Parkgarage Am Sande dauerhaft geöffnet
Parken rund um die Uhr an sieben Tagen

Das neue Parkhaus darf derzeit aus Lärmschutzgründen nicht über Nacht öffnen  Foto: jab
  • Das neue Parkhaus darf derzeit aus Lärmschutzgründen nicht über Nacht öffnen Foto: jab
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Spätestens nach der Eröffnung des Parkhauses neben dem Einkaufszentrum "Neuer Pferdemarkt" ist Stade üppig mit citynahen Parkplätzen ausgestattet. Das Parken in der Hansestadt ist bereits vor anderthalb Jahren vereinheitlicht und damit für die Autofahrer vereinfacht worden: Die erste Stunde ist grundsätzlich gratis und danach gelten überall in der Innenstadt die gleichen Parkgebühren. Jetzt soll das i-Tüpfelchen auf das Parkplatzangebot gesetzt werden. Die Tiefgarage Am Sande soll künftig rund um die Uhr und auch sonntags geöffnet sein. Wer seinen Wagen dort zu später Stunde abstellen will, zahlt bis frühmorgens eine Pauschale. Geplant ist ein Nachttarif in Höhe von 2 Euro für den Zeitraum von 20 bis 7 Uhr.

Mit der 24/7-Öffnung der Parkgarage will die Stadt vor allem Nachtschwärmern, aber auch Anwohnern ermöglichen, ihr Auto über Nacht sicher abzustellen. Stade kommt damit auch einem Wunsch der Werbegemeinschaft "Aktuelles Stade" nach, die schon immer durchgehende Öffnungszeiten der Parkhäuser für notwendig gehalten hat, um die Attraktivität der Altstadt zu fördern. Es sei "unumgänglich, mindestens eines der Parkhäuser 24/7 zu öffnen, um hier die erfolgreichen Konzepte zur Stärkung des Einzelhandels überhaupt ermöglichen zu können", heißt es in Schreiben des "Aktuellen Stade" an die Verwaltung von Mitte Juni.

Allerdings wäre vom "Aktuellen Stade" das neue Parkhaus am Pferdemarkt für die Nachtöffnung favorisiert worden. Das machten Vertreter der Werbegemeinschaft auf der Sitzung des Finanzausschusses deutlich, auf der das Konzept der Stadt vorgestellt wurde. Das sei aber aus Lärmschutzgründen nicht möglich, wie Bürgermeisterin Silvia Nieber auf der Sitzung erklärte. Laut Bauantrag müsse das Parkhaus um 22 Uhr schließen. Ob dessen Tore über Nacht geöffnet bleiben können, wenn ein geeigneter Lärmschutz - eventuell für einzelne Parkebenen - installiert wird, will die Verwaltung auf Bitten der Kaufmannschaft prüfen.

Auf jeden Fall werden die Öffnungszeiten für das Parkhaus am Pferdemarkt von jetzt 7 bis 21 Uhr auf künftig 6.30 bis 22 Uhr erweitert. Nieber erklärte angesichts der Kritik vom "Aktuellen Stade", dass mit der Vereinigung der Kaufleute vor zwei Jahren abgesprochen worden sei, zunächst die Tiefgarage Am Sande durchgehend zu öffnen.

Dafür sind in der Tiefgarage Am Sande noch einige Vorkehrungen zu treffen. So soll die Videoüberwachung auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem werden zusätzliche Kameras installiert. Gesamtkosten der Maßnahme: fast 170.000 Euro. Auch die Beleuchtung soll ergänzt werden und die Parkgarage wird einen neuen Anstrich erhalten.

Mehr Licht und mehr Kameras: Beides soll das Sicherheitsgefühl der Nutzer erhöhen. Bei einer Videoüberwachung muss aber auch jemand vor den Monitoren sitzen. Die Verwaltung geht davon aus, dass für die zehnstündige "Nachtschicht" mehr als 200 Euro an Personalkosten entstehen. Die Mitarbeiter im Überwachungsraum sollen von einem externen Dienstleister gestellt werden. Bei jährlich 4.500 Stunden an zusätzlichen Öffnungszeiten (ohne sonntags) sind 130 Nutzer pro Nacht nötig, damit sich die Kosten für das Personal decken. Nach einem Jahr soll geprüft werden, ob sich die Nachtöffnung bewährt hat.

• Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) wies in der Sitzung Vorwürfe zurück, sie habe die wahren Kosten für das Parkhaus am Pferdemarkt verheimlichen wollen. Mehr zu dem vermeintlichen "Kosten-Skandal", der angeblich mit Hilfe eines Grünen-Politikers ausgerechnet vor der Stichwahl aufgedeckt worden sein soll, lesen Sie am Samstag im WOCHENBLATT. 

Auch Dauerparken ist möglich

In der Tiefgarage Am Sande stehen 450 Stellplätze zur Verfügung, im Parkhaus am Pferdemarkt weitere 500. Einen Teil davon stellt die Stadt Dauerparkern zur Verfügung. Für das Parkhaus soll es bereits eine Warteliste von rund 110 Interessenten geben. Eine Vermietung ist noch nicht erfolgt, da noch Modalitäten mit der Firma Matrix, die das Parkhaus bauen ließ, geklärt werden müssen.
Für einen Stellplatz in der Altstadt verlangt die Stadt 72 Euro pro Monat. Günstiger ist das Parken auf der Parkpalette am Bahnhof. Dort zahlen Autofahrer nur 15 Euro im Monat bzw. 120 Euro im Jahr.

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