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Steuerrechtliche Hilfe für den Sport
Mitglieder laufen den Sportvereinen davon

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU, Mitte) mit den Sportvereinsvorsitzenden Arno Reglitzky und Renate Preuß vor der Freiluft-Kletterwand von Blau-Weiss Buchholz | Foto: ts
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  • Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU, Mitte) mit den Sportvereinsvorsitzenden Arno Reglitzky und Renate Preuß vor der Freiluft-Kletterwand von Blau-Weiss Buchholz
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Weitere Sport Meldungen

Sport

Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Nordheide
Paul Tonecker mit neuer Bestzeit

Bei den Deutsche Meisterschaften (DM) der U18 im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid hat sich der 17-jährige Winsener Paul Tonecker von der LG Nordheide mit einer Meldezeit von 6:24,30 Minuten für das Hindernisrennen über 2000 Meter entschieden, und absolvierte von 31 gestarteten Teilnehmern den ersten von zwei Zeitläufen mit einem starken Finish auf Platz drei mit neuer persönlicher Bestzeit von 6:12,12 Minuten. Für die U18-DM hatte er sich über über 1500 Meter qualifiziert. Da beide...

Sport
Lukas Manthe (Mitte hinten) freut sich nach einem historischen Schuss Schützenkönig in Buxtehude geworden zu sein | Foto: pau
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Lukas Manthe ist König
Neuer Schützenkönig in Buxtehude: Präzisionsschuss entscheidet

„So sehen Sieger aus“, schallt es über den Rathausplatz, als die Schützen des Schwarzen Rotts in Buxtehude jubelnd ihren neuen König feiern. Am Montagabend wurde Lukas Manthe bei der Proklamation zum neuen Schützenkönig der Schützengilde Buxtehude von 1539 gekürt. Der 29-jährige Jorker löst damit den bisherigen König Jürgen Meyer vom Grünen Rott ab. Den Titel sicherte sich Manthe mit einem historischen 70-Teiler. Das bedeutet: Sein Schuss lag aus 50 Metern Entfernung mit dem Kleinkalibergewehr...

Sport
Die Damenbeste Claudia Sindt (v.li.) und ihre Adjutantinnen Birgit Lünzmann, Ariane Sindt und Svenja Horstmann | Foto: SV Trelde
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Schützenfest in Trelde
Kein Nachfolger für Doris, die reisende Dancing Queen

Die Mitglieder des Schützenvereins Trelde sind etwas traurig: Auf dem Schützenfest hat sich für Doris Brendemühl, der ersten Königin im Verein, kein Nachfolger gefunden. "Ich hätte mich gefreut, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger ins Amt einführen zu können. Leider hat es in diesem Jahr nicht geklappt", sagt die scheidende Schützenkönigin Doris Brendemühl. Ansonsten liefen die schießsportlichen Veranstaltungen erfolgreich: Claudia Sindt hat sich nach 1994/95 und 2015/16 zum dritten Mal als...

Sport
Das Team der Damenkönigin: Ronja Seckerdieck (v. li.), Dörte Nitsche und Miriam Westpfahl. Nicht auf dem Foto ist Janina Freudenberg | Foto: Olaf Schmerling
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Groß Moor: Schützendamen haben schon eine Königin
In Moor regiert Dörte Nitsche

Die Damen des Schützenvereins Moor schießen traditionell sechs Wochen vor dem Schützenfest ihre Königin aus. Und so holte Dörte Nitsche schon jetzt mit dem 131. Schuss den Holzvogel herunter. Sie wird am 2. August zur Damenkönigin proklamiert. Bei sommerlichen Temperaturen um 38 Grad Celsius war das Vogelschießen eine schweißtreibende Angelegenheit. Doch es gab auch Mitstreiterinnen um die Königswürde, nämlich Margrit Beckedorf, Anke Flügge und Heike Backemeier. Dörte Nitsche aus Over ist erste...

Sport
Hajo "der Lebensfrohe" regiert ein Jahr lang mit Andrea Zint | Foto: Jörg Petersen
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Schützenverein Maschen: Hajo Zint neuer König
Nach sechs Schuss fiel der Rumpf

Maschen hat erneut einen Schützenkönig. Nur sechs Großkaliberschüsse auf den Vogelrumpf reichten aus, um Hajo Zint (72) aus Maschen-Heide zur Königswürde zu verhelfen. Zint regiert das Maschener Schützenvolk zusammen mit seiner Ehefrau Andrea Zint. Beide sind seid sieben Jahren im Schützenverein. Gestartet sind sie in der Bogensportabteilung, beteiligten sich aber auch sonst an vielen Aktivitäten. So ist Andrea Zint seit 2025 auch Schriftführerin im Verein und war schon Damenkönigin....

Sport
Cupercup im Estepark in Moisburg | Foto: cc
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Fußball-Super-Cup
Neue Fußball-Saison startet mit einem Highlight

Es ist wieder soweit: Am Freitag, 24. Juli, kämpfen Kreispokalsieger TSV Heidenau und Kreisligameister FC Este 2012 um den Sparkassen-Supercup. Anpfiff ist um 19.15 Uhr im Estepark in Moisburg. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr wird bereits der zweite Sieger des Wettbewerbs gesucht. Die erste Auflage entschied im Vorjahr die SG Estetal in Nenndorf mit 6:5 (2:2) nach einem dramatischen Elfmeterschießen für sich. Nun wollen sich entweder der TSV Heidenau oder der FC Este 2012 den...

Sport
Die neuen Majestäten: (hi., v. li.) Ingrid Hellberg (Adjutantin Jungschützen), Hannah Hellberg (Jungschützenkönigin),
Björn Block (Adjutant), das Königspaar Hauke Sauer und Damenkönigin Gina Rodehorst und Xenia Adrian (Adjutantin Damenkönigin) sowie (vorne) die Kinderkönige Hinnerk Hankemeyer und Lisa Geissbühler | Foto: Astrid Sitarz
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Majestäten wurden proklamiert
Hauke Sauer ist neuer Schützenkönig in Evendorf

Mit viel Power waren beim jüngsten Evendorfer Schützenfest etliche junge Mitglieder bei den Wettbewerben erfolgreich und eroberten gleich die Spitzenplätze. Als neuer Schützenkönig setzte sich Hauke Sauer (27) gegen drei Konkurrenten durch. Der Evendorfer studiert E-Commerce und gehört dem Verein seit neun Jahren an. Den Entschluss, auf die Königsscheibe zu schießen, fasste Hauke Sauer ganz spontan. Zu seinem Adjutanten ernannte er den gleichaltrigen Björn Block, Elektroniker für Geräte und...

Sport
Foto: Jan Filter
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Fit bis ins hohe Alter
Mit 90 Jahren topfit auf der Yogamatte

Während manche Senioren in ihrem Alter körperlich eingeschränkt sind und kaum mehr als nur noch am Tisch sitzen können, rollt Ilse Aldag routiniert ihre Matte aus. Sie ist gerade 90 Jahre alt geworden – und hält sich mit Yoga fit. Inzwischen lebt sie in Winsen im Pflegeheim. Einmal die Woche jedoch absolviert sie seit vielen Jahren ein dreistündiges Yoga-Programm. Mit klassischen Dehn- und Atemübungen hält sie sich körperlich und geistig fit. Sportlich war Frau Aldag immer. Vor der Geburt ihrer...

Sport
Ein Tag nach der Proklamation: Schützenkönig Lukas Manthe ist überglücklich | Foto: sts
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Schützengilde Buxtehude
Schützenkönig mit Traumergebnis – privat noch ohne Königin

Mit einem außergewöhnlichen 70-Teiler — einem präzisen Schuss, der nur 0,7 mm neben der Scheibenmitte liegt— hat sich Lukas Manthe den Titel des Schützenkönigs der Schützengilde Buxtehude für das Regentenjahr 2026/2027 gesichert. Ein derart herausragendes Ergebnis wurde in Buxtehude zuletzt vor 30 Jahren erzielt. „Ich war total überwältigt. Nach dem Schuss ahnte ich schon, dass es gut werden könnte“, sagt der 29-Jährige. Neben dem 70-Teiler erzielte Manthe 55 Ringe. Dabei werden die Ergebnisse...

Sport

Seevetal: Sportbund ehrt Svenja Hillbrecht
Mit Fachwissen, Geduld und Vertrauen

Wenn man an die DLRG denkt, sieht man oft zuerst die Menschen am Beckenrand oder im Wachdienst. Was man nicht sieht, ist die enorme Arbeit, die im Hintergrund nötig ist. Und die wird unter anderem von Svenja Hillbrecht aus der DLRG-Ortsgruppe Seevetal ehrenamtlich geleistet. Deshalb ehrte der Kreissportbund KSB Harburg Land sie jetzt im Rahmen der Aktion "Ehrenamt überrascht" zusammen mit ihrer Ortsgruppe. Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Svenja Hillbrecht bei der DLRG, viele Jahre als...

ts/jb. Buchholz. Die Solidarität mit dem eigenen Sportverein in der Nachbarschaft bröckelt. Hatten Mitglieder ihrem Club zu Beginn der Corona-Krise noch die Treue gehalten, kündigen jetzt zahlreiche Mitglieder ihre Mitgliedschaft. Dass Sporthallen und Schwimmbäder nur eingeschränkt genutzt werden dürfen, treibt Sportler aus dem Verein. Das berichteten die Vorsitzenden der Sportvereine Blau-Weiss Buchholz und Todtglüsinger SV bei einem Treffen mit Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) in Buchholz. Bei dem zweieinhalb Stunden langen Termin diskutierten Arno Reglitzky (Blau-Weiss), Renate Preuß (Todtglüsingen) und der Vorsitzende des Kreissportbundes Harburg-Land, Uwe Bahnweg, mit dem Minister über steuerliche Erleichterungen für Sportvereine und die Förderung des Ehrenamts.
Infolge der Corona-Krise sei die Mitgliederzahl bei Blau-Weiss Buchholz von 6.500 auf 5.800 gesunken. Etwa 500 Mitglieder hätten auch den Todtglüsinger SV verlassen. "Wir haben viele Austritte und Passivstellungen der Mitgliedschaften", sagt die Vorsitzende Renate Preuß. "Die Mitglieder treten aus, weil sie keine Perspektive für ihren Sport sehen."
Den Mitgliederschwund bestätigt der Vorsitzende des Kreissportbundes, Uwe Bahnweg: "Bis Sommer hatten wir keine große Austrittswelle. Jetzt höre ich, dass viele den Eindruck haben, dass es mit dem Sport nicht weitergehe."
Beispiel Buxtehuder SV: Etwa 150 von mehr als 4.000 haben den Verein verlassen. Problematischer sei, dass der Verein neue Mitglieder nur in geringer Zahl gewinne, sagt Finanzvorstand Stefan Hebecker. Grund: Die nach den Sommerferien übliche Einstrittswelle sei ausgeblieben. Hinzu komme, dass derzeit vermehrt Mitglieder nicht am Sportbetrieb teilnehmen und als passive Mitglieder geführt werden. Das führe zu geringeren Einnahmen bei den Mitgliedsbeiträgen. Größere Verluste habe der BSV bei den Kursen im Gesundheitsbereich und beim Schwimmen, weil Angebote nicht stattfinden können. Stefan Hebecker: "Sollte es jetzt vor dem Hintergrund weiter ansteigender Infektionszahlen wieder zu Einschränkungen kommen, werden wir wohl auch noch mehr Mitglieder verlieren."
Wie groß der Mitgliederschwund ist, wird sich zum 31. Dezember zeigen. Bis zu diesem Datum müssen die 9.429 Sportvereine in Niedersachsen ihre Mitgliederzahlen melden.
Einfallsreich stemmen sich die Vereine gegen den Trend: Mit seiner neu gegründeten Baggersee-Abteilung habe der Todtglüsinger SV neue Mitglieder gewonnen, sagt Renate Preuß. Blau-Weiss Buchholz nutzt ein früheres Baumarkt-Gebäude als Sportstätte, die Training mit Abstand möglich macht. Der Verein sucht dringend weitere Ausweichsportstätten.
Das Land Niedersachsen fördert den Sport in diesem Jahr mit 66,6 Millionen Euro. In 2021 werden es 71 Millionen Euro sein. Ohne die Corona-Hilfen des Landes und der landeseigenen Investitions- und Förderbank (NBank) wäre Blau-Weis Buchholz auf die Insolvenz zugegangen, sagt Arno Reglitzky.
Die Finanzminister der Länder setzen sich im Bundesrat für Verbesserungen des Gemeinnützigkeitsrechts und somit zur Stärkung des Ehrenamtes in den Beratungen zum Jahressteuergesetz ein. Ziel ist die Anhebung der Übungsleiterpauschale um 600 Euro auf 3.000 Euro jährlich. Daneben soll die Ehrenamtspauschale um 120 Euro auf 840 Euro steigen. Wer in Sportvereinen ehrenamtlich tätig ist, soll künftig einen höheren Betrag steuerfrei als Aufwandsentschädigung bzw. Vergütung erhalten dürfen.
Der Vorsitzende des TVG Drochtersen, Dirk Ludewig, und der stellvertretende Vorsitzende des VfL Horneburg, Hartmut Schmidt, haben zwar nicht mit Mitgliederschwund aufgrund von Corona zu kämpfen. Die eingehenden Kündigungen zeigten die "normale Fluktuation", so Schmidt. Die geplanten finanziellen Maßnahmen begrüßten die beiden aber dennoch. "Schon vor Corona war es problematisch, vor allem junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern, viele Posten bleiben unbesetzt. Da wäre beispielsweise die Erhöhung der Pauschalen ein guter Vorstoß", so Ludewig.
Reinhold Hilbers hält es für möglich, dass die Gesetzesänderung im nächsten Jahr in Kraft treten könne. Voraussetzung ist, dass der Bundesrat und der Bundestag zustimmen.
Bei dem Treffen mit Niedersachsens Finanzminister in Buchholz unterbreiteten die Vorsitzenden der Sportvereine Vorschläge zur steuerlichen Förderung von Sportvereinen. Dazu zählt zum Beispiel die Anhebung der Freibeträge bei der Körperschaft- und der Gewerbesteuer. Kleinere Vereine mit jährlichen Einnahmen bis zu 45.000 Euro sollen demnach von dem Zwang befreit werden, das Geld zeitnah zu verwenden - ein Beitrag zum Bürokratieabbau.
Das Treffen in Buchholz kann Impulse für die Förderung von Sportvereinen und des Ehrenamts in ganz Niedersachsen geben. Initiiert hat es der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke (CDU) aus Elstorf. Beteiligt waren der sportpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, André Bock aus Winsen, die CDU-Kreistagspolitiker aus dem Landkreis Harburg, Hans-Heinrich Aldag und Jan Bauer, Landrat Rainer Rempe, Dirk Hirsch, erster Stadtrat in Buchholz und Blau-Weiss-Vorstand Wilfried Geiger. 

Kommentar:
Zehn Euro hat man doch übrig!
Weil Mitglieder wegen der Corona-Beschränkungen nicht die volle Leistung erhalten, verlassen sie den Sportverein. Aus kaufmännischer Sicht mag das berechtigt sein. Die Rechnung stimmt dennoch nicht: Wer austritt, gibt eine Heimat, eine Familie auf. Wer den Verein verlässt, vergisst, dass es nach dem düsteren Shutdown die Sportvereine waren, die im Frühjahr und Sommer als Erste vor allem den Kindern und Jugendlichen wieder Freude, Spaß, Bewegung und ein Gemeinschaftsgefühl bescherten. Als Städte und Gemeinden Ferienprogramme ausfielen ließen, sprangen Sportclubs in die Bresche. Ehrenamtliche Trainer und Betreuer haben sich ein Bein ausgerissen. Es ist jetzt Zeit, ihnen etwas zurückzugeben. Leute, bleibt im Sportverein, damit er überleben kann! Die zehn oder zwölf Euro Mitgliedsbeitrag im Monat hat man doch irgendwie übrig, oder? Thomas Sulzyc

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU, Mitte) mit den Sportvereinsvorsitzenden Arno Reglitzky und Renate Preuß vor der Freiluft-Kletterwand von Blau-Weiss Buchholz | Foto: ts
Uwe Bahnweg, Vorsitzender Kreissportbund Harburg-Land | Foto: ts
Redakteur:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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