Stades Stadtbaurat lehnt provisorischen Kreisverkehr ab
Kreisel kommt - nur später

Nicht immer fließt der Verkehr so gut an der Kreuzung Schiffertorsstraße/Wallstraße
  • Nicht immer fließt der Verkehr so gut an der Kreuzung Schiffertorsstraße/Wallstraße
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Es läuft nicht rund beim Stader Stadtverkehr - noch nicht. Denn spätestens wenn die Bauvorhaben der Kreisverkehre in der Glückstädter Straße in diesem und in der Schiffertorsstraße im kommenden Jahr abgeschlossen sind, soll der Verkehr besser fließen. Doch bis dahin muss sich die Hansestadt auf anhaltende Behinderungen einstellen. Um das Problem wenigstens an der Kreuzung Schiffertorsstraße vorübergehend in den Griff zu bekommen, schlug in der vergangenen Ratssitzung der Hansestadt Stade Ratsmitglied Oliver Kellmer vor, den Verkehr durch einen provisorischen Kreisel zu verflüssigen. Zu einer Umsetzung werde es allerdings nicht kommen, sagt der Stadtbaurat Lars Kolk.

Der Stau ist das Ergebnis davon, dass in den letzten Jahren die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen der Hansestadt enorm angestiegen sei, so Kolk. Dadurch sei ein reibungsloser Verkehr kaum mehr möglich. Dazu kommen Baustellen, die den Verkehr zusätzlich behindern. Bestes Beispiel dafür ist derzeit der Bau des Kreisverkehrs in der Glückstädter Straße, die dadurch noch bis zur Fertigstellung des Kreisels nur einseitig in Richtung Schiffertorsstraße befahrbar ist. Der Verkehr rollt durch die Schiffertorsstraße in die Innenstadt und staut sich spätestens an der Kreuzung an der Wallstraße. Hier kommen dann noch Fußgänger und Radfahrer dazu, die die insgesamt neun Fahrspuren an den Ampeln kreuzen.

Die Stadt habe bereits mit einer angepassten Ampelschaltung reagiert, weiß Kolk. Besonders in der Vorweihnachtszeit sei die Maßnahme nötig gewesen, da hier das Problem der Verkehrsstaus durch zusätzliche Besucher der Stadt noch einmal verstärkt wurde. Kolk: "Bei der Ampelschaltung haben wir allerdings nur einen sehr kleinen Spielraum, der nur zu einer punktuellen Verbesserung führt. Damit können wir das Gesamtproblem nicht beheben." Der größte Stau entstand laut Kolk durch einen Unfall in der Nähe der Kreuzung Schiffertorsstraße, der das ohnehin schon überlastete Verkehrssystem für rund eine Stunde zusammenbrechen ließ.

Den Vorschlag, dort einen provisorischen Kreisverkehr, der lediglich für drei bis vier Monate Bestand hätte, einzurichten, hält Kolk nicht für umsetzbar: "Wir sollten nicht in blinden Aktionismus verfallen." Für Kolk sprechen nämlich mehrere Gründe gegen einen Kreisel: Zum einen sei es ein enormer Zeit- und Kostenaufwand, schließlich muss auch eine temporäre Lösung geplant und baulich umgesetzt werden. Und auch die Voraussetzungen müssen stimmen, da in der Mitte eines Kreisverkehrs ausreichend Platz für eine Insel sein müsse. Ansonsten würden viele einfach darüber fahren. Zum anderen ist für Kolk ein solches Provisorium gefährlich. "An der Kreuzung ist ein komplexes Geflecht an Straßen und Verkehrsteilnehmern vorhanden. Da können wir nicht einfach neue Wege aufzeichnen. Chaos und Kollisionen wären programmiert."

Ein fester Kreisverkehr ist an der Schiffertorsstraße ohnehin geplant. Die vorbereitenden Maßnahmen - das Verlegen von Leitungen und Kanälen - erfolgen bereits im April bzw. Mai, so Kolk. Dadurch werde es zunächst erneut zu kleineren Behinderungen im Verkehr an dieser Stelle kommen. "Bauen bedeutet Behinderung", so Kolk. "Der starke Eingriff erfolgt allerdings erst, wenn der Kreisel in der Glückstädter Straße in fünf Monaten fertiggestellt ist."

Anschließend rechnet der Stadtbaurat damit, dass der Verkehr in der Innenstadt besser fließen wird. Im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) müsse dann aber gesehen werden, wo weiterer Optimierungsbedarf bestehe, meint Kolk. Auch über weitere Stadtentlastungsstraßen, beispielsweise für die Bremervörder Straße, müsse verstärkt nachgedacht werden.

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