Winsen an der Luhe
Heimat- und Museumverein Winsen hat große Pläne

Giesela Wiese (li.) heißt Dorothea Lepper als neue Sprecherin des Heimat- und Museumvereins willkommen   Foto: thl
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Umbauten, Veranstaltungskalender, Ideen und eine neue Pressesprecherin zeigen Aufbruchstimmung

thl. Winsen. Der Heimat- und Museumverein Winsen (HuM) hat Verstärkung bekommen. Dorothea Lepper ist ab sofort für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die 41-Jährige ist verheiratet, Mutter von drei Kindern (5, 11 und 13 Jahre alt) und wohnt in Hamburg. Sie hat ein Museumsausbildungsfach – Volkskunde – mit der Ergänzung Museumsmanagement studiert und hat mit ihrer Magisterarbeit über den Kartoffelsortierhersteller Lembke in Evendorf bereits Bezüge zu dieser Region hergestellt. Vor ihrer Arbeit in Winsen hat sie am Kiekeberg das Agrarium mit organisiert. Den Vorsitzenden des HuM, Prof. Dr. Rolf Wiese, kennt Lepper schon seit 20 Jahren, sie war damals seine Studentin.
Das Corona-Jahr 2020 mit den vielen angeordneten Schließungszeiten bot auch Zeit für vieles Neues. So konnte das seit zwei Jahren vorbereitete Projekt zur Geschichte der Elbmarsch unter Einbeziehung des Aspektes der Digitalisierung angeschoben werden (das WOCHENBLATT berichtete). "Es war uns ein großes Anliegen, den vielen wunderbaren Stickereien der Winsener Marsch, den Intarsienarbeiten und dem Werk des Künstlers Hugo Friedrich Hartmann aus Bardowick einen größeren Raum in der Dauerausstellung zu widmen. Aufgrund der begrenzten Fläche im Museum und der Lichtempfindlichkeit vieler Objekte haben wir die Inhalte teilweise digital umgesetzt", so Museumsleiterin Ilona Johannsen. "Dabei halfen uns das Land Niedersachsen, der Lüneburgische Landschaftsverband und die Sparkassenstiftung."
Seit fast einem Jahr hat der HuM einen neuen Vorstand, der mit viel Engagement die Museumsarbeit vorantreibt. Ob es die neu angeschobene Mitgliederwerbung oder die neue Babymitgliedschaft ist. Ziel für das Museum im Marstall ist, ein attraktiver Besuchsort für junge Familien zu werden. Aber nicht nur das. Überhaupt soll das Museum bekannter gemacht werden. So gibt es z.B. in Winsen selbst kaum Hinweisschilder auf die Einrichtung.
"Wir wollen gut auf die Wiedereröffnung vorbereitet sein", so Giesela Wiese. Die Geschäftsführerin hat mit dem Team des Museums ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für 2021 vorgelegt. Daneben hat der neue Vorstand einen neuen Außenauftritt erarbeitet, bei dem die Welle von Elbe und Luhe den neuen Schwung verdeutlicht. Aus diesem Grund strebt man auch eine enge Zusammenarbeit mit der im Gebäude ansässigen Tourist-Info an. "Wer sich ein Fahrrad ausleiht, soll z.B. gleich eine Freikarte für das Museum erhalten, ist eine unserer Ideen", so Wiese. Und man möchte den Schlossplatz öfters als Eventfläche nutzen.
Vielleicht sind im kommenden Sommer auch wieder Marionetten-Aufführungen im Marstall möglich. Klaus Benndorf, Vorgänger von Rolf Wiese, arbeitet zurzeit an der Konstruktion einer neuen Puppenspiel-Bühne, die variabel für Kasperle- und Marionettenstücke genutzt werden kann.
Auch im Bereich Forschung und Wissenschaft hat sich einiges getan. So wurde der "Rat der sieben Weisen" gegründet, bei dem sieben Spezialisten zu unterschiedlichsten Bereichen an das Museum im Marstall gebunden wurden. Es gibt viel zu erforschen. Winsen und Umgebung sind ein geschichtsträchtiges Pflaster.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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