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Effektive Prävention nötig: Kreisveterinärin referiert vor Jägern über Afrikanische Schweinepest

Begrüßung der Referentin (v. li.): Kreisjägermeister Norbert Leben, Kreisveterinärin Dr. Astrid Krüger und Jägerschafts-Vorsitzender Horst Günter Jagau (Foto: Heribert Strauch)
ce. Nenndorf. "Die Afrikanische Schweinepest (ASP) - noch weit entfernt oder schon ganz nah?" war das brisante Thema, das bei der jüngsten Herbstveranstaltung der Jägerschaft Landkreis Harburg (JLH) in Böttchers Gasthaus in Nenndorf im Mittelpunkt stand. JLH-Vorsitzender Horst Günter Jagau und Kreisjägermeister Norbert Leben hatten als Referentin Kreisveterinärin Dr. Astrid Krüger gewonnen, die vor knapp 280 Jägerschafts-Mitgliedern und Gästen ihren Vortrag hielt.
Die ASP ist eine Viruserkrankung von Haus- und Wildschweinen, die zu den gefürchtetsten Tierseuchen zählt. Übertragen wird die Schweinepest unter anderem über Blut, Harn, Kot, Urin und Speichel sowie durch Speisereste. Auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar, dennoch darf das Fleisch infizierter Tiere nicht verkauft werden. In Deutschland ist die ASP bislang nicht aufgetreten.
"Bei der ASP-Bekämpfung ist eine gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden, dem Veterinäramt, den Kommunen und der Jägerschaft sehr wichtig", betonte Astrid Krüger. "Im Landkreis Harburg klappt das sehr gut." Im Rahmen der Präventionsmaßnahmen in der Region seien in 2017 insgesamt 157 Blutproben von Tieren genommen worden und in diesem Jahr bislang 56. Zudem würden regelmäßig Fallwilduntersuchungen vorgenommen. Krüger berichtete zudem von einer kürzlich gebildeten Expertengruppe mit Vertretern aus Jägerschaft, Landwirtschaft, Feuerwehr, Behörden und dem Veterinäramt. Gemeinsam nahm man an einer landesweiten ASP-Tierseuchenübung teil. "Das soll auch weiterhin praktiziert werden", kündigte die Tierärztin an.