Serie der Elbe Kliniken
Technik trifft auf Patientennähe
- Rieke Westermann (li.) und Marie Koppelmann üben mit dem Dummy die korrekte Einstellung des Röntgengerätes
- Foto: Elbe Kliniken/Kati Meyer-Thiedig
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Jedes Jahr versorgen die Elbe Kliniken etwa 45.000 stationäre und 85.000 ambulante Patientinnen und Patienten in Stade und Buxtehude. Rund 3.000 Mitarbeitende kümmern sich alleine im Landkreis Stade um die Gesundheitsversorgung in den beiden Krankenhäusern. Und das nicht nur in medizinischen Bereichen. Neben Ärzten und Pflegekräften beschäftigen die Kliniken zahlreiche IT-Fachkräfte, Techniker, Köche, Verwaltungskräfte, Lehrer, Gärtner, Bauplaner und vieles mehr. Grund genug, um hinter die Kulissen des größten Arbeitgebers in der Region zu blicken. Heute mit Teil 29 der Serie, der Schule für Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR).
„Wir können nicht nur ins Innere des Menschen schauen und sofort sehen, was ihm fehlt, sondern auch Leiden, zum Beispiel Krebserkrankungen, therapieren“, bringt Sinikka Schröder den Beruf der MTR auf den Punkt. Sie leitet die Schule für Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie am Elbe Klinikum Stade und unterrichtet gemeinsam mit einem Team aus neun Lehrerinnen und Lehrern die insgesamt 36 Auszubildenden, die sich auf drei Jahrgänge verteilen. Zu den Einsatzgebieten ausgebildeter MTR gehören die Röntgendiagnostik, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Strahlenphysik und Dosimetrie.
- Jonas Achsel (v. li.), Lucas Walmsley und Katharina Rass veranschaulichen mithilfe einer Ionisationskammer die Eigenschaften von Strahlung
- Foto: Elbe Kliniken/Kati Meyer-Thiedig
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Die Ausbildung findet an der Medizinischen Berufsfachschule am Elbe Klinikum Stade sowie bei Praxispartnern in Kliniken oder Fachpraxen statt. „Unsere Kooperationspartner befinden sich im gesamten norddeutschen Raum, von Rotenburg/Wümme bis Buchholz, von Hamburg bis Neustadt in Holstein“, erklärt Sinikka Schröder. Die Praxiseinsätze werden von der Fachschule organisiert und koordiniert, dauern mehrere Monate und wechseln sich mit den Schulblöcken ab.
Die Ausbildung zum Medizinischen Technologen für Radiologie (MTR) wurde 2023 grundlegend geändert. Seitdem stehen auf dem Stundenplan der Auszubildenden nicht mehr einzelne Fächer, sondern sogenannte Kompetenzfelder. „Ziel dabei ist es, realitätsnahe Situationen aus der Praxis fachübergreifend zu verknüpfen und bedarfsgerechte Handlungen abzuleiten“, erklärt Sinikka Schröder. „Es wird zum Beispiel ein Szenario bearbeitet, in dem die Schulter einer demenzkranken Person geröntgt werden soll.“ Die Lernsituationen erfordern, dass die Auszubildenden über den Tellerrand denken und neben Fachwissen wie Anatomie, Biologie und Physik vor allem auch die Kommunikation mit Patienten trainieren.
„Unser Beruf ist einerseits sehr technisch, wir kommen andererseits den Patienten körperlich und auch menschlich sehr nahe. Das kostet am Anfang oft etwas Überwindung. In einigen Bereichen wie z. B. der Strahlentherapie wird dies besonders durch die Arbeit mit Schwerkranken deutlich“, gibt Sinikka Schröder zu bedenken. Sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie kommen radiologische Technologien zum Einsatz. Das macht den Beruf sehr vielseitig und abwechslungsreich, was unter anderem die Arbeit in der Nuklearmedizin auszeichnet. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und wird mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Nach dem Examen können die ausgebildeten MTR in Kliniken oder Fachpraxen, aber auch in der Forschung, Entwicklung und Lehre arbeiten – je nachdem, wo ihre persönlichen Interessen liegen. „Zum Ende der Ausbildung haben die meisten ihre Nische gefunden“, weiß Sinikka Schröder zu berichten.
- Sarah Barczewski (li.) und Justin Sladek besprechen eine Strahlentherapieplanung eines Krebspatienten
- Foto: Elbe Kliniken/Kati Meyer-Thiedig
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Zu den Highlights während der Ausbildung zählt die Exkursion zum Norddeutschen Röntgenkongress, bei dem der Kurs im Rahmen der Reihe „Next Generation“ einen Fachvortrag hält. „Im Januar 2025 gewann der damalige Kurs 50/23 unter Begleitung seiner Klassenlehrerin Lena Smrcka für seinen Vortrag den Paula-Chelius-Preis, der nach der ersten ausgebildeten Röntgenfotografin benannt ist“, sagt Sinikka Schröder stolz. Auch ein Besuch bei der Strahlentherapieschule in Kiel gehört fest in den Ausbildungsplan, ebenso wie Exkursionen zu Fachmessen.
Bewerbungen für 2027 sind jetzt schon möglich. Weitere Informationen unter Infos unter www.karriere-elbekliniken.de
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