23 neue Stader SHK-Gesellen starten durch
- Den erfolgreichen Absolventen wurden kürzlich im Rahmen einer Feierstunde ihre Gesellenbriefe ausgehändigt
- Foto: www.moin-handwerk.de
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Stolze 23 neue Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik – darunter eine weibliche – wurden kürzlich im Technologiezentrum Handwerk Stade von der Stader Handwerksinnung feierlich freigesprochen. Die Begrüßung übernahm Kai Butty, Prüfungsausschussmitglied und Inhaber eines Innungsbetriebes.
Es folgten Ansprachen von Marcel Trautwein, Mitglied des Meisterprüfungsausschusses, Lehrlingswart Frank Beinl sowie dem Prüfungsausschussvorsitzenden Lars Decker, der die Gesellenbriefe überreichte. "Ihr seid nicht nur Handwerker – ihr seid ein ganz wichtiger Bestandteil dieser Gesellschaft", betonte Trautwein. Und weiter: "Uns kann so schnell keiner ersetzen." Denn die 23 neuen Fachkräfte stärken ein Gewerk, das wie kaum ein anderes Technik, Verantwortung und Zukunft vereint.
Kai Butty bedankte sich bei den Ausbildungsbetrieben, den Lehrkräften und den Familien, denn Ausbildung sei Teamarbeit. Er machte deutlich, dass mit der Freisprechung kein Endpunkt erreicht sei, sondern ein Übergang beginne: mehr Verantwortung, mehr Selbstständigkeit, mehr Anspruch.
Marcel Trautwein verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks als starker Motor der Gesellschaft. "785 Milliarden Euro Umsatz – das ist nicht irgendeine Randnotiz." Sein Appell richtete sich gegen falsche Bescheidenheit: "Wenn jemand sagt, ihr seid nur Handwerker, dann wisst: Ihr seid einer der wichtigsten Bestandteile dieser Gesellschaft."
Lehrlingswart Frank Beinl appellierte an die Weiterbildung: "Jetzt geht das Lernen erst richtig los." Internet und Technik seien hilfreiche Werkzeuge – "aber um einen Heizkörper an die Wand zu bringen, braucht es Hände, Werkzeug und Wissen."
Marcel Trautwein vom Meisterprüfungsausschuss warb in seiner Ansprache für realistischen Ehrgeiz. Meistertitel seien wichtig, aber ebenso wichtig seien starke Gesellen. "Manchmal ist es gut, wenn wir einfach richtig starke Gesellen da draußen haben."
Wissen müsse weitergegeben werden. Gerade im SHK-Handwerk, geprägt von Energiewende, Digitalisierung und komplexer Technik, entscheide die Qualität der Weitergabe über die Zukunft des Berufs. Auch beim Thema KI blieb Trautwein klar: Unterstützung ja, Ersatz nein. Handwerk bleibe individuell, situativ, menschlich. Starke Praktiker sind einfach wichtig
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