Theater im Gesundheitsamt
Zahnfee begeistert Kinder in Winsen für richtige Zahnpflege
- „Zahnfee“ Tülay Alkan zeigt , wie richtiges Zähneputzen geht
- Foto: Landkreis Harburg
- hochgeladen von Julia Paepcke
Spielerisch und praxisnah hat der Jugendzahnärztliche Dienst des Landkreises Harburg 15 Mädchen und Jungen der DRK-Kindertagesstätte am Krankenhaus in Winsen für Zahngesundheit sensibilisiert. Beim Besuch im Gesundheitsamt in Winsen lernten die Kinder, wie richtige Zahnpflege funktioniert, warum zahngesunde Ernährung wichtig ist und weshalb auch Milchzähne sorgfältig gepflegt werden müssen.
Unter dem Motto „Fege aus, fege aus, alle Krümel müssen raus“ zeigte Prophylaxefachkraft Tülay Alkan als Zahnfee gemeinsam mit dem Maskottchen Kroko anschaulich die richtige Putztechnik. „Die Bürste von innen nach außen ziehen“, lautete einer der Tipps. Die Kinder putzten begeistert mit und gewannen zugleich Sicherheit vor dem Zahnarztbesuch. Jugendzahnärztin Dr. Ingrid Schenk und ihr Team vermittelten Basiswissen rund um Mundhygiene und erklärten, dass gesunde Zähne auch für die allgemeine Gesundheit bedeutsam sind.
Ein gemeinsames Frühstück verdeutlichte zudem, was zu einer zahngesunden Ernährung gehört. „Dadurch sollen die Kinder lernen, was alles zu einem ausgewogenen gesunden Frühstück gehört“, erklärte Jugendzahnärztin Dr. Birgitta Abraham. Vollkornbrot, Apfel und Möhren statt stark zuckerhaltiger Lebensmittel stärken nicht nur die Zähne, sondern fördern auch Kaumuskulatur und Sprachentwicklung. Im abschließenden Theaterstück widersprachen die Kinder prompt, als Kroko behauptete: „Zucker schmeckt gut“ – „Das ist ungesund, das macht die Zähne kaputt“, rief ein Mädchen.
Neben der Ernährung bleibt die tägliche Zahnpflege entscheidend. „Damit die Zähne der Kinder gesund bleiben, ist das Zähneputzen ab dem ersten Zahn unverzichtbar“, betonte die Jugendzahnärztin. Eltern sollten mindestens bis zum Ende der zweiten Klasse nachputzen, da die motorischen Fähigkeiten zuvor meist noch nicht ausgereift sind. Auch Milchzähne spielen eine wichtige Rolle: Sie sind Platzhalter für die bleibenden Zähne, und unbehandelte Karies kann sich im Mundraum ausbreiten.
Wie erfolgreich die Präventionsarbeit ist, zeigen die Zahlen: Im vergangenen Schuljahr betreuten fünf Prophylaxefachkräfte 7.432 Kinder in den Kindertagesstätten und 1.691 Kinder in den Krippen. Zwei Zahnärztinnen des Landkreises sowie 14 niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte untersuchten 5.533 Kinder in den Kindertagesstätten und 501 in den Krippen. 98 Prozent der Krippenkinder und 84 Prozent der Kindergartenkinder im Landkreis waren kariesfrei. Dennoch gebe es weiterhin Fälle fortgeschrittener Karies – ein Grund mehr, frühzeitig für konsequente Zahnpflege zu sensibilisieren.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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