Interview mit Jan Eggers
Kreisschülerratsvorsitzender: "Im Distanzunterricht sind Lernfortschritte langsamer"

Jan Eggers, Vorsitzender des Kreisschülerrats im Landkreis Harburg
  • Jan Eggers, Vorsitzender des Kreisschülerrats im Landkreis Harburg
  • Foto: thl
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc
Panorama
3 Bilder

Corona-Zahlen am 20. Januar
Inzidenzwert im Landkreis Harburg steigt erstmals über 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg hat am heutigen Donnerstag, 20. Januar, das erste Mal den Wert von 1.000 überschritten und liegt nun bei 1.009,7 (976,9 am Vortag). 520 neue Corona-Fälle haben die Behörden heute übermittelt. 2.585 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+84 im Vergleich zum Vortag). Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,6 auf 5,9 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung ist dagegen von 5,4 auf 4,9 Prozent gesunken. Seit dem Ausbruch der...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
Video 8 Bilder

Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Service

Inzidenz steigt auf 530
Infos über die Corona-Lage an den Schulen und Kitas im Kreis Stade: Fehlanzeige!

jd. Stade. Die Corona-Lage im Landkreis Stade verschärft sich weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag, 20. Januar, auf 530,3 gestiegen. In ähnlicher Höhe bewegen sich auch die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser. Ausreißer ist nach wie vor der Landkreis Harburg mit einer fast doppelt so hohen Inzidenz. Das dynamische Infektionsgeschehen hat zur Folge, dass das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung zunehmend überfordert sind. Im Landkreis...

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
2 Bilder

Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Dr. Bernd Althusmann

Forderung von Minister Dr. Bernd Althusmann
A1-Anschlussstelle Rade umbauen

bim/nw. Rade. Bauliche Veränderungen an der A1-Anschlussstelle Rade fordert Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (55, CDU). „Die Verknüpfung der B3 mit der A1 an der Autobahnanschlussstelle Rade ist seit Längerem nicht mehr ausreichend leistungsfähig. In Spitzenstunden führt dies für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Hamburg zu längeren Rückstaus, die sich teilweise bis auf den Verzögerungsstreifen der A1 ausweiten. Im Sinne einer funktionsfähigen Infrastruktur sowie der...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

ts. Winsen. Der Landesschülerrat hat wegen der Corona-Epidemie eine Absage der Abitur- und Abschlussprüfungen gefordert. WOCHENBLATT-Redakteur Thomas Sulzyc sprach mit dem Vorsitzenden des Kreisschülerrats im Landkreis Harburg, Jan Eggers, über die schwierige Lage von Schülern im Lockdown.
WOCHENBLATT: Ergeben Abschlussprüfungen bei den Einschränkungen im Unterricht noch Sinn? Sollte das Kultusministerium nicht besser umdenken und Noten anhand bisheriger Leistungen vergeben?
Jan Eggers: Abschlussprüfungen sind sinnvoll, solange die Prüfung fair gegenüber den Prüflingen sind. Mir wurde schon mal berichtet, dass vor Abschlussprüfungen Lehrer und Lehrerinnen ein Thema den Schülern und Schülerinnen im Schnellverfahren beigebracht haben, um dieses Thema in der Prüfung zu erfragen. Alle Prüflinge sollten vor der Prüfung genug Zeit bekommen, um alle Themen zu lernen. Dieses gelingt am besten in der Schule. Leider sind vereinzelt Abschlussklassen immer noch im Szenario C (Distanzunterricht), hier können sich die Schüler und Schülerinnen nicht richtig und ruhig auf die Prüfung vorbereiten. Ich lehne es ab, Abschlussprüfungen zu streichen, stattdessen sollte das Kultusministerium die Prüfungen verschieben, um mehr Zeit zur Verfügung zu stellen zur Vorbereitung auf die Prüfungen.
WOCHENBLATT: Versuchen Sie und andere Schülervertreter in Sachen Abschlussprüfungen noch Einfluss auf das Kultusministerium zu nehmen? Wie beurteilen Sie die Chancen?
Jan Eggers: Mein Team und ich sind im regen Austausch mit dem Landesschülerrat Niedersachen, da die Landesschülervertretung aktuell Einfluss genommen hat zum Thema Abschlussprüfung mit den Konzept „Bildung statt Prüfung“. Zum Konzept wurde ich dazu befragt sowie auch andere Kreis- und Stadtschülerräte aus Niedersachsen. Wenn wir eine Chance hätten, Einfluss zu nehmen auf bildungspolitische Themen, geht es meist zusammen mit anderen Kreis- und Stadtschülerräten, denn gemeinsam schafft man mehr.
WOCHENBLATT: Lernen Schüler im Distanzunterricht etwas oder werden sie nur beschäftigt?
Jan Eggers: Schüler und Schülerinnen lernen im Distanzunterricht. Der Unterschied zwischen Distanzunterricht und Präsenzunterricht ist leider, dass die Lernfortschritte langsamer sind im Distanzunterricht. Ebenso können nicht alle Lerninhalte geprüft sowie abgearbeitet werden, wie zum Beispiel Mathematik oder das Sprechen. In vereinzelten Fällen geben die Lehrkräfte nur Wiederholungen auf.
WOCHENBLATT: Kontaktbeschränkungen belasten insbesondere junge lebenshungrige Leute. Wie ist die Stimmung unter den Schülern? Was hören Sie?
Jan Eggers: Aktuell beschäftigen sich viele mit der Zukunft sowie mit der Abschlussprüfung. Viele sind besorgt, ob es zu Nachteilen kommen wird beim Einstieg in der Berufswelt. Ebenso wird mir berichtet, dass viele gerne wieder in die Schule wollen, nicht nur um Freunde zu treffen. Insbesondere würden sich alle freuen, wenn sie die Arbeitsblätter sowie die Informationen ohne Server- oder technische Probleme zuverlässig erreichen. Trotz der aktuellen Beschränkungen sind viele Schüler motiviert sowie zuversichtlich.
WOCHENBLATT: Wie sieht Ihre persönliche Lebensplanung in diesem Jahr aus? Machen die Corona-Beschränkungen einen Strich durch die Rechnung?
Jan Eggers: Für das Jahr 2021 habe ich persönlich nichts langfristig geplant. Trotz der Beschränkungen kann ich vieles machen, da viele Aktivitäten auch online gut funktionieren. Während der Beschränkungen nutze ich die Zeit, um Projekte auszuarbeiten oder auch manche durchzuführen.

Zur Person:
Jan Eggers ist Vorsitzender des Kreisschülerrats im Landkreis Harburg. Er ist 21 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Einzelhändler im Bereich Lebensmittel. Er lebt in Winsen und besucht dort die Berufsbildenden Schulen. Jan Eggers engagiert sich zudem als Regionalkoordinator des Landesschülerrats Niedersachsen für den Bezirk Lüneburg und im Landesschülerrat. Zudem gehört er dem Ausschuss für Schulen und Sport des Kreistags im Landkreis Harburg an.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen