Am Sonntag findet die Stichwahl um den Bürgermeisterposten statt
Die Stader haben noch einmal die Wahl

Links oder rechts: Die Wähler müssen sich zwischen Silvia Nieber und Sönke Hartlef entscheiden  Foto: jd
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Jetzt geht es ums Ganze: Am morgigen Sonntag, 16. Juni, entscheiden die Stader darüber, ob das Rathaus rot oder schwarz regiert wird. In der Hansestadt sind rund 31.000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren dazu aufgerufen, über die Besetzung des Bürgermeisterpostens abzustimmen. Wie beim ersten Wahlgang vor drei Wochen ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaberin Silvia Nieber (SPD) und Herausforderer Sönke Hartlef (CDU) zu erwarten. Die zwei Kandidaten müssen als die beiden Bestplatzierten jetzt zur Stichwahl antreten, da keiner der damals vier Bewerber auf Anhieb die absolute Mehrheit erzielte.

Im ersten Durchgang der Bürgermeisterwahl am 26. Mai triumphierte Hartlef, der zur Überraschung von vielen in der Politik besser als Nieber abschnitt. Der CDU-Politiker, der auch Bützflether Ortsbürgermeister ist, holte 44,3 Prozent der Stimmen, Nieber lag mit 42 Prozent knapp dahinter. Im Vergleich zur Wahl 2011 musste die Bürgermeisterin aber empfindliche Stimmeneinbußen hinnehmen. Vor acht Jahren kam sie auf grandiose 60 Prozent.

Entscheidend für den Ausgang dieser Wahl dürfte nun sein, welchem der beiden Kandidaten es besser gelingt, die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Wahlbeteiligung noch um einiges geringer ausfallen als vor drei Wochen, als die Stader Bürgermeisterwahlen im Windschatten der Europawahl stattfanden. Erfahrungsgemäß sind die Bürger bei Stichwahlen wesentlich weniger motiviert, ins Wahllokal zu gehen. Es ist daher wohl kaum damit zu rechnen, dass die 56,7 Prozent vom 26. Mai noch überschritten werden.

Bei einer eher niedrigen Wahlbeteiligung fällt die einzelne Stimme deutlich mehr ins Gewicht. Ein Rechenbeispiel: Nehmen lediglich 40 Prozent der Stader Wahlberechtigten teil, würden etwas mehr als 6.200 Stimmen für den Wahlsieg reichen. Bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent wären hingegen mehr als 9.300 Stimmen erforderlich, um zu gewinnen. Zum Vergleich: In der ersten Runde votierten 9.555 Wähler für Hartlef und 9.061 für Nieber. Wer also nicht will, dass am Ende eine Minderheit der Stader Bürger darüber entscheidet, wer bis 2026 die Geschicke der Hansestadt lenkt, sollte auf jeden Fall zur Wahl gehen.

Die derzeitige Amtszeit von Nieber endet am 14. September. Ob sie dann wieder auf dem Bürgermeistersessel Platz nehmen kann oder ihn für Hartlef räumen muss, wird am Wahlabend voraussichtlich zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr feststehen. In diesem Zeitraum ist laut dem stellvertretenden Wahlleiter Tjorven Plate mit dem vorläufigen Endergebnis zu rechnen. Das historische Rathaus wird wieder ab 18 Uhr geöffnet sein. Dort können die Bürger live am Monitor mitverfolgen, wie die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen nach und nach gemeldet werden.

• Achtung: Für die Stichwahl gab es keine zusätzliche Wahlbenachrichtigung. Der Hinweis auf die Stichwahl war bereits auf der Benachrichtigungskarte für den ersten Wahldurchgang am 26. Mai abgedruckt. Wenn jemand die Karte nicht mehr hat, ist das auch keine Problem: einfach den Personalausweis zum Wahllokal mitnehmen.

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