Wege aus der Krise in Stade

Hoffen auf viele Ausstellungsbesucher (v. li.):  Pastor Volker Dieterich-Domröse, ZIT-Leiter Holger Voss und der Regionalleiter der Eingliederungshilfe Andreas Hohnhorst
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Zentrum für InkIusion und Teilhabe hilft Klienten zurück auf den Arbeitsmarkt / Neue Ausstellung


tp. Stade. Bereits seit Juni 2016 betreibt der soziale Träger "Bethel im Norden" in dem ehemaligen Lebensmittelmarkt am Lerchenweg 6 in Stade-Hahle das Zentrum für Inklusion und Teilhabe (ZIT) und half seitdem schon rund 60 Menschen aus schwierigen Lebenssituationen zurück ins Erwerbsleben. Jetzt wurde die Einrichtung offiziell eröffnet.
Das ZIT präsentierte seine Räume und das Angebotsspektrum am Mittwoch bei einem Tag der offenen Tür, zu dem Vertreter von Kooperationspartnern wie der Markuskirche sowie interessierte Gäste eingeladen waren.

Es war der der passende Zeitpunkt: Denn im Rahmen eines umfassenden Umbaus entstanden moderne Büros, u.a. für das ambulant betreute Wohnen, Konferenzräume sowie eine große Empfangshalle mit Werkbänken für handwerkliche Arbeiten. Am Aktionstag wurde auch eine Ausstellung (siehe Kasten) über die vielfältige Arbeit der diakonischen Einrichtung mit Stammsitz in Hannover eröffnet.

Im Landkreis Stade betreibt Bethel im Norden diverse Einrichtungen wie die Tagesstätte an der Hökerstraße in Stade und das Steinmetzhaus für Menschen mit seelischer Erkrankung in Himmelpforten.

Am Lerchenweg in Hahle betreuen fünf Mitarbeiter mit Berufserfahrung im psychosozialen Bereich Klienten aus dem gesamten Kreisgebiet ambulant im Fachbereich Beruf und Bildung. Ziel ist laut Andreas Hohnhorst, Regionalleiter der Eingliederungshilfe im Landkreis Stade, deren Zurückführung in das Berufs- und Arbeitsleben nach einer persönlichen Krise oder familiären Belastungssituationen wie Trennung oder Verlust des Partners.

Die Teilnehmer kommen in der Regel mit einem Bildungsgutschein des Jobcenters für die sanktionsfreie Maßnahme "Orientierung und Interaktion" (O und I). In zwei Vierergruppen durchlaufen sie ein drei- oder sechsmonatiges Programm, bei dem durch Stärkung von Kompetenzen oder der Entwicklung einer persönlichen Bewerbungsstrategie Vermittlungshhemnisse abgebaut und Perspektiven für die Rückkehr ins Arbeitsleben ausgelotet werden.

Andreas Hohnhorst berichtet stolz von dem Erfolgsbeispiel einer jungen Mutter (35) mit zwei Töchtern (13 und 17), die nach einer Trennung vom Partner in berufliche Überlastung geriet, arbeitslos wurde, in die soziale Isolation rutschte und unter Schlafstörungen litt. Nach der Maßnahme "O und I" schreibe sie jetzt wieder fleißig Bewerbungen und habe bereits zwei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.

Wanderausstellung in Stade

Bethel, „menschlich.Bethel“, zu sehen. Gezeigt werden z.B. Bilder aus der Altenhilfe oder der Jugendhilfe mit Info-Texten. Die Wanderausstellung zu Themen wie "Musik" oder "Natur und Tiere" läuft bis Mittwoch, 18. April, im ZIT sowie in der Markuskirche am Lerchenweg 10. Öffnungszeiten in der Kirche: Mittwoch bis Freitag, 10 bis 12 Uhr, und auf Anfrage unter Tel. 04141 - 81773. Öffnungszeiten im ZIT: Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr.

Hoffen auf viele Ausstellungsbesucher (v. li.):  Pastor Volker Dieterich-Domröse, ZIT-Leiter Holger Voss und der Regionalleiter der Eingliederungshilfe Andreas Hohnhorst
Vor dem Zentrum für Inklusion und Teilhhabe (ZIT, v. li.): Leiter Holger Voss, Andreas Hohnhorst, Regionalleiter der Eingliederungshilfe, und Pastor Volker Dieterich-Domröse
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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