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Buchholz
Zehn Jahre Sommer-Open-Air der Empore

 Torsten Sträter brachte das Publikum zum Lachen | Foto: Foto Kettwig / Buchholz
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  • Torsten Sträter brachte das Publikum zum Lachen
  • Foto: Foto Kettwig / Buchholz
  • hochgeladen von Axel-Holger Haase

Im September 2026 findet das beliebte Sommer-Open-Air der Empore Buchholz zum zehnten Mal statt. Zeit, im exklusiven Wochenblatt-Interview eine Bilanz zu ziehen und einen Ausblick auf den Herbst zu werfen. WOCHENBLATT-PR-Redaktionsleiter Axel-Holger Haase sprach mit Onne Hennecke, dem Geschäftsführer der Empore.

WOCHENBLATT: Herr Hennecke, 2016 fand das erste Sommer-Open-Air statt, damals noch auf dem Peets Hoff. Wie kam es dazu?

Onne Hennecke:  Zu unserem 25. Jubiläum wollten wir damals etwas ganz Besonderes machen und haben „Nabucco“ gespielt. Das war eine Produktion mit über 100 Mitwirkenden, die in unserem eigenen Theater nicht genügend Platz gehabt hätte.

WOCHENBLATT:  Es wurde ein Riesenerfolg. Rund 1.400 Menschen erlebten diesen Abend. Bis heute das größte bestuhlte Kultur-Event, dass es jemals im Landkreis gegeben hat.

Onne Hennecke:  Wir waren selbst überrascht von der großen Nachfrage, hatten zunächst nur mit maximal eintausend Gästen gerechnet. Wir haben den Platz dann noch mal erweitert, um mehr Menschen dieses Erlebnis zu ermöglichen. Ich erinnere mich noch gerne daran. Die Festspiel-Oper Prag mit großem Orchester, Chor und Solisten hat es fantastisch gemacht. Nicht nur beim berühmten „Gefangenenchor“ lief uns allen ein Schauer über den Rücken. Deshalb holen wir das Ensemble nach zehn Jahren am 5. September erneut nach Buchholz, viele Karten sind bereits verkauft.

WOCHENBLATT: Sie sind dann aber auf den Marktplatz umgezogen. Warum?

Onne Hennecke: Die Atmosphäre mit den alten Bäumen und dem angestrahlten Theater dahinter ist viel schöner, dazu die Logistik mit der Nähe zur Empore einfacher und die Besucher können unsere eigenen Toiletten nutzen. Ich erinnere mich noch als ich damals mit unserer Technik auf dem Marktplatz stand und wir überlegten, wohin die Bühne soll. Ich habe dann auf den Teich gezeigt und meine Kollegen haben zunächst den Kopf geschüttelt. Im Wasser, wie soll das gehen? Auch den Boden des Teiches mussten wir statisch überprüfen, kann er die große Bühne überhaupt tragen? Alles war aber trotz des hohen Aufwands positiv, nur müssen wir zum Aufbau das Wasser ablassen. Mit der Stadt Buchholz konnten wir das aber ohne Wasservergeudung organisieren. Sie haben eine reguläre Reinigung von Algen und Schmutz einfach vor unser Open-Air gelegt, das Wasser muss dafür sowieso abgelassen werden.

WOCHENBLATT: Seither ist das Sommer-Open-Air gewachsen, im Jahr 2017 gab es nur ein Konzert, seit 2021 sind es drei Abende.

Onne Hennecke: Dadurch, dass wir in der Regel verschiedene Genres wie Comedy und Konzerte anbieten, sprechen wir verschiedene Zielgruppen an. Das passt gut. 2024 waren es sogar vier Shows von Donnerstag bis Sonntag. „One Night With Abba“ lief so gut, dass wir nach dem ausverkauften Sonnabend am Sonntag noch einen Zusatztermin gespielt haben.

WOCHENBLATT: Was waren ihre Highlights?

Onne Hennecke: Wir hatten große Namen bei uns, 2021 Torsten Sträter, 2022 die Feisten und die Söhne Hamburgs, 2023 Michael Mittermeier und 2024 Atze Schröder. Dazu viele Pop- und Rockkonzerte großer Tribute-Bands wie Queen, Pink Floyd, AC/DC oder jetzt am 4. September Tina Turner. Ein Höhepunkt war auch immer das Wetter, der Spätsommer ist meistens trocken und auch am Abend nicht zu kalt.

WOCHENBLATT: Gibt es ein besonderes Erlebnis?

Onne Hennecke: Etwas stressig war der Abend mit Torsten Sträter am 3. September 2021. Wir haben wegen Corona erst wenige Tage zuvor vom Landkreis die Genehmigung erhalten. Beamte der Polizei standen auf dem Platz und schauten, ob alle geimpften Personen auch Mundschutz tragen. Eine im Nachhinein verrückte Situation. Unsere Gäste haben sich aber vorbildlich an die Regeln gehalten. Leider kam Torsten sehr spät. Als er zum 19 Uhr noch nicht da war, habe ich etwas panisch seinen Agenten angerufen. Um 19.45 Uhr stieg er dann aus seinem Sportwagen und hatte vergessen, dass es ein Open-Air war. Er setze sich bei uns zu den Mitarbeitern, trank einen Kaffee und war pünktlich um 20 Uhr auf der Bühne war. Wer dabei war, wird sich sicher noch erinnern. Es war fantastisch!

WOCHENBLATT: Herr Hennecke, vielen Dank für das Interview.

Karten für alle drei Abende vom 3. bis 5. September sind bei der Empore Buchholz erhältlich, telefonisch unter 04181-287878 oder online unter www.empore-buchholz.de

 Torsten Sträter brachte das Publikum zum Lachen | Foto: Foto Kettwig / Buchholz
Onne Hennecke (li., Empore-Geschäftsführer) mit Comedian  Torsten Sträter auf der Open-Air-Bühne | Foto: Foto Kettwig / Buchholz
Das Open-Air war vor der Empore ein großer Erfolg | Foto: Empore
Redakteur:

Axel-Holger Haase aus Buchholz

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