Herbstakademie für junge Nachwuchsforscher
Forschen statt Ferien: Schüler tüfteln in Stade an Ideen für die Zukunft
- Zum Ende der Herbstakademie präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsergebnisse in der Stader Jobelmannschule
- Foto: Deborah Hucht/Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Während andere Jugendliche in den Herbstferien vor der Glotze saßen oder am Computer zockten oder einfach mal die Seele baumeln ließen, wurde in Stade fleißig experimentiert, programmiert und getüftelt. Bei der Stader Herbstakademie tauschten Schülerinnen und Schüler freiwillig ihre Freizeit gegen spannende Forschungsprojekte. Was dabei herausgekommen ist, präsentierten sie jetzt bei der Abschlussveranstaltung in der Aula der Jobelmannschule.
Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Die Bandbreite reichte von selbst hergestellten Düften und Naturkosmetik über die Stromerzeugung mithilfe von Algen bis hin zu selbst gebauten Robotern und Projekten rund um Quantencomputer. Langweilig wurde es den jungen Forschern dabei ganz sicher nicht.
Begehrte Plätze für junge Tüftler
Die Stader Herbstakademie hat sich längst zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Jedes Jahr bewerben sich mehr als 120 Jugendliche um die begehrten Plätze. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Das Besondere: Hier wird nicht einfach nur Schulstoff gepaukt. Die Jugendlichen können eigene Ideen ausprobieren, experimentieren und selbstständig Lösungen entwickeln. Bei den Jüngeren stehen die Freude am Entdecken und der spielerische Umgang mit Naturwissenschaften im Vordergrund. Ältere Teilnehmer können sich dagegen auch anspruchsvollen Forschungsprojekten widmen und beispielsweise Arbeiten für den Wettbewerb „Jugend forscht“ voranbringen.
Möglich macht das Ganze ein bemerkenswertes Engagement: Lehrkräfte des Athenaeums, des Vincent-Lübeck-Gymnasiums, der IGS Stade und der Jobelmannschule stellen das Programm freiwillig während der ersten Ferienwoche auf die Beine. Die Schulen stellen außerdem Räume und Lehrerstunden zur Verfügung. Die IHK Elbe-Weser und Unternehmen aus der Region sorgen für die Finanzierung von Materialien, zusätzlichen Betreuungskräften und gegebenenfalls Verpflegung.
Auch Scheitern gehört zum Forschen
Bei der Abschlussveranstaltung zeigte sich Kai-Ulrich Baak, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Verkehr und Bildung beim Landkreis Stade, begeistert vom Ideenreichtum und Engagement der Jugendlichen. Er dankte zugleich den Lehrkräften und allen weiteren Beteiligten. Baak machte deutlich, welche Bedeutung die Naturwissenschaften für die Zukunft haben: „Egal ob Klimawandel oder andere große Herausforderungen unserer Zeit – die Lösungen stecken in der Forschung.“
Dass auf dem Weg zu solchen Lösungen nicht immer alles auf Anhieb klappt, weiß auch Sonja Tiedemann von der IHK Elbe-Weser, die das Projekt federführend koordiniert. Sie lobte das Durchhaltevermögen der Nachwuchsforscher und machte ihnen Mut, sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen: „Frustmomente und auch mal das Scheitern gehören zum Forschen einfach dazu. Wichtig ist, danach dranzubleiben und einfach weiterzumachen!“
Nach der Herbstakademie kommt „Jugend forscht“
Dass die Botschaft bei den Jugendlichen angekommen ist, zeigt sich auch daran, dass für viele mit dem Ende der Herbstakademie noch lange nicht Schluss ist. Zahlreiche Teilnehmer wollen ihre Ideen weiterentwickeln und beim Wettbewerb „Jugend forscht“ antreten.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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