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Erste Job-Messe in Winsen übertrifft Erwartungen
Mehr als 1.500 Besucher in der Stadthalle

Ines Bader (v. li.), Luna Schlüschen und Markus Trettin vom Orga-Team hatten allen Grund zum Strahlen: Die erste Jobmesse in Winsen war ein voller Erfolg | Foto: Anika Werner
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  • Ines Bader (v. li.), Luna Schlüschen und Markus Trettin vom Orga-Team hatten allen Grund zum Strahlen: Die erste Jobmesse in Winsen war ein voller Erfolg
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Mit einem Besucherandrang, der selbst die optimistischsten Erwartungen übertraf, hat die erste Job-Messe in Winsen ein starkes Zeichen für den regionalen Arbeitsmarkt gesetzt. Rund 1.500 Menschen nutzten die Gelegenheit, sich in der Stadthalle über berufliche Perspektiven in der Region zu informieren und direkt mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

Schon bevor sich um 10 Uhr die Türen öffneten, warteten etwa 50 Interessierte gespannt auf den Einlass – ein Vorgeschmack auf den Andrang, der folgen sollte. Auch bei den Organisatoren war die Freude groß: „Es läuft super“, sagte Wirtschaftsförderer Markus Trettin sichtlich bewegt. Erste Bewerbungsgespräche fanden bereits vor Ort statt – für ihn ein Beleg, dass nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Kontakte stimmt.

Gemeinsam mit Ines Bader von der städtischen Wirtschaftsförderung, dem Jobcenter Landkreis Harburg, der Bundesagentur für Arbeit und der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft hatte Trettin die Veranstaltung ins Leben gerufen – bewusst als Messe für Berufserfahrene, Wiedereinsteiger und Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten. „Es hätte so oder so kommen können“, sagt Bader rückblickend, „aber mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet.“

Auch die Kooperationspartner zeigten sich begeistert. Katja Paulsen von der Agentur für Arbeit sprach von einer „deutlich höheren Besucherzahl als erwartet“ und hoffte auf nachhaltige Erfolge: „Vielleicht entstehen daraus viele gute neue Beschäftigungsverhältnisse.“ Frank Weiher vom Jobcenter ergänzte: „Ich habe mitbekommen, dass bei einigen Arbeitgebern sehr gute Gespräche stattfanden – teils mit konkreten Einstellungsaussichten.“

Ein besonderes Lob erhielt das Konzept, gezielt Angebote für Pendler und Berufsrückkehrer zu schaffen. „Winsen hat einen guten Arbeitsmarkt – wer täglich nach Hamburg fährt, verliert viel Zeit. Diese Messe zeigt, dass man auch vor Ort beruflich ankommen kann“, so Weiher.

Die Vielfalt unter den Besuchern war ebenso bemerkenswert wie die Bandbreite der Angebote: „Ein ganz bunter Mix – von Asylbewerbern, die arbeiten möchten, über Minijob-Suchende und Umsteiger bis hin zu Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen“, berichtete Wiebke Rehr, Geschäftsführerin des Jobcenters. Katja Eggers von der Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Der Strom an interessierten Besucherinnen und Besuchern war durchgehend – genau die richtige Zielgruppe war da.“

Neben Gesprächen, Beratung und Bewerbungsmöglichkeiten bot die Messe auch praxisnahe Einblicke: Draußen vor der Halle lud Metallbaumeister Jan Jürgens Besucher dazu ein, selbst einmal den Schweißbrenner in die Hand zu nehmen. „Vor allem viele Menschen mit Migrationshintergrund waren interessiert. Die Schweißer-Prüfung ist international – mit der richtigen Einstellung ist alles möglich“, so Jürgens, der auch die sprachlichen Hürden bei der Ausbildung offen ansprach, sich aber offen für individuelle Lösungen zeigte.

Die Aussteller spiegelten die wirtschaftliche Vielfalt der Region wider. Vertreten waren Betriebe aus Industrie, Handwerk, Pflege, Logistik und dem kaufmännischen Bereich – ein Querschnitt durch den regionalen Arbeitsmarkt. Die Botschaft: In Winsen gibt es berufliche Chancen für alle – vom erfahrenen Facharbeiter über den Wiedereinsteiger bis zur künftigen Auszubildenden.

Dass die Kooperationspartner rund 3.000 Einladungen verschickten, trug sicher zur starken Resonanz bei. Doch letztlich überzeugte vor allem das Konzept – praxisnah, persönlich und auf Augenhöhe. Die Veranstalter ziehen ein klares Fazit: Die Job-Messe war ein voller Erfolg. Und eine Fortsetzung ist durchaus denkbar.

Redakteur:

Anika Werner aus Winsen

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