Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch
Kinderschutz auf der Bühne in Stade
- Katarzyna Piotrowski (rechts) und Christina Beer von der Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch möchten Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrende für das Thema sensibilisieren
- Foto: Hansestadt Stade
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Ein Theaterprojekt zum Kinderschutz. Rund 860 Kinder aus verschiedenen Stader Grundschulen besuchen in der kommenden Woche die insgesamt acht Vorstellungen des Puppenspiels „Sascha – bis hierhin und nicht weiter“, das im Historischen Rathaus der Hansestadt Stade aufgeführt wird.
Ein Junge in Not – und sein Weg zur Hilfe
Im Mittelpunkt des Stücks steht der Junge Sascha, der von seinem Onkel bedrängt wird. Sein Verhalten verändert sich, doch zunächst bleibt seine Not unbemerkt. Erst allmählich erkennen Erwachsene die Anzeichen. Das Stück erzählt die Geschichte aus der kindlichen Perspektive – soll still, eindringlich und klar sein.
Eingeladen vom Beratungsdienst
Veranstalterin ist die städtische Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch. Sie hat Dritt- und Viertklässlerinnen und -klässler sowie ihre Lehrkräfte eingeladen, um das sensible Thema altersgerecht und behutsam zu vermitteln.
Gespräch nach jeder Vorstellung
Nach jeder Aufführung haben die Kinder die Möglichkeit, das Gesehene zu reflektieren. Sie sprechen mit Schauspieler Jens Heidtmann und Schauspielerin Petra Erlemann vom Holzwurmtheater Winsen sowie mit Katarzyna Piotrowski, der Leiterin der Stader Beratungsstelle. Ziel ist es, den Kindern Mut zu machen, ihren Gefühlen zu vertrauen und sich bei Übergriffen Hilfe zu holen.
„Hilfe holen ist kein Petzen“
„Wir möchten Kindern vermitteln, dass sie ihren Gefühlen trauen dürfen, sich wehren können und Hilfe holen dürfen – das ist kein Petzen“, betont Piotrowski. Als greifbares Zeichen erhält jedes Kind eine Visitenkarte der Beratungsstelle, die als niederschwellige Kontaktmöglichkeit genutzt werden soll.
Sprechzeiten der Stader Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch sind dienstags, 9 bis 12 Uhr, und donnerstags, 14 bis 16 Uhr. Telefonisch ist die Beratungsstelle unter 04141 43646 erreichbar.
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
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