CDU-Kandidat setzt auf weniger Bürokratie
Arne Kramer will die Stader Verwaltung schneller und moderner machen
- Sie diskutierten über die Möglichkeiten, Verwaltung moderner und digitaler zu machen (v. li.): Melanie Reinecke, Arne Kramer, Uwe Schünemann und Kai Seefried
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Weniger Bürokratie, mehr digitale Angebote und verständlichere Abläufe: Darüber diskutierte CDU-Bürgermeisterkandidat Arne Kramer im Havenhostel Stade mit dem früheren niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann, Landrat Kai Seefried und der Landtagsabgeordneten Melanie Reinecke (alle CDU).
Für Kramer reicht es nicht, bestehende Verfahren einfach ins Internet zu übertragen. Als Beispiel nannte er den Führerscheinumtausch. Zwar lasse sich inzwischen vieles digital erledigen. Vorschriften verhinderten aber teilweise noch einen vollständig digitalen Ablauf. Kramers Forderung: Prozesse müssten grundsätzlich aus Sicht der Bürger geprüft werden. Dabei gehe es auch um die Frage, welche Regeln vereinfacht oder gestrichen werden könnten.
Klare Ziele für die Verwaltung
Schünemann warb für messbare Ziele und ein funktionierendes Controlling. Nur mit Kennzahlen lasse sich erkennen, wo Verwaltungsprozesse gut liefen und wo nachgesteuert werden müsse. Er verwies auf Erfahrungen aus seiner Zeit als Innenminister und auf frühere Reformen der Landesverwaltung. Auch andere Länder könnten Vorbild sein. Diskutiert wurde unter anderem Griechenland, das seine staatlichen Onlineangebote in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut hat.
Seefried fordert gemeinsame Standards
Landrat Kai Seefried kritisierte, dass bei der Digitalisierung häufig verbindliche Standards und einheitliche Lösungen des Landes fehlten. Deshalb entwickelten Landkreise viele Verfahren inzwischen selbst weiter. Genau darin sieht Kramer ein Problem. Es sei ineffizient, wenn mehrere Landkreise parallel an ähnlichen Lösungen arbeiteten. Wo es sinnvoll sei, brauche es gemeinsame Standards. Gleichzeitig müssten Kommunen genug Spielraum für pragmatische Lösungen behalten.
Kommunikation gehört für Kramer dazu
Melanie Reinecke betonte, dass Bürger unmittelbar merkten, ob Verwaltung funktioniere. Erfahrungen aus den Kommunen müssten deshalb stärker in Reformen auf Landesebene einfließen. Kramer will Verwaltungsmodernisierung zu einem Schwerpunkt machen, falls er Bürgermeister wird. Dazu gehöre für ihn auch eine verständliche Kommunikation. Entscheidungen müssten nicht nur getroffen, sondern nachvollziehbar erklärt werden. Ziel sei eine Verwaltung, die schneller, einfacher und bürgernäher arbeitet.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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