Serie der Elbe Kliniken
Überregionale Infarktversorgung

Oberarzt Riswan Akram (li.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin - Kardiologie und Intensivmedizin PD Dr. Sebastian Philipp (2. v. li.), pflegerische Leitung Nancy Ewert (2. v. re.) und Chefarzt der ZNA Dr. med. André Römgens verantworten gemeinsam die Chest Pain Unit am Elbe Klinikum Stade | Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
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  • Oberarzt Riswan Akram (li.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin - Kardiologie und Intensivmedizin PD Dr. Sebastian Philipp (2. v. li.), pflegerische Leitung Nancy Ewert (2. v. re.) und Chefarzt der ZNA Dr. med. André Römgens verantworten gemeinsam die Chest Pain Unit am Elbe Klinikum Stade
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Jedes Jahr versorgen die Elbe Kliniken etwa 45.000 stationäre und 85.000 ambulante Patientinnen und Patienten in Stade und Buxtehude. Rund 3.000 Mitarbeitende kümmern sich alleine im Landkreis Stade um die Gesundheitsversorgung in den beiden Krankenhäusern. Und das nicht nur in medizinischen Bereichen. Neben Ärzten und Pflegekräften beschäftigen die Kliniken zahlreiche IT-Fachkräfte, Techniker, Köche, Verwaltungskräfte, Lehrer, Gärtner, Bauplaner und vieles mehr. Grund genug, um hinter die Kulissen des größten Arbeitgebers in der Region zu blicken. Heute mit Teil 23 der Serie, der Chest Pain Unit (kurz: CPU).

Brustschmerzen zählen zu den häufigsten Symptomen eines möglichen Herzinfarkts, ebenso wie Atemnot, ein ziehender Schmerz im Arm oder akute Schmerzen im Oberbauch. „Wer Brustschmerzen hat, sollte immer ins Krankenhaus kommen und das so schnell wie möglich“, lautet deshalb die Empfehlung von PD Dr. Sebastian Philipp, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie und Intensivmedizin am Elbe Klinikum Stade. Untersucht und behandelt werden diese Patienten auf der Chest Pain Unit (CPU, engl. für Brustschmerz-Einheit), einer hochspezialisierten Diagnostik- und Therapieeinheit aus Kardiologen und speziell geschulten Pflegekräften, die 24/7 für die Patienten zur Verfügung steht.

Ziel ist es dabei immer, einen potentiellen Herzinfarkt so schnell wie möglich zu diagnostizieren und zu behandeln bzw. ihn auszuschließen. „Vom Eintreffen des Patienten bis zur Behandlung im Herzkatheterlabor vergehen keine 30 Minuten“, erläutert Riswan Akram, Oberarzt und ärztlicher Leiter der CPU. „Die Notfallsanitäter melden CPU-Patienten bereits während der Fahrt mit dem Rettungswagen bei uns an, so dass wir die Untersuchung direkt bei Ankunft beginnen können.“

Zur Diagnostik gehören immer ein komplexes EKG sowie eine Untersuchung der Laborwerte. Denn erst durch eindeutige Laborwerte lässt sich ein Infarkt ausschließen. Die CPU umfasst fünf Bettenplätze und versorgt Patienten pflegerisch und ärztlich, meistens jedoch nicht länger als zwei Stunden. Denn nach Abschluss der Diagnostik, eventuell auch einer Behandlung im Herzkatheterlabor, erfolgt eine Verlegung auf die Intensivstation oder die internistische Station. Sollte sich herausstellen, dass kein Herzinfarkt Auslöser der Symptome ist, beginnt die Differentialdiagnostik: Es könnten eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, eine schwere Lungenentzündung oder Herzrhythmusstörungen vorliegen.

„Es ist erwiesen, dass die Mortalität der Patienten, die in einer CPU behandelt werden, um 30 Prozent reduziert ist“, erläutert Riswan Akram. Dank standardisierter Abläufe ist es möglich, in besonders kurzer Zeit nicht nur eine Diagnose stellen zu können, sondern direkt die Therapie einzuleiten. Das ist einer der Gründe, warum die CPU am Elbe Klinikum Stade der Hauptversorger des Elbe-Weser-Dreiecks ist und von Rettungswagen aus den Landkreisen Cuxhaven und Rotenburg sowie den Städten Cuxhaven und Bremerhaven angesteuert wird. Denn nicht jedes Krankenhaus hat eine CPU, bundesweit gibt es 300 solcher Zentren.

Die CPU in Stade wurde 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als 13. in Niedersachsen erstmalig zertifiziert. Seither hat sie mehrfach erfolgreich die nötige Rezertifizierung erhalten. Voraussetzung dafür sind neben der Qualifikation der Ärzte und Pflegekräfte beispielsweise die Vorhaltung einer festgelegten Bettenanzahl pro 50.000 Einwohner im Landkreis. Pro Jahr werden durchschnittlich 1.500 Patientinnen und Patienten auf der CPU am Elbe Klinikum Stade betreut.

„Wir retten hier täglich Leben, das ist unser größter Ansporn und erfüllt uns mit großer Freude“, erklärt Riswan Akram, was ihn und sein Team antreibt. Seine Kollegin Nancy Ewert, pflegerische Gesamtleitung der Kardiologie, beschreibt die Arbeit als fachlich anspruchsvoll und zugleich abwechslungsreich: „Der enge Austausch mit Patientinnen und Patienten sowie die sehr gute interdisziplinäre Teamarbeit mit der Ärzteschaft prägen den Arbeitsalltag und ermöglichen eine qualitativ hochwertige, effiziente Versorgung.“

Gute Herzinfarktversorgung am Elbe Klinikum Stade bestätigt
Wichtige Logistik, die Leben sichert
Starke Leistung im Hintergrund
Logistik mit Herz und Scanner
Oberarzt Riswan Akram (li.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin - Kardiologie und Intensivmedizin PD Dr. Sebastian Philipp (2. v. li.), pflegerische Leitung Nancy Ewert (2. v. re.) und Chefarzt der ZNA Dr. med. André Römgens verantworten gemeinsam die Chest Pain Unit am Elbe Klinikum Stade | Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
Unverzichtbare Werkzeuge des Pflegeteams um Nancy Ewert (Mitte) sind EKG-Geräte und Reanimationsbretter | Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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