Eltern auf den Barrikaden

Der Schulelternrat prangert die Arbeit von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt an
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Situation in Assel so schlecht wie nirgendwo sonst / Seefried verweist auf die Hotline der Schulbehörde

bc. Drochtersen-Assel. In einem offenen Brief an Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) haben die Elternvertreter der Grundschule Assel ihrem Unmut über die schlechte Unterrichtsversorgung Luft gemacht. Wie berichtet, ist die Situation in Assel und in der Schule in Estorf kreisweit am schlimmsten. Kinder würden überwiegend nicht mehr von Lehrern, sondern von pädagogischen Mitarbeitern beschäftigt. "Den Kindern fällt es schwer, sich noch die Namen zu merken", schreiben die Eltern.
In dem Brief an Heiligenstadt heißt es weiter: "Wir vertrauen dem Staat das Wertvollste an, das wir haben - unsere Kinder! Diese haben ein Recht auf fachlich, kompetente Beschulung in allen Bereichen. Ihre Politik ist zu hinterfragen. In unseren Augen haben Sie versagt, wir fühlen uns im Stich gelassen. Wie Sie mit unseren Kindern, Ihren Lehrern und uns als Eltern umgehen, ist schlicht skandalös!"
Deutliche Worte, die sich explizit an die Politik richten und nicht an die Schulleitung: "Den Lehrern der Grundschule Assel sowie unserer tollen Schulleiterin zollen wir unseren höchsten Respekt! Sie engagieren sich mehr für unsere Kinder als sie müssten. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sie durch extreme Belastung, hervorgerufen durch politisches Fehlverhalten, auch noch ausfallen. So weitermachen - ist keine Option."
Die Eltern haben Heiligenstadt einen umfangreichen Fragenkatalog geschickt: "Im Ergebnis streben wir als Schullelternrat eine transparente Zusammenarbeit zum Wohle aller an, sind aber auf der anderen Seite in jedem Fall gewillt, rechtliche Positionen unserer Kinder einzufordern."
Petra Tiemann, Parteikollegin von Heiligenstadt und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, hat bereits Gesprächsbereitschaft angekündigt: "Natürlich sind wir offen, um nach Lösungen zu suchen."
Der Drochterser Kai Seefried, Bildungsexperte der CDU-Fraktion in Hannover, kennt das Problem in Assel sehr gut. Er hat die Eltern direkt angeschrieben. "Leider ist die Situation derzeit nicht nur an der Grundschule in Assel sehr angespannt. Wir haben insgesamt in Niedersachsen derzeit die schlechteste statistische Unterrichtsversorgung seit 15 Jahren", so Seefried, der auf die Rolle der CDU als Opposition im Landtag hinweist: "Unsere Einflussmöglichkeiten sind gering."
Wie berichtet, hatte die Rot-Grüne Landesregierung auf Anfrage der CDU bereits im Februar Daten zur Unterrichtsversorgung veröffentlicht. Daraufhin hatte Seefried eine schriftliche Anfrage an die Landesregierung speziell zur Situation in Assel auf den Weg gebracht. Seefried ermuntert die Eltern, die Hotline der Landesschulbehörde zur Unterrichtsversorgung zu nutzen (04131-152222).
Seefried: "Es darf nicht dazu kommen, dass pädagogische Mitarbeiter zum Lehrerersatz werden." Das sei nach Erlass ausdrücklich verboten.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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