Große Drohnenübung am Brunsberg
Einsatzkräfte suchen sieben vermisste Kinder
- Die speziellen Feuerwehrdrohnen (oder BOS-Drohnen) werden von spezialisierten Zwischenhändlern auf die speziellen Anforderungen zugeschnitten
- Foto: Feuerwehr Buchholz
- hochgeladen von Julia Paepcke
Sieben Kinder flüchten nach einem Busunfall unter Schock in den Wald und bleiben verschwunden. Dieses Szenario bildete am Samstag, 17. Oktober, die Grundlage einer groß angelegten Suchübung am Brunsberg. Gemeinsam mit der Polizei und den Feuerwehren aus Ramelsloh, Hanstedt und Jesteburg trainierte die Feuerwehr Buchholz die Suche nach vermissten Personen in einem Waldgebiet. Dabei kamen insgesamt fünf Drohnen zum Einsatz.
Unter den Augen des Buchholzer Ortsbrandmeisters Thomas Müller und des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Ron Ludwig erprobten die Einsatzkräfte das Zusammenspiel von moderner Drohnentechnik und Suchtrupps am Boden.
Hightech unterstützt die Personensuche
Die eingesetzten Spezialdrohnen verfügen unter anderem über Wärmebildkameras, hochauflösende Kameras, Suchscheinwerfer und Lautsprecher. Mithilfe von GPS-Technik und Livebildern können die Einsatzkräfte große Waldflächen überwachen und die Suche gezielt koordinieren.
Beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Drohnen ist eine genaue Abstimmung erforderlich. „Beim Einsatz von mehreren Drohnen ist eine Luftraumorganisation, ähnlich wie auf einem Flughafen, notwendig“, erklärt Einsatzleiter Nick Müller von der Feuerwehr Buchholz. Dafür wird das Suchgebiet in Sektoren mit festgelegten Flughöhen aufgeteilt, um Kollisionen zu vermeiden.
Versteckte Personen erfolgreich aufgespürt
An den Überwachungsplätzen werteten die Einsatzkräfte die Drohnenbilder live aus. Auch Spaziergänger wurden über die Lautsprecher angesprochen, um auszuschließen, dass es sich um vermisste Personen handelte.
Die meisten der im Wald versteckten Personen konnten mithilfe der Drohnen aufgespürt werden. Lediglich ein Vater-Kind-Duo, dargestellt von einem Feuerwehrmann und seinem Sohn, blieb in einem Holzverschlag zunächst unentdeckt. Hier zeigte sich, wie wichtig das Zusammenspiel von Drohnen und Suchkräften am Boden ist.
Trotz einiger dokumentierter Verbesserungsmöglichkeiten zogen die Beteiligten eine positive Bilanz. Die Übung lieferte wertvolle Erkenntnisse für künftige Einsätze. Denn im Ernstfall können Drohnen die Suche nach Vermissten erheblich erleichtern und dazu beitragen, Menschenleben zu retten.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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