wurde der Polizei-Kommissar mit atemberaubenden Ausblicken auf die Hochalpen, netten Mitläufern aus 22 Nationen und natürlich mit dem unbeschreiblichen Gefühl, das er beim Zieleinlauf hatte.
"Ich war im Rausch", sagt van der Heijden. Die letzten acht Kilometer sei er buchstäblich bergab "gerannt" und habe so ca. 45 Minuten gut gemacht.
Im Ziel warteten auch seine Kollegen Tobias Malade (37) und Torben Bockelmann (26) auf ihn. Der Polizei-Student und der Streifenpolizist absolvierten den Marathon Trail mit einer Länge von ca. 47 Kilometern und mehr als 2.700 Höhenmetern. Malade war 10:17 Stunden unterwegs, Bockelmann kam nach 10:40 Stunden ins Ziel.
Gemeinsam ging das Polizei-Team vor fast genau einem Jahr bereits bei einem Gletscher-Lauf in Tirol an den Start (das WOCHENBLATT berichtete). Damals stand die Aktion von Anfang an im Zeichen des Kinderhospizes Cuxhaven-Bremerhaven, für das die Läufer Spenden sammelten.
Der Lauf in diesem Jahr sei eigentlich gar nicht als Spendenlauf geplant gewesen, sagt Pascal van der Heijden. Doch der Veranstalter habe durch diverse Medienberichte von der Aktion im vergangenen Jahr erfahren und erließ den drei Stader Polizisten die Startgebühren. Das Geld geht nun direkt an das Kinderhospiz und soll für eine Geschwisterfreizeit eingesetzt werden. Übrigens: Nur wenige Tage nach dem Ultralauf war Pascal van der Heijden schon wieder mit der Laufgruppe der Stader Polizei im Schwingetal unterwegs. "Allerdings bloß eine sehr kurze Runde von drei Kilometern, etwas Ruhe muss schon sein", sagt der Extrem-Sportler augenzwinkernd. Die nächste Herausforderung hat er auch schon im Blick. Verraten wollte er aber noch nichts.
www.kinderhospiz-cuxhaven.de

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