B-Plan "Bahnhofsumfeld Nordwest" in Buchholz: "Wir liegen voll im Zeitplan"
Vorentwurf zum 25-Millionen-Euro-Projekt soll bald kommen

Die Nordseite des Bahnhofsumfeldes soll komplett umgestaltet werden
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os. Buchholz. Vor rund elf Monaten beschloss der Buchholzer Stadtrat das Planungskonzept des Bebauungsplans "Bahnhofsumfeld Nordwest", eine der größten Infrastrukturmaßnahmen in der Nordheidestadt. Wie berichtet, soll das rund 7,6 Hektar große Areal auf der Nordseite der Bahnstrecke Bremen-Hamburg innerhalb von rund sieben Jahren komplett umgestaltet werden. U. a. vorgesehen sind der Bau der Erschließungsstraße "Südtangente", der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs, der Bau von Parkhäusern für Autos und Fahrräder, die Schaffung eines Radschnellwegs bis zur Bremer Straße sowie die Ansiedlung von Wohnungen und Gewerbe. Der B-Plan ist Teil des noch größer anlegten Stadtentwicklungsprojekts "Stadtumbau West", das sich auf einer Gesamtfläche von 32 Hektar abspielen soll.
Wie weit sind die Planungen vorangeschritten und was denkt die Politik über das Vorhaben, das ein Gesamtvolumen von ca. 25 Millionen Euro hat? Das WOCHENBLATT hat bei Buchholz' Baudezernent Stefan Niemöller und bei den Fraktionsvorsitzenden im Buchholzer Stadtrat nachgefragt.
"Wir liegen voll im Terminplan", erklärt Baudezernent Niemöller. Die Stadt habe an den Generalplaner, das Ingenieurbüro Vössing aus Hannover, die Leistungsphasen eins bis drei vergeben. Das sind die Grundlagenermittlung des Projekts, die Vorplanung mit Kostenschätzung sowie die Entwurfsplanung und Kostenberechnung. Derzeit plane die Stadt mehrere Baustellen parallel. "Wir sind guter Dinge, dass wir bis November einen Vorentwurf mit einer Kostenschätzung fertig haben, den wir dann der Politik zur weiteren Beratung vorstellen können", so Niemöller. Die Stadt sei für die kommenden zwei Jahre bereits ins Förderprogramm von Bund und Land aufgenommen. Wie berichtet, muss die Stadt parallel die Co-Finanzierung sicherstellen.
Und das sagen die Fraktionsvorsitzenden:
Andreas Eschler (CDU): "Angesichts der finanziellen Situation der Stadt sollten wir die Einzelprojekte auf den Prüfstand stellen und uns ganz genau überlegen, welche Projekte es uns wert sind, dafür weitere Schulden aufzunehmen."
Frank Piwecki (SPD): "Uns sind bei den vielen Projekten auf alle Fälle die Südtangente und der Radschnellweg wichtig. Die Mobilitätsstation, die Neuansiedlung des ZOB und die P+R-Plätze werden in der Drucksache der Verwaltung sicherlich umfassend beschrieben. Notwendig erscheint uns aber eine bessere und regelmäßige Information der Bürger über das gesamte Projekt."
Frerk Meyer (Grüne): "Wir sind gespannt auf die Vorschläge der Verwaltung. Der Stadtumbau West wird zwar gefördert, aber Buchholz muss auch die notwendigen eigenen Mittel aufbringen. Wenn sich Buchholz bis an die Grenze des Möglichen dafür verschulden muss, hätten wir keine Reserven mehr für andere Projekte wie 'Buchholz 2025+', den Mühlentunnel-Neubau oder den Technologie- und Innovationspark. Uns ist klar, dass die Umbaumaßnahmen miteinander verbunden sind und sich nicht einfach trennen lassen, aber einige Maßnahmen könnten mit gutem Willen auch vorgezogen oder unabhängig vom Rest realisiert werden. Wir sehen z. B. den Radschnellweg als Alternative zum gefährlichen 'Schutzstreifen' an der Bremer Straße als besonders wichtig an."
Arno Reglitzky (FDP): "Die Planungsarbeit muss nach dem Aus des Mühlentunnels neben 'Buchholz 2025+' höchste Priorität haben, um die internen Verkehrswege weiter optimieren zu können. Dabei steht für die FDP die Südtangente im Mittelpunkt - mit allen Nebenprojekten wie die Parkpaletten, dem Radschnellweg, dem ZOB und der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes."
Christoph Selke (Buchholzer Liste): "Wir sind zuversichtlich, dass, nachdem die Voraussetzungen durch die Freimachung des Geländes von Oberleitungen und durch den abgeschlossenen Kanalbau erfolgt sind, die Planungen für die Südtangente, das Parkhaus Nord inkl. Radabstellanlagen und Radschnellweg zügig abgeschlossen werden und erste Baumaßnahmen eingeleitet werden können. Allerdings werden wir auch die anderen 'Großprojekte' wie die Umgestaltung des Kinovorplatzes weiterhin intensiv begleiten."
Rainer Sekula (AfD): "Wichtig ist, dass die Umsetzung mit Verstand und ohne ideologische Einflüsse passiert. Eine Durchmischung der Bebauung mit Einzel- und Reihenhäusern sowie maximal dreigeschossigen Wohnblocks halte ich für alternativlos."
Udo Antons (Linke): "Mir fehlen noch Informationen zur neuesten Entwicklung, deshalb gehe ich bis auf Weiteres davon aus, dass die bestehende Beschlusslage Gültigkeit hat."

Die Nordseite des Bahnhofsumfeldes soll komplett umgestaltet werden
Baudezernent Stefan Niemöller will im November einen Vorentwurf vorstellen

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