WOCHENBLATT-Serie "Stade - plus und minus"
Grünen-Politiker: "Rechtsnationalem Gedankengut in Stade entgegentreten"

Dr. Barbara Zurek und Reinhard Elfring nahmen für die Grünen Stellung
  • Dr. Barbara Zurek und Reinhard Elfring nahmen für die Grünen Stellung
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

Grünen-Politiker äußern sich gleich im "Doppelpack" jd. Stade. Im Rahmen einer kleinen Serie mit dem Titel "Stade - plus und minus" hat das WOCHENBLATT in den vergangenen Ausgaben jede Woche einen der Fraktionschefs im Stader Rat zu Wort kommen lassen. Sie wurden gebeten, grundsätzliche Fragen aufzugreifen, die für Stade von Belang sind.

Die Auswahl der Themen stand den Fraktionsvorsitzenden dabei frei. Sie konnten positive Aspekte hervorheben, für das sie ein Plus-Zeichen vergeben, oder eben Themen kritisch beleuchten. Dafür steht das Minus-Symbol.

Zum Abschluss der Serie äußert sich Dr. Barbara Zurek. Sie erhielt dabei Unterstützung von ihrem Fraktionskollegen Reinhard Elfring.

PLUS: Stade bietet seinen Bürgern und der Bevölkerung im Umland ein vielfältiges kulturelles Veranstaltungsangebot. Insbesondere das Stadeum, aber auch die Seminar-Turnhalle, die Marketing GmbH mit den Festen und Festivals tragen dazu bei, dass wir ein für eine Stadt dieser Größenordnung außergewöhnlich attraktives Angebot bieten. Die Stadt lässt sich das einiges kosten – insbesondere das vor 25 Jahren völlig überteuert gebaute Stadeum. Aber es ist gut angelegtes Geld.

PLUS: Die KBS hat endlich erste Blühstreifen angelegt – z.B. entlang des Kreisels Kaisereichen und der B73 schön zu sehen. Auch die Wallanlagen sollen im Rahmen der Städtebauförderung naturnäher gestaltet und in ihrer Erholungs- und Begegnungsfunktion weiterentwickelt werden, ohne dass die historische Bedeutung darunter leidet. Kleine Schritte, aber viel zu wenig für eine Stadt, in der es im bebauten Stadtgebiet massiv an Natur- und Erholungsflächen hapert.

PLUS/MINUS: In Stade setzt man sich dank der hartnäckigen Arbeit einzelner Mitbürger mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander und die Datengrundlage wird beständig erweitert. So gibt es eine Stadtführung zu dem Thema, die Gedenkstelen werden erweitert und neue Stolpersteine verlegt. Die Diskussion um den Namen der Ostmarkstraße zeigt, wie wichtig diese Auseinandersetzungen sind. Wir sind froh, dass es diese gibt, um rechtsnationalem Gedankengut entgegenzutreten. Konsequent wäre es, wenn die Stadt Flagge zeigt und dem Städtebündnis „Sichere Häfen“ beitreten würde.

PLUS/MINUS: Dank engagierter Bürger liegt der Stadt sowohl ein umfassendes Radverkehrskonzept als auch Vorschläge für eine Vielzahl kurzfristig realisierbarer Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Radfahrer vor. Geschehen ist bislang (viel zu) wenig. Doch sowohl das wachsende Bevölkerungs- und Pkw-Aufkommen als auch das veränderte Denken der Menschen drängen auf Veränderungen weg von der Pkw-Orientierung hin zu einer Stärkung von Radverkehr und ÖPNV.

MINUS: Stade verfügt mit dem Hafen und den großen Industrie-Arealen an der Elbe und im Süden der Stadt über exzellente Ausgangsbedingungen für eine weitere gewerbliche und industrielle Entwicklung.
Diese gilt es zukunftsorientiert zu nutzen. Die Projekte der Vergangenheit waren leider nicht immer erfolgreich und die unsinnigen Kohlekraftwerkspläne sind zum Glück vom Tisch. Wasserstofftechnik mit Strom aus erneuerbaren Energien – auf jeden Fall. LNG-Hafen – hat das Perspektiven? Weitere Konzepte für die Zukunft sind gefragt.

MINUS: Allgemein ist zu beobachten, dass Innenstädte sich wandeln: weg vom Konsum hin zu Orten der Begegnung. Dem Trend muss auch Stade sich stellen. Die Umplanung des Pferdemarktes zu einem Ort der Begegnung ist eine noch nicht konkretisierte Idee; auch ein privates Konzept zur Belebung des Platzes Am Sande liegt in der Schublade. Beides könnten Teile eines Gesamtkonzeptes darstellen und Ausgangspunkt für eine neue Vision zur „Bespielung“ der Innenstadt sein. Aber nicht nur die Stadt, auch die Hausbesitzer und Geschäftsinhaber sind gefordert, wenn es um die Stärkung der Innenstadt geht. Die Einrichtung eines Business Improvement Districts (BID) wäre unseres Erachtens ein geeignetes Instrument.

MINUS:  Stade wächst - vor allem in den neuen zum Teil gerade in der Planung und Entwicklung befindlichen Baugebieten im Süden Stades - rasant. Aber auch außerhalb der neuen Baugebiete wie zum Beispiel im Altländer Viertel ist ein starkes Bevölkerungswachstum zu beobachten. Wir kommen aber mit der Errichtung der notwendigen Infrastruktur sowohl im Verkehrsbereich (Haupt- und Anliegerstraßen, Radwegeverbindungen, ÖPNV) wie auch im sozialen und im Bildungsbereich (Kitas, Schulen) einfach nicht hinterher – sowohl zeitlich wie auch finanziell. Deshalb ist es richtig, wenn jetzt im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) grundsätzlich diskutiert wird, wieviel Wachstum sich die Stadt ökonomisch und ökologisch leisten kann
und will.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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