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Die Lehrerversorgung sicherstellen: Kultusminister Tonne referiert vor Kreis-CDU

Bei der Begrüßung (v. li.): Kultusausschuss-Vorsitzender André Bock, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Christiane Oertzen, Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises Schule Foto: CDU Harburg-Land
Kultusminister bei CDU-Diskussionsabend

ce. Nenndorf. "Aktuelles aus der Bildungspolitik" lautete das Thema eines Diskussionsabends, zu dem jetzt der Arbeitskreis Schule der CDU des Landkreises Harburg in Böttchers Gasthaus in Nenndorf eingeladen hatte. Mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und dem Vorsitzenden des Kultusausschusses des Landes Niedersachsen, Christdemokrat André Bock aus Winsen, begrüßte Arbeitskreisvorsitzende Christiane Oertzen gleich zwei prominente Akteure der Schulpolitik. Knapp 100 Schulinteressierte, Elternvertreter, Lehrer und Schulleiter waren der Einladung gefolgt.
Zur Sicherstellung der Lehrerversorgung versprach Grant Hendrik Tonne, jeden Lehramtsanwärter nach Beendigung des Studiums einzustellen, und unterstrich die Wertschätzung für die Arbeit der Lehrer. Dazu werde es in Kürze erstmalig ein Werbekonzept des Landes geben. Tonne machte aber auch deutlich: "Die Verantwortung für das Kind liegt in erster Linie bei den Eltern, nicht bei den Lehrern."
Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete der Minister in einer Diskussionsrunde zahlreiche Fragen der anwesenden Zuhörer. Dabei standen Themen wie Lehrerabordnungen und -besoldung, Schulbegleitungen etwa für verhaltensauffällige oder lernschwache Kinder und Schulsozialarbeit im Vordergrund.
Grant Hendrik Tonne betonte, die Temporeduzierung bei der Inklusion sei gut und richtig, räumte aber auch Probleme bei der Umsetzung ein. Pädagogische Begleitungen wolle er zukünftig den Schulen zuordnen - nicht einem einzelnen Schüler - und dazu die Schulsozialarbeit weiter ausbauen. "Ich stelle mir multiprofessionelle Teams an Schulen vor", erklärte der Politiker. "Aber leider ist nicht alles von heute auf morgen umsetzbar, sondern ein langwieriger Prozess."
André Bock bedankte sich schließlich bei den Anwesenden für die spannende Diskussion. "Das große Interesse an dieser Veranstaltung und die vielen unterschiedlichen Fragen zeigen, wie sehr gerade in der Schulpolitik manches unter den Nägeln brennt", so Bock.