Museum Schwedenspeicher | Neue Sonderausstellung
Wiedereröffnung: Experimentelle Archäologie zum Mitmachen

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Nach den Bauarbeiten öffnet das Museum Schwedenspeicher am 1. Mai 2026 wieder seine Türen und startet direkt mit der Sonderausstellung „Studieren, probieren, experimentieren. 20 Jahre Experimentelle Archäologie der Universität Hamburg“. Das Forschungsprojekt der Universität Hamburg zeigt, wie durch praktische Experimente an archäologischen Funden Erkenntnisse zu frühen Techniken, etwa dem Bau von Wagen und Rädern, gewonnen werden können. Vergangenheit wird hier im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.

Vom 10. Mai bis zum 1. November 2026 dreht sich dabei alles um die Frage, wie Menschen in der Vergangenheit lebten und arbeiteten und wie sich dieses Wissen heute rekonstruieren lässt. Dass in der Steinzeit Pfeile mit Feuersteinspitzen verwendet wurden, ist allgemein bekannt. Doch wie genau wurden diese Spitzen hergestellt? Welche Techniken und Werkzeuge kamen zum Einsatz? Genau hier setzt die experimentelle Archäologie an. Um die Lebensweise vergangener Kulturen zu verstehen, müssen auch die Herstellungsprozesse nachvollzogen werden. Da diese nicht überliefert sind, werden sie experimentell rekonstruiert. Die Versuche erfolgen systematisch, reproduzierbar und gut dokumentiert und vermitteln den Beteiligten zugleich handwerkliche Fähigkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten erforschen Studierende und Lehrende des Fachs Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg diese Fragen durch praktische Experimente. Ein Teil dieser Arbeiten findet im Steinzeitpark Dithmarschen statt, wo historische Techniken unter realistischen Bedingungen erprobt werden. Die Ausstellung im Schwedenspeicher präsentiert nun ausgewählte Ergebnisse dieser Seminare – von originalen Funden bis hin zu detailgetreuen Repliken.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Mitmachen. So findet jeden Sonntag um 15 Uhr ein Ausstellungsrundgang mit anschließendem Familienworkshop statt. Die Angebote richten sich gezielt an Familien und an neugierige Menschen jeden Alters. Die Themen wechseln regelmäßig und reichen vom Flechten von Freundschaftsarmbändern über das Herstellen von Zinnamuletten bis hin zum Bau steinzeitlicher Instrumente.

Auch zur Ausstellungseröffnung am 10. Mai von 10 bis 12 Uhr sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, selbst aktiv zu werden. Verschiedene Mitmachangebote, wie Zinnprägung, Flechten und das Bearbeiten von Pfeilspitzen, geben einen direkten Einblick in die experimentelle Archäologie.

Der Schwedenspeicher lädt alle Interessierten herzlich ein, die Wiedereröffnung und diese besondere Ausstellung mitzuerleben.

Bilder © Birte Meller

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