Mehr Unterstützung: Sönke Hartlef will Posten eines Ehrenamtslotsen schaffen
Helfer sollen Hilfe erhalten

Sönke Hartlef findet, dass Stade nicht zuletzt dank der ehrenamtlichen Arbeit eine lebenswerte Stadt ist   Foto: jd
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jd. Stade. Das Ehrenamt stärken: Dieses Ziel hat sich Sönke Hartlef gesetzt. Der Kandidat der CDU für den Bürgermeisterposten der Stadt Stade hat im Wahlkampf immer wieder betont, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen mehr Unterstützung durch die Verwaltung erhalten muss. Sollte er gewählt werden, hat Hartlef, der sich selbst seit Jahren ehrenamtlich engagiert, auch schon eine erste Maßnahme ins Auge gefasst. Er will im Rathaus einen Koordinator installieren, der als Ansprechpartner für die freiwilligen Helfer bei den verschiedenen Vereinen, Verbänden und Einrichtungen fungiert und sich um deren Belange kümmert. Gleichzeitig möchte der CDU-Ratsherr erreichen, dass sich die Bürger in Zukunft mehr Gehör bei Politik und Verwaltung verschaffen können.

"Ich werde einen Ehrenamtslotsen ernennen", erklärt Hartlef gegenüber dem WOCHENBLATT. Solch ein Lotse soll die Anliegen der jeweiligen Institutionen "rathausintern" regeln und den Ehrenamtlern hilfreich zu Seite stehen, wenn es darum geht, bürokratische und gesetzliche Hürden zu überwinden. Es sei eine "Ehrensache" für ihn, so Hartlef, die Tätigkeit von Freiwilligen auf jede erdenkliche Weise zu fördern. "Schließlich haben wir den Ehrenamtlichen hier in Stade viel zu verdanken", meint der CDU-Politiker.

Ehrenamtliche unterstützen

Nach seiner Ansicht ist die von den ehrenamtlich Tätigen geleistete Arbeit nicht hoch genug zu bewerten. Sie trügen maßgeblich zur Attraktivität Stades bei und verdienten die volle Unterstützung seitens aller politisch Verantwortlichen, so Hartlef. Dabei sollten sich die Ehrenamtlichen voll und ganz auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können und sich nicht mit Dingen herumschlagen müssen, die zusätzlichen Aufwand erfordern.

Als Beispiel nennt Hartlef die Nutzung von städtischen Gebäuden wie Sporthallen, aber auch Feuerwehrgerätehäusern. "Manchmal muss etwas repariert werden - und dann wissen Ehrenamtliche oft nicht, an wen sie sich wenden sollen, weil ihnen die Zuständigkeiten im Rathaus nicht klar sind. Wenn ich als Ehrenamtler – womöglich von meinem Arbeitsplatz aus – dreimal vergeblich versuche, ein defektes Dachfenster einer Sporthalle zu melden, dann lasse ich es irgendwann", erklärt Hartlef. Solche und ähnliche Beispiele seien ihm vielfach berichtet worden. Ein Ehrenamtslotse könne sich um Probleme dieser Art kümmern.

Außerdem will Hartlef ehrenamtliches Engagement noch stärker würdigen. Nach seiner Ansicht könnte die Einführung einer Stader Ehrenamtscard eine Möglichkeit sein, die Arbeit derjenigen anzuerkennen, die in ihren Vereinen und Einrichtungen tagtäglich wertvolle Arbeit leisten. Hartlefs Idee ist es, dass Inhaber solch einer Karte beispielsweise reduzierte Eintrittspreise im Solemio, in den Freibädern oder zu Stader Kulturveranstaltungen erhalten.

Bürger besser beteiligen

Ein weiteres großes Anliegen von Hartlef ist das Thema Bürgerbeteiligung. Das vor ein paar Jahren eingerichtete "Bürgerpanel", mit dem die Meinung der Stader zu bestimmten Aspekten wie etwa der Mobilität eingeholt werden sollte, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, doch dieses Instrument habe sich als zu bürokratisch und schwerfällig erwiesen. Der Versuch, auf diese Weise zu einem breiten Meinungsbild der Bevölkerung zu gelangen, sei gescheitert. Daher habe die Politik zu Recht das Ende dieser Form der Bürgerbefragung beschlossen.

"Für besser geeignet halte ich eine BürgerApp, wie sie beispielsweise die Stadt Tübingen einsetzt", meint Hartlef. Mittlerweile werde ein Handy von jeder Altersgruppe genutzt. Mit einer Abstimmung per Smartphone erreiche man einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung. Mit Umfragen via Internet könne die Politik die Stader vor wichtigen Entscheidungen an der Meinungsbildung beteiligen. "Das schafft Vertrauen und beugt Politikverdrossenheit vor."

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