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Überschuss geschrumpft

Kämmerin Dagmar Ninnemann (Foto: thl)

Gemeinde Stelle muss zur Deckung der Investitionen Kredite aufnehmen

thl. Stelle. Am kommenden Mittwoch, 5. Dezember, will der Gemeinderat im Rahmen seiner Sitzung im Schützenhaus am Penellweg (Beginn: 19 Uhr) den Haushalt 2019 verabschieden. Hatte das Zahlenwerk zu Beginn der Beratungen in den Fachausschüssen noch einen Überschuss von rund 294.000 Euro aufgwiesen, ist dieser mittlerweile auf 134.000 Euro geschrumpft. Und der Finanzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung noch weiteren Änderungen zugestimmt. Deswegen muss Kämmerin Dagmar Ninnemann den Plan noch einmal überarbeiten.
So sollen unter anderem 20.000 Euro an Planungskosten eingestellt werden. Damit will sich die Gemeinde an der Lösung des Verkehrsproblems an der Autobahnanschlussstelle Maschen beteiligen. Im Hinblick auf die geplante Ansiedlung des Aldi-Zentrallagers im Gewerbegebiet Fachenfelde-Süd hatte Bürgermeister Robert Isernhagen die Initiative, die auf einhellige Zustimmung stieß, angeschoben. "Damit können wir den Aldi-Gegnern zur Kenntnis geben, dass wir uns um eine Verbesserung der Gesamtverkehrslage bemühen", begründete CDU-Fraktionschef Wolfgang Spaude die Zustimmung der Christdemokraten.
Der Haushalt 2019 umfasst im Ergebnishaushalt ein Gesamtvolumen von rund 17 Millionen Euro. Die größten Einnahmequellen sind die Einkommen und die Gewerbesteuer mit rund 6,9 bzw. 4,6 Millionen Euro. Die Grundsteuer B spült etwa zwei Millionen Euro ins Gemeindesäckel, weitere 800.000 Euro kommen aus Schlüsselzuweisungen.
Größte Ausgabe ist die Kreisumlage mit 5,6 Millionen Euro.
An Investitionen plant die Gemeinde u.a. den Bau des Feuerwehrhauses in Fliegenberg (Kosten: rund 1,4 Millionen Euro der insgesamt 2,6 Millionen Euro), die Erschließung des Baugebietes Grasweg-West (2,5 Millionen Euro) und die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Wehr Fliegenberg-Rosenweide (320.000 Euro). Ebenfalls angepackt werden soll der Bau einer Linksabbiegerspur von der K86 in das Neubaugebiet Oldendörpsfeld-West (400.000 Euro) sowie die Erweiterung des Pendler-Parkplatzes am Steller Bahnhof (420.000 Euro). Für diese Baukosten bekommt die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von rund 330.000 Euro. Trotzdem kann die Gemeinde die Investitionen nur durch eine Kreditaufnahme von rund vier Millionen Euro stemmen. Damit würde die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde bei 210,90 Euro liegen. Der durchschnittliche Schuldenstand der Gemeinden und Städte des Landkreises Harburg beträgt 350 Euro pro Einwohner. Bezogen auf das Land Niedersachsen liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei den kreisangehörigen Gemeinden und Städten vergleichbarer Größenordnung bei 918 Euro.