Umweltverbände klagen gegen Kohlekraftwerk

Warnt vor Giftanreicherung im Körper: Lungenfachärztin Dr. Gabriele Brockhausen (BI Stade - Altes Land)
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Dow sieht Gerichtsverfahren gelassen entgegen

tp. Stade. Eine Klage gegen den Bebauungsplan des Steinkohlekraftwerks des Chemie-Riesen Dow in Stade kündigen die Arbeitsgemeinschaft Umweltplanung Niederelbe, die Umweltverbände BUND und NABU sowie die Bürgerinitiativen Haseldorfer Marsch und Stade - Altes Land an.

Wie berichtet, machte der Rat jüngst den Weg für Deutschlands letztes Kohlekraftwerk frei. Die Gegner kritisierten die Entscheidung scharf. Dem von Dow vorgebrachten Hinweis, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten würden, hält Lungenärztin Dr. Gabriele Brockhausen (BI Stade - Altes Land) entgegen: „Es gibt keine ungefährlichen Grenzwerte für Quecksilber, Blei oder Feinstaub, da diese sich im Körper anreichern.“

Dow-Sprecher Joachim Sellner zu dem Klage-Vorhaben: "Wir haben mit nichts anderem gerechnet." Das Unternehmen vertraue auf seine teueren Gutachten und auf eine 3.000 Seiten lange Dokumentation, die es im Zuge der beiden Plan-Auslegungen angefertigt habe. Allein 400 Seiten befassen sich laut Sellner mit den Abwägungen der Einwendungen von Gegnern. Dow sehe einem Gerichtsverfahren "gelassen entgegen".

Warnt vor Giftanreicherung im Körper: Lungenfachärztin Dr. Gabriele Brockhausen (BI Stade - Altes Land)
Kraftwerksgegner werben für den Einsatz regenerativer Energieerzeugung, etwa Windkraftanlagen, statt Kohlestrom
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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