Kriminalstatistik 2021
Landkreis Harburg ist sicherer denn je

Frank Freienberg, Leiter des Zentralen
Kriminaldienstes   Foto: Polizei
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    Kriminaldienstes Foto: Polizei
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht
Die Unfallstelle in Stade | Foto: Polizei
3 Bilder

Raub nach Frontalzusammenstoß in Stade
Polizei sucht drei flüchtige Täter

Ein schwerer Verkehrsunfall mit anschließendem Raubüberfall hat sich in der Nacht zu Samstag in der Straße „Am Mühlenteich“ in Stade ereignet. Ein 24-jähriger Stader wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlich gezielt herbeigeführten Zusammenstoßes und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Frontalzusammenstoß kurz vor Mitternacht Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 24-Jährige kurz vor Mitternacht mit seinem Mercedes auf der Straße „Am Mühlenteich“...

Blaulicht

Rosengarten / Autobahn A261 gesperrt
Sattelzug brannte vollständig aus / Ladung zerstört

Am Mittwoch, 1. Juli, war ein 33-jähriger Mann mit einem Sattelzug gegen 17.50 Uhr  auf der A261 von Hamburg in Richtung Bremen unterwegs. Kurz hinter der Anschlussstelle Tötensen geriet die Zugmaschine  vermutlich infolge eines technischen Defekts in Brand. Der Fahrer stoppte seinen Sattelzug und versuchte, den Brand zu löschen. Hierbei wurde er leicht verletzt. Nach Eingang des Notrufes wurde die A261 voll gesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Rade, Tötensen, Leversen-Sieversen und Neu...

Blaulicht

Polizei Stade in Bremervörde
Schwerpunktkontrolle: E-Scooter-Fahrer im Fokus

Bei einer groß angelegten Schwerpunktkontrolle im Raum Bremervörde hat die Polizei am Dienstag zahlreiche Verstöße im Stadtgebiet festgestellt. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Stade waren zur Unterstützung vor Ort. Knapp 100 Personen und 52 Fahrzeuge wurden kontrolliert. Im Fokus standen neben der Bekämpfung krimineller Strukturen insbesondere die Verkehrssicherheit und der Einsatz von E-Scootern. E-Scooter besonders häufig auffällig Gerade bei E-Scootern registrierten die Einsatzkräfte...

Blaulicht

Tragischer Autounfall in Buchholz
58-Jähriger stirbt nach schwerem Verkehrsunfall

Ein 58-jähriger Autofahrer ist am heutigen Mittwochmorgen, 2. Juli, nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Steinbecker Straße verstorben. Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen erlag der Mann später in einer Klinik seinen schweren Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 58-Jährige gegen 7.55 Uhr mit seinem Opel in Richtung Buchholzer Innenstadt unterwegs. Zeugen berichteten, dass das Fahrzeug plötzlich mehrfach den Bordstein touchierte. Kurz hinter der Einmündung...

Blaulicht

Buchholz
Taschendiebe in der Innenstadt unterwegs

Am Donnerstag, 2. Juli, kam es in der Buchholzer Innenstadt zu zwei Taschendiebstählen mit anschließenden weiteren strafrechtlichen Verwendungen. In der Zeit zwischen 14.35 und 14.50 Uhr wurde eine 83-jährige Frau bestohlen, als sie in einem Geschäft an der Breiten Straße einkaufte. Der oder die Täter nahmen unbemerkt das Portemonnaie aus ihrer Jackentasche. Anschließend gelang es ihnen, mit der EC-Karte der Frau rund 1.700 Euro an einem Geldautomaten abzuheben. Gegen 18.15 Uhr wurde einer Frau...

Blaulicht
In diesem Haus in der Stader Dankersstraße ereignete sich die Bluttat, der sechs Menschen zum Opfer fielen. Die Haustür ist polizeilich versiegelt. Auf der anderen Straßenseite legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an (kl. Foto) | Foto: jd
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Todesschütze G. wollte offenbar gezielt töten
Bluttat in Stade: Gericht erlässt Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes

Sechs Menschen sind am Montag bei einer beispiellosen Bluttat in einer Stader Mutter-Kind-Einrichtung erschossen worden. Gegen den mutmaßlichen Todesschützen Fatih G. hat das Amtsgericht Stade am Dienstagabend Haftbefehl wegen des Verdachts auf Mordes in sechs Fällen erlassen. Der 45-Jährige aus Garbsen bei Hannover hatte während eines Gesprächstermins in der Stader Wohneinrichtung plötzlich auf Beschäftigte der Einrichtung sowie Mitarbeitende des Jugendamtes geschossen, um diese gezielt zu...

Blaulicht

Autobahn A1
Sperrung zwischen Hamburg-Stillhorn und Hamburg-Harburg an diesem Wochenende

Die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH erinnert an die bevorstehende Sperrung der A1 in Fahrtrichtung Bremen zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stillhorn und Hamburg-Harburg. Die Richtungsfahrbahn Bremen wird von Freitag, 3. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 6. Juli , 5 Uhr gesperrt. Die Sperrung ist erforderlich, um vorbereitende Maßnahmen für den Ersatzneubau der Süderelbbrücke durchzuführen. Neben Arbeiten an den Entwässerungsanlagen werden Leitungen verlegt. Außerdem werden Spundwände zur...

Blaulicht
Übersichtsplan | Foto: Feuerwehr Jesteburg
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Erhöhtes Verkehrsaufkommen
Kreiszeltlager in Jesteburg

Das diesjährige Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreis Harburg startet. In diesem Zusammenhang ist auf der K83 in Richtung Lüllau, insbesondere im Bereich des P+R-Parkplatzes, zeitweise mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Diese Verkehrssituation kann bis zum Ende des einwöchigen Zeltlagers und dessen Abbau andauern. Besonders am Anreisetag, Samstag, den 04. Juli 2026, ist ganztägig mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen, da ca. 1700 Teilnehmer erwartet werden. Die offizielle...

Blaulicht
Löscharbeiten | Foto: Feuerwehr Horneburg
3 Bilder

Pkw brennt auf der A26 bei Dollern vollständig aus
Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Ein Pkw ist am Dienstagabend auf der Autobahn 26 zwischen Horneburg und Dollern vollständig ausgebrannt. Die Feuerwehr Horneburg wurde gegen 20.15 Uhr zu dem Fahrzeugbrand alarmiert. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Nach ersten Erkenntnissen bemerkte die Fahrerin während der Fahrt einen lauten Knall. Sie reagierte geistesgegenwärtig, hielt ihr Fahrzeug an und verließ es rechtzeitig, noch bevor sich die Flammen ausbreiteten. Wenige Augenblicke später stand der Pkw bereits in Vollbrand....

Blaulicht

39-Jährige schwer verletzt
1,9 Promille: Tesla-Fahrerin verliert auf der A1 die Kontrolle

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A1 ist am Dienstagabend eine 39-jährige Autofahrerin schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei verlor die Frau gegen 22.15 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Hamburg vermutlich aufgrund ihrer Alkoholisierung die Kontrolle über ihren Tesla. Auf Höhe der Gemarkung Horstedt kam der Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Rettungskräfte versorgten die Fahrerin zunächst an der Unfallstelle und brachten sie...

(thl). Von 100.000 Einwohnern des Landkreises Harburg sind im vergangenen Jahr 4.958 Opfer einer Straftat geworden. Im Jahr 2020 lag der Wert noch bei 5.047. Damit ist der Landkreis sicherer denn je. Zum Vergleich: Auf Landesebene liegt der Wert bei 6.219, innerhalb der Polizeidirektion Lüneburg bei 5.845. Das geht aus Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für den Landkreis hervor, die heute von der Polizeiinspektion Harburg veröffentlicht wurde.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12.594 Strafverfahren an die Staatsanwaltschaften abgegeben. Dies bedeutet einen Rückgang um 246 Straftaten. Wermutstropfen: Die Aufklärungsquote von 62,58 auf 60,13 Prozent zurückgegangen.
Als Tatverdächtige wurden im Jahr 2021 insgesamt 5.866 (in Klammern Vorjahr: 5.898) Personen ermittelt. Davon waren 1.917 (1.775) nichtdeutsche Tatverdächtige.
Insgesamt sechs (17) Straftaten gegen das Leben wurden bearbeitet. In vier Fällen handelte es sich um Versuchstaten.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist erneut gesunken. Sie liegt mit 208 (376) auf dem niedrigsten Niveau der vergangenen zehn Jahre. Neben der länderübergreifenden Zusammenarbeit der Polizei, dürften hier auch Pandemie-bedingte Effekte einspielen. Auch die Zahlen der Autodiebstähle (75 statt 92) und Autoaufbrüche (311 statt 372) sanken. Grundsätzlich sind die Fallzahlen bei den Diebstahlsdelikten aber von 3.895 auf 4.095 Fälle angestiegen. Die Aufklärungsquote wurde auf 28,01% (25,67%) gesteigert.
Bei den Autodiebstählen waren häufig Fahrzeuge mit einer Komfortschließung betroffen, bei der der Schlüssel nur in die Nähe des Fahrzeugs gebracht werden muss, um es öffnen zu können. Die Täter fangen diese Signale nahe am Wohnhaus auf und verstärken sie, sodass der Pkw durch einen Komplizen geöffnet und gestartet werden kann. Die organisierten Banden, die in diesem Deliktsfeld tätig sind, fokussieren sich dabei auf hochwertige Fahrzeuge der führenden Automarken. „Lagern sie bitte ihre Kfz-Schlüssel in entsprechenden Sicherheitsboxen. Dadurch wird das vom Keyless-Go-Schlüssel ausgehende Signal abgeschirmt,“ empfiehlt Thomas Meyn, Leiter der Polizeiinspektion Harburg.
Bezüglich der Autoaufbrüche sind Parkplatze vor Unterkünften, in denen Zimmer für Handwerkerinnen und Handwerker auf Montage angeboten werden, oftmals die Orte, an denen Firmenfahrzeuge aufgebrochen werden. Sie sind in der Regel offen zugänglich und bieten der Täterschaft eine günstige Gelegenheit.
Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist im vergangenen Jahr auf 654 (561) Fälle angestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 11,16% (9,80%)..
Insgesamt wurden im Jahr 2021 2.018 (1.948) Rohheitsdelikte erfasst. Die Aufklärungsquote liegt bei 92,02% (92,56%). Den Hauptanteil bilden dabei die vorsätzliche einfache Körperverletzung mit 812 (869) sowie die gefährliche Körperverletzung mit 179 (192) Fällen.
Bei den insgesamt 403 (308) Fällen von Bedrohung fand in 59 Fällen ein Messer als Tatmittel Verwendung.
Die Fälle häuslicher Gewalt sind nach Beschluss der Innenministerkonferenz im Dezember 2021 in einer bundeseinheitlichen Definition etwas weiter gefasst worden, als bisher. Nach dieser neuen Definition wurden im Berichtsjahr 2021 insgesamt 491 (465) Fälle bearbeitet. Der Vergleichswert nach alter Definition läge für 2021 bei 469 Fällen. Dazu Polizeioberrat Frank Freienberg, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes: "Jede Form der häuslichen Gewalt ist gesellschaftlich abzulehnen. Kommen Sie zur Ihrer Polizei und erstatten eine Anzeige. Sollten Sie als Nichtbetroffene von häuslicher Gewalt Kenntnis erlangen, bieten Sie Hilfe und Unterstützung, wenden sich an die Polizei oder setzen sich mit einer Beratungs- oder Interventionsstelle für Häusliche Gewalt in Verbindung.“
Die Zahl von Raubdelikten ist nach einem starken Rückgang im Jahr 2020 im letzten Jahr wieder auf 74 (55) Fälle angestiegen. Die Aufklärungsquote sank auf 71,62% (76,36%).
Widerstandshandlungen oder Angriffe auf Polizeibeamte sind dagegen rückläufig. Wurden 2020 noch 107 Fälle registriert, waren es im vergangenen Jahr "nur" noch 74 Fälle.
Neben den Bedrohungs- und Raubdelikten ist vor allem die Zahl der Sexualdelikte von 231 auf 277 Fälle angestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 86,28 Prozent (86,15 Prozent). In 117 Fällen in dieser Deliktsgruppe handelt es sich um Herstellung, Verbreitung oder Besitz/sich Verschaffen von Kinder- oder Jugendpornografie.
Es finden immer mehr kinderpornografische Bilder Einzug in die von Jugendlichen genutzten sozialen Netzwerke. Im vergangenen Jahr wurden häufig entsprechende Bilder in WhatsApp-Gruppen von sonst unverfänglichen Gruppen festgestellt. Hier scheint der unbedarfte Umgang mit solchen Dateien bei den Jugendlichen im Vordergrund stehen.
Dazu Polizeioberrat Frank Freienberg: "Wie leider auch schon im Jahr 2020 erhöhten sich die Fallzahlen in diesem Phänomenbereich. Wir begegnen der Problematik mit weiteren Präventionsangeboten, um die Jugendlichen und deren Eltern zu sensibilisieren." Sei Appell: „Schauen Sie hin, was Ihre Kinder machen und informieren Sie sich."
Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte wurden im Jahr 2021 2.017 (2.742) Vorgänge an die Staatsanwaltschaften abgegeben. Die Aufklärungsquote liegt bei 71,15% (79,29%).
Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im Jahr 2021 mit 935 (935) Fällen identisch geblieben.

Leserreporter:

Thomas Lipinski aus Winsen

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