Wildtiere im Winter füttern? Was geht – und was verboten ist
- Wildvögel wie Meisen freuen sich bei Schnee und Eis über artgerechtes Vogelfutter
- Foto: AdobeStock/dieter76
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Schnee und Eis machen es Wildvögeln und Eichhörnchen derzeit besonders schwer, an Nahrung zu kommen. Das teilt die Deutsche Wildtierstiftung mit. Die gefrorenen Böden und dicke Schneedecken bedecken Samen, Insekten und die im Herbst versteckten Vorräte. Vor allem Eichhörnchen, die sich auf ihre Depots verlassen, haben es schwer: Viele ihrer Nüsse und Samen liegen unter hartem, vereistem Boden – unerreichbar. Singvögel wiederum finden kaum noch Insekten und Körner, besonders in dicht bebauten oder geräumten Siedlungsgebieten.
Wer helfen möchte, kann das tun – sollte es aber richtig machen. Für Vögel bieten sich gut gefüllte Futterhäuschen an, am besten an geschützten, erhöhten Stellen. Sonnenblumenkerne, Haferflocken, ungesalzene Erdnüsse oder spezielle Meisenknödel sind ideal. Auch Eichhörnchen profitieren von einer Futterstelle mit Hasel- oder Walnüssen, Rosinen oder Apfelstücken. Wichtig: Futter bitte regelmäßig kontrollieren, Schimmel entfernen und trocken lagern.
- Bei viel Schnee finden Eichhörnchen ihre Vorräte nicht wieder
- Foto: AdobeStock/michal
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Ebenso wichtig wie Nahrung ist frisches Wasser – doch das friert bei Minusgraden schnell. Eine flache Schale mit täglich erneuertem, lauwarmem Wasser hilft Vögeln wie Hörnchen gleichermaßen. Ein kleiner Stein in der Schale verhindert, dass sie darin ausrutschen.
Keine Fütterung im Wald
Die Jägerschaft warnt hingegen: Das Füttern von Wildtiere im Wald ist laut Jagdgesetz nicht nur verboten, sondern sogar gefährlich. Denn Futter lockt Tiere aus ihren Rückzugsorten. Sie können die Scheu vor den Menschen verlieren und suchen infolgedessen womöglich häufiger die Nähe zu städtischen Gebieten. Dadurch wird u.a. das Risiko von Wildunfällen erhöht.
- Wildtiere im Wald zu füttern, ist verboten
- Foto: AdobeStock/Kozma
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Beim Spaziergang gilt: Hunde unbedingt anleinen, vor allem in Waldnähe oder auf Feldern. Auch friedlich wirkende Tiere stehen im Winter unter Stress – jede Störung treibt ihren Energieverbrauch in die Höhe. Deshalb gilt: auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, Wildruhezonen meiden und Abstand zu Hecken oder Waldrändern halten, die häufig als Schlafplätze dienen.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.