Etappensieg für Arbeiter
Airbus unterschreibt Sozialplan

Die Demonstrationen der Airbus-Mitarbeiter scheinen ihre Wirkung erzielt zu haben
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Ein wenig durchatmen, aber noch nicht aufatmen können die Stader Mitarbeiter des Flugzeugbauunternehmens Airbus. Denn vergangene Woche wurde der Sozialplan unterschrieben, der zwar den vom Unternehmen angekündigten Stellenabbau nicht abwendet, aber zumindest erschwert (das WOCHENBLATT berichtete). Tamer Yüksel, Betriebsratsvorsitzender bei Airbus Stade, sieht diesen Schritt als "Etappensieg".

Im Juli hatte der Flugzeugbauer mitgeteilt, rund 6.000 Stellen deutschlandweit zu streichen, u.a. an den Standorten Finkenwerder, Buxtehude und Stade. Mit Protestaktionen kämpften die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Vor zwei Wochen gab es dann Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und der IG Metall über den Erhalt der Stellen. Diese wurden zwar ohne Ergebnis vertagt, doch vergangene Woche gab es dann die positive Nachricht: Der Sozialplan wurde unterzeichnet. Damit wurden u.a. konkrete Maßnahmen zur Personal- und Kapazitätenanpassung sowie eine Formel für die Abfindung der Arbeitnehmer, die das Unternehmen frühzeitig verlassen möchten, sowie Qualifizierung der Beschäftigten, Verlängerung der Kurzarbeit sowie eine kollektive Arbeitszeitreduzierung festgeschrieben.

Doch jetzt geht es weiter mit dem sogenannten Interessenausgleich, der sich auf die Standorte der Airbus Operations GmbH wie Stade und Finkenwerder bezieht. Hierbei wird der Sozialplan konkret an die einzelnen Standorte angepasst oder um weitere ergänzt. U.a. geht es um die für Stade ausgesprochenen 363 Stellen und 2.324 Stellen für Finkenwerder, die gestrichen werden sollen. Diese Zahl will sich der Betriebsrat noch einmal genauer anschauen und erklären lassen. "Das ist noch nicht ausdiskutiert. Wir haben die Zahl bisher nur zur Kenntnis genommen", so der Betriebsratsvorsitzende. Das solle so schnell wie möglich in den kommenden Wochen geklärt werden. Yüksel: "Das wird noch einmal ein anstrengender Part."

Ein weiterer Schritt werden die Verhandlungen zu den Konzerntarifverträgen. Hier muss ebenfalls noch weiter diskutiert werden, meint Yüksel. Am Donnerstag sollen schließlich die Airbus-Mitarbeiter zum Sozialplan informiert werden. Dann folgen die Beratungsgespräche mit den einzelnen Mitarbeitern.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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