Fliegerbombe gefunden
+++ Update +++ Fliegerbombe ist entschärft, Sperrungen aufgehoben

Unter der blauen Folie verbirgt sich die amerikanische Fliegerbombe
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thl/mum/os. Buchholz. Die Buchholzer atmen auf: Um 23.52 Uhr kam die erlösende Meldung, dass die Fliegerbombe entschärft und die Sperrung aufgehoben sei. Rund 3.000 Menschen konnten zurück in ihre Häuser und Wohungen.
Eine knappe halbe Stunde hatten die Beamten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes benötigt, um den Blindgänger unschädlich zu machen.
Auf einer Baustelle in der Lohbergenstraße  (nahe der Wiesenschule) in Buchholz wurde gegen 16 Uhr eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt - nach ersten Vermutungen handelt es sich um eine 50-Kilo-Bombe. Es ist der erste Fund einer Bombe seit den 1970-er Jahren in Buchholz.
Der Fund hatte weitreichende Folgen: "Wir müssen alle Anwohner in einem Umkreis von etwa 500 Metern um den Fundort evakuieren", sagte Oliver Weiß, Sprecher der Feuerwehr Buchholz. Die Bahnstrecke von Hamburg nach Bremen soll nicht betroffen sein, auch wenn sie sich nicht weit von der Fundstelle befindet. Nach Angaben der Stadt Buchholz sollte die Evakuierung laut Prognose gegen 23.30 Uhr abgeschlossen sein. Wenn dieser Zeitpunkt eingehalten werden könne, beginne gegen 0 Uhr die Entschärfung. Wenn alles planmäßig verlaufe, könnten die Bürger bis 2 Uhr in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren, hieß es zunächst. Doch Evakuierung und Entschärfung klappten reibungslos, sodass der Einsatz deutlich früher beendet war.
Die Seniorenheime an der Lohbergenstraße und an der Soltauer Straße mussten nicht evakuiert werden. An der Soltauer Straße wurden die Bewohner an der straßenzugewandten Seite untergebracht.
"Betroffene Bürger konnten sich während der Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen in der Schützenhalle oder in der Nordheidehalle aufhalten", sagte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, der zum Einsatzort geeilt war. Mitarbeiter der Stadt Buchholz hatten dort Getränke und Snacks bereitgestellt. 
Der Fund der Bombe kam für Sebastian Kröger und Klaus Stora nicht überraschend. Sie hatten das Grundstück von Horst Rümpel vor einiger Zeit erworben und wollen dort mehrere Wohnungen bauen. "Aufgrund von historischen Luftbildern wussten wir, dass es dort einen Bombenkrater gegeben hat", so Kröger. "Daher mussten wir in Betracht ziehen, dass dort auch ein Blindgänger liegt." Ein Mitarbeiter eines privaten Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatte die Erdarbeiten deshalb seit Montag begleitet. Am Freitag - kurz vor dem Abschluss der Arbeiten - legte die Baggerschaufel schließlich in etwa zwei Meter Tiefe die Bombe frei. Vermutlich wurde sie kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 abgeworfen. "Gegenüber unseres Hauses hatte die Phoenix aus Harburg ein Reifenlager betrieben", erinnert sich Rümpel. Dies sei das eigentliche Ziel gewesen. Eine Bombe zerstörte das Haus auf dem Grundstück. Offensichtlich wurde später ein Mehrfamilienhaus in unmittelbarer Nähe des Blindgängers errichtet. Kröger schließt weitere Blindgänger in der Umgebung nicht aus. 

"Wir hatten uns auf einen ruhigen Abend eingestellt", sagte Malin van der Mescht (40), die in unmittelbarer Nähe zum Fundort der Bombe mit Madeleine (13), Maxim (10), Matteo (9) sowie Lara (9) und Oliver Wegener (39) lebt. Stattdessen führte ihr Weg in die Nordheidehalle, wo sie als Erste eintrafen. Das Kriseninterventionsteam der Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz kümmerten sich um die Bürger. Sie stellten Tische und Stühle dort auf, wo normalerweise u.a. die Zweitliga-Handballerinnen der "Luchse" ihre Heimspiele austragen. Zudem stellten die Johanniter 16 Feldbetten für Bürger auf, die Ruhe benötigen. Auch eine Wickelstation und eine Stillzone war vorhanden. 
Der Edeka-Markt Schreiber aus Sprötze belieferte die Nordheidehalle und die Schützenhalle u.a. mit Mineralwasser, Müsliriegeln und frischem Obst. 
Den Einsatz an der Nordheidehalle koordinierten Ingo zum Felde (Johanniter) und Anna Böttcher (DRK), als leitender Notarzt stand Dr. Christopher Jebens bereit.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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