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PCR-Tests nur noch vorrangig für medizinisches Personal und Risikopatienten

Sport-Freak und Koch
Das WOCHENBLATT stellt vor: So ist Facebook-Chef Kai Herzberger privat

Im Wintergarten liest Kai Herzberger gerne das WOCHENBLATT   Foto: thl
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Blaulicht

Hinterhältige Attacke in Buxtehude
Brutalo-Gang schlägt jungen Mann zusammen

tk. Buxtehude Eine Brutalo-Gang hat am Montagabend in Buxtehude einen jungen Mann (22) zusammengeschlagen und schwer verletzt.  Er war ging gegen 22 Uhr zu Fuß auf dem Ottensener Weg entlang. Mehrere Unbekannte versperrten ihm den Weg. Es handelt sich vermutlich um fünf bis sechs jüngere Leute. Die Gruppe ließ ihn dann doch weitergehen, doch nach wenigen Metern fielen die Schläger von hinten über ihn her. Der 22-Jährige wurde zu Boden gebracht. Die Täter traten und prügelten auf ihn ein. Dabei...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama

Ministerpräsidentenkonferenz: Keine Lockerungen
PCR-Tests vorrangig für medizinisches Personal und Risikopatienten

(as). Die Winterruhe in Niedersachsen geht in die dritte Runde. Seit Mitte Dezember gilt im gesamten Land die Warnstufe drei, das wird auch in den nächsten Wochen weiter notwendig bleiben. Das teilt die Presse- und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung jetzt mit.  Laut Pressemitteilung sind derzeit weder Lockerungen noch weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geplant. Allerdings haben sich die Länderchefs bei der Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, eine...

Service

2.000 akut Infizierte am 25. Januar
Landkreis Stade meldet einen weiteren Corona-Toten

jd. Stade. Es ist wieder Dienstag – und der Inzidenzwert im Landkreis Stade steigt wieder. Nachdem am Wochenende keine Fälle gemeldet wurden, treibt die Nachmeldung wie immer dienstags die Sieben-Tage-Inzidenz in die Höhe. Aber am heutigen Dienstag, 25. Januar schlagen die Zahlen voll ins Kontor: Die Inzidenz im Landkreis Stade hat erstmals die 700er-Marke überschritten und liegt jetzt bei 725 am gestrigen Montag waren es noch 514. Eine glatte Zahl gibt es bei den aktuell Infizierten: Am...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Sport
Wenke (9) hat das Hobby-Horsing für sich entdeckt
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Beim Todtglüsinger Sportverein
Hobby Horsing - die neue Trendsportart

bim. Tostedt. In vielen Kinderzimmern war früher ein Schaukel- oder Steckenpferd zuhause. Letzteres erlebt jetzt eine Renaissance - als Trendsportart Hobby Horsing. Ganz ohne unwillige Pferde über halsbrecherische Hindernisse zu jagen, gehen bei dieser Sportart die "Reiter" selbst in den Parcours und übernehmen auf dem Pferd am Stock die Bewegungsabläufe in Springreiten oder Dressur. Beim Todtglüsinger Sportverein (TSV, Landkreis Harburg) wird jetzt auf Initiative der neunjährigen Wenke Thies...

Panorama

Tiere aus dem Ausland
Veterinäramt Stade warnt vor Tollwut-Einschleppung

sv/nw. Landkreis Stade. Vor einer Einschleppung der Tollwut warnt das Veterinäramt des Landkreises Stade. Hunde und Katzen, die aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern stammen, können mit dem Tollwutvirus infiziert sein. Käuferinnen und Käufer dieser Tiere können – zunächst unerkannt – das Virus mit nach Deutschland bringen. Die Einschleppungsgefahr ist groß, so Dr. Mareke Claußen vom Veterinäramt: „Es ist zu befürchten, dass nicht geimpfte Hunde und Katzen die Krankheit nach Deutschland...

Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
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Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 24. Januar
Nur noch vier Kommunen mit einer Inzidenz unter 1.000

(lm). Der Landkreis Harburg vermeldet für den heutigen Montag, 24. Januar, 474 neue Corona-Fälle. 3.379 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+315 im Vergleich zum Vortag). Die Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Montag von 1.196,8 auf 1.319,8 gestiegen.  In nur noch vier Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell unter 1.000. Das sind Hanstedt, Hollenstedt, Rosengarten und Salzhausen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 6,5 auf 6,6 gestiegen. In...

Politik
Die Tücken des Internet bremsten die Politiker aus: Offenbar war die Bandbreite zu gering für eine Videokonferenz

Schlechtes Internet: Sitzung abgebrochen
Bandbreiten-Debakel beim Stader Kreistag: Leitung zu lahm für Videoschalte

jd. Stade/Himmelpforten. Was für ein Debakel: Die erste "Hybridsitzung" des Stader Kreistages ging am Montag gründlich daneben. 20 der 65 Kreistagsabgeordneten hatten sich in der Eulsete-Halle in Himmelpforten versammelt. Die übrigen sollten online zugeschaltet werden. Doch die Internetleitung war zu lahm. Das Bild ruckelte, der Ton war nicht zu verstehen. Eine Stunde lang versuchten Techniker fieberhaft, den Draht nach draußen zu den vor ihren Monitoren sitzenden Kreistags-Politiker wieder auf...

thl. Winsen. Er liebt seine Familie (Frau Janine und drei Kinder), kocht leidenschaftlich gerne, ist Sport-Fanatiker und einer von vier Group Direktoren von Facebook Deutschland: Kai Herzberger (44) aus Winsen. Seit Januar 2014 ist er bei dem Internetgiganten Meta, bis zur Umbenennung im Oktober als Facebook bekannt, als Group Director Commerce DACH & EMEA tätig. Außerdem ist er für die Zusammenarbeit mit Venture Capitalists im deutschsprachigen und europäischen Raum zuständig. Übersetzt: Ihm untersteht die Marketing-Abteilung des Unternehmens.
Geboren und aufgewachsen in Flörsheim am Main (Hessen), absolvierte Kai Herzberger nach der Schule zunächst eine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann und anschließend ein Studium in Betriebswirtschaftslehre (BWL). Ein zweites Studium absolvierte er von 2004 bis 2006 an der Kellogg School of Management in den USA. Seine Arbeit führte ihn in der Welt herum. Herzberger arbeitete dabei u.a. für AOL, für die Telekom und für Google, bevor er 2014 zu Facebook kam. "Wir wohnten seinerzeit in Frankfurt und ich bin viel gependelt", erzählt Herzberger.
Doch 2017 war damit Schluss. Auch wenn seine Tage heute meist um 5.30 Uhr beginnen und selten vor 23 Uhr enden. Aber immerhin fällt das Pendeln heute (fast) weg. "Unsere Zwillinge waren geboren und wir wollten nach Hamburg ziehen, da ich da mein Hauptbüro habe. Weil wir da aber nichts gefunden haben, landeten wir am Ende durch verwandtschaftliche Beziehungen in Winsen", blickt Kai Herzberger zurück. Für ihn und seine Frau Janine war das eine glückliche Fügung, denn sind beide auf dem Land groß geworden und lieben die dörfliche Gemeinschaft.
Kaum in Winsen angekommen, begannen Herzberger und seine Frau sich zu engagieren. "Wir sind eine sportliche Familie, von daher lag es nahe, in den TSV Winsen einzutreten", sagt der Manager. Überhaupt sei ihm der Sport immer schon wichtig gewesen. "Ich habe im Bereich Frankfurt bei Viktoria Sindlingen als Fußballprofi in der dritten Liga gekickt." Doch im Alter von 20 Jahren zwang ihn eine Verletzung, die Profikarriere an den Nagel zu hängen. Still herumsitzen war nie sein Ding und ist es auch bis heute nicht. "Ich denke, das liegt daran, dass ich als Sechs-Monats-Kind auf die Welt kam und nur drei Pfund wog. Meine Überlebenschancen waren damals sehr gering", so Herzberger. Doch der kleine Kai kämpfte sich durch. Und auch im Sport erwies er sich als echter Kämpfer. "Als ich 30 wurde, bin ich meines ersten Marathon gelaufen und habe kurz danach meinen ersten Triathlon absolviert", erzählt er stolz. Der Marathon fand in New York statt. Da ein Kind aus seinem Bekanntenkreis an Mukoviszidose litt und dringend eine Behandlung benötigte, für die aber das Geld fehlte, sammelte Herzberger mit einigen Helfern beim Marathon Spenden ein. "23.000 Dollar kamen damals zusammen."
Auch heute engagiert er sich vielfältig. Im TSV Winsen sitzt Kai Herzberger mit im Vorstand und trainiert dort auch zwei Jugendfußballmannschaften. Zu Beginn der Corona-Pandemie hat er zusammen mit seiner Frau Janine die Facebook-Hilfsgruppe "Corona-Care Winsen" ins Leben gerufen, über die Bedürftige versorgt wurden, die das Haus nicht verlassen konnten. Und auch die Initiative "Saubere Luft in Schulen und Kitas" fußt auf dem Engagement der Herzbergers. "Wir hatten einen sechsstelligen Euro-Betrag gesammelt, um mobile Luftfilter in den Einrichtungen zu finanzieren." Allerdings scheiterte das Projekt am Widerstand von Stadt und Landkreis, sodass Herzberger das gesammelte schließlich an die Sponsoren zurückzahlte.
Auf Facebook und die immer wiederkehrende Kritik an der Plattform angesprochen, u.a. weil sie Hasskommentare nicht löscht, erklärt Herzberger: „Wir setzen modernste Technologien ein, um proaktiv unzulässige Inhalte schnell zu finden und zu entfernen. Wir beschäftigen weltweit mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Sicherheit unserer Plattformen und arbeiten bei der Bekämpfung von Hasskriminalität auch eng mit den deutschen Strafverfolgungsbehörden zusammen. Es ist uns bewusst, dass es noch viel zu tun gibt, wir machen jedoch stetig Fortschritte." Ein regelmäßig veröffentlichter Transparenzberichte zeige, dass mehr und mehr Hassrede entfernt und ihre Verbreitung auf Facebook und Instagram verringert wird. Die Verbreitung von Hassrede - die Menge der Inhalte, die die Menschen tatsächlich sehen - liegt auf Facebook derzeit bei 0,05 Prozent der angesehenen Inhalte und ist in den vergangenen drei Quartalen um fast 50 Prozent gesunken.
Bei Facebook gilt Herzberger eher als Kumpel-Typ statt als knallharter Manager. "Das kann ich zwar auch sein, davon halte ich aber nicht viel. Ich begegne den Leuten lieber auf Augenhöhe", sagt Kai Herzberger und lächelt freundlich.

WOCHENBLATT-Leser werden Leserreporter
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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