Altes Madness-Haus wird abgerissen: Neues Wohn- und Geschäftsgebäude an der Neuen Straße bis Herbst 2014

Das alte Madness-Haus ist mit einer Sichtplane geschützt. Links die Eiche, deren Erhalt Naturschützer fordern
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  • Das alte Madness-Haus ist mit einer Sichtplane geschützt. Links die Eiche, deren Erhalt Naturschützer fordern
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Der Abriss des "Madness-Hauses" an der Neuen Straße 8 ist seit vergangenem Donnerstag in vollem Gang. Doch was soll anstelle des alten Wohn- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1905 entstehen? Das WOCHENBLATT fragte bei Andreas Bendt, Geschäftsführer des neuen Grundstückseigentümers Feldtmann, nach.
In dem Neubau sind im Erdgeschoss Ladengeschäfte vorgesehen, in den oberen Etagen zwei Arztpraxen sowie seniorengerechte, barrierefreie Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen zwischen 65 und 85 Quadratmeter. "Die Wohnungen sind ideal, weil die Bewohner in unmittelbarer Nähe vom Einkaufen bis zur Kultur alle Angebote haben", sagt Bendt. Ziel sei es, den Neubau im Herbst 2014 einzuweihen.
Einen Bauantrag hat Feldtmann noch nicht gestellt, betont Bendt. "Wir sehen noch Gesprächsbedarf mit der Verwaltung", sagt der ehemalige Stadtdirektor. Dabei geht es um die Erschließung des Grundstücks und den Erhalt der großen Bäume auf und vor dem Areal. Noch offen sei, ob die Erschließung zwingend über die Neue Straße erfolgen müsse oder auch über den Caspers Hoff auf der Rückseite möglich ist. An der Neuen Straße gebe es schon genügend Ausfahrten, sagt Bendt.
Stichwort Bäume: Das Architekturbüro Weidling & Weidling hat einen Alternativplan gezeichnet, der der großen Eiche an der Neuen Straße bessere Entwicklungschancen gibt. "Wir würden mit dem Gebäude zwei Meter nach hinten springen", sagt Bendt. Allerdings müsse man den Neubau am hinteren Ende um eben diese zwei Meter verlängern. Das Haus stünde dann außerhalb des festgelegten Baufensters. "Wir müssen eine bestimmte Baumasse umsetzen, damit sich das Projekt rechnet", erklärt Bendt. Er hoffe auf die "Flexibilität" des Bauamtes.
Es sei erklärtes Ziel, die Eiche zu retten, betont Bendt. "Uns liegt Baumschutz am Herzen. Das haben wir mehrfach bewiesen", sagt er. Wenig Chancen sieht der Investor dagegen bei der benachbarten riesigen Kastanie. Diese stehe mitten im Baufenster und sei nicht zu retten. Bendt kündigt an, die Firma Feldtmann werde das Grundstück nach Fertigstellung des Neubaus "vernünftig begrünen".

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