Airbus will Flächen kaufen

Airbus möchte diese Flächen an der B 73 erwerben  Foto: jd
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Flugzeugbauer möchte von der Stadt Stade 12,7 Hektar erwerben / Keine konkreten Erweiterungspläne

jd. Stade. Airbus investiert in die Zukunft seines Standortes Stade: Der Flugzeugbauer will rund 12,7 Hektar an Flächen erwerben, um sein Werk in der Hansestadt bei Bedarf erweitern zu können. Ausbaupläne gibt es offenbar nicht, doch "Airbus macht richtig Druck", so Stadtbaurat Lars Kolk: "Noch vor Weihnachten soll nach dem Willen des Unternehmens der Kaufvertrag unterzeichnet werden." Zuvor muss der Grundstücksverkauf noch durch den Rat genehmigt werden. Der tagt am 17. Dezember. Ein paar Tage hat man danach also noch Zeit, um den Notar aufzusuchen.

Eine Besonderheit hat das Grundstücksgeschäft: Erstmals kauft Airbus Flächen, ohne dass konkrete Planungen dafür vorliegen. Bisher hatte der Luftfahrt-Konzern Grundstücke immer nur projektbezogen erworben. Das war etwa der Fall, als vor zehn Jahren die großen Hallen 60 und 80 für die Fertigung von CFK-Bauteilen errichtet wurden. Kolk geht davon aus, dass Airbus mit dieser "Flächenvorsorge" im großen Stil strategisch in die Zukunft denkt: Wenn zusätzliche Werkshallen für die Erweiterung der Produktion oder sogar neue Produktionslinien errichtet werden müssen, kann das Stader Werk künftig schnell reagieren: "Der Standort Stade gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit und Bedeutung in der Airbus-Familie", so die Einschätzung der Verwaltung.

Verkauft wird der überwiegende Teil der Flächen zu einem Quadratmeterpreis von 40 Euro. Die Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 4,3 Mio. Euro soll von 2019 bis 2023 in fünf gleichen Jahresraten von jeweils rund 856.000 Euro erfolgen. Sämtliche Flächen liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Agathenburg. Die Grundstücke sind bereits vor rund zehn Jahren von der Stadt Stade erworben worden, um Airbus künftige Werkserweiterungen zu ermöglichen. Dabei ist ein Großteil des Areals treuhänderisch der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) übertragen worden, der Rest befindet sich über die Stadtentwicklungs-Gesellschaft in städtischem Eigentum.

Von dem Kaufpreis fließen allein rund eine Mio. Euro in gesetzlich vorgeschriebene Kompensationsmaßnahmen. So soll ein ökologischer Ausgleich für versiegelten Boden geschaffen werden. Weitere 950.000 Euro erhält die stadteigene Entwicklungsgesellschaft. Das Geld soll mit dazu verwendet werden, weitere Gewerbe- und Industriegebiete zu erschließen. So soll in den kommenden Jahren nach Ankauf weiterer Flächen im Umfeld des Bützflether Industriegebietes die Umsetzung der Planungen für den sogenannten "Chemcoastpark" erfolgen.

Auch die Stadt Stade profitiert von dem Grundstücksgeschäft: Rund 2,2 Mio. Euro gehen an die NLG, wovon nach Abzügen für die treuhänderischen Aufgaben 1,8 Mio. Euro in den städtischen Haushalt fließen. Auch die Gemeinde Agathenburg erhält noch etwas vom "großen Kuchen": Sie bekommt 100.000 Euro für einen schmalen Grundstücksstreifen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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