Heidelbeeren
Ernte in der Region beginnt
- Heidelbeeren wachsen auf der Versuchsstation für Beerenobst der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Langförden (Stadt Vechta) heran
- Foto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
Nachdem die kleinen, blauen Köstlichkeiten bereits seit einiger Zeit aus Süddeutschland und aus dem geschützten Anbau (Folientunnel und Gewächshäuser) im Handel zu finden sind, geht es mit der Heidelbeerernte jetzt auch in Norddeutschland richtig los: Auch im Freiland sowie auf den Selbstpflückfeldern sind die ersten blauen Superfrüchte dank des Sommerwetters erntereif, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK).
Ideale Anbaugebiete
„In der Norddeutschen Tiefebene haben die meisten Heidelbeeren ideale Anbauvoraussetzungen, denn sie wachsen auf Heide- oder Moorstandorten, ihren natürlichen Standorten“, sagt Felix Koschnick, bei der LWK Leiter der Versuchsstation für Beerenobst in Langförden (Stadt Vechta). „Die Haupterntemengen erwarten wir, wenn das Wetter weiter so mitspielt, Mitte Juli bis Anfang August“, so Koschnick weiter. „Die Ernte der Hauptsorte ,Dukeʻ nimmt im Freiland richtig Fahrt auf.“
Es wird mit guter Ernte gerechnet
Die LWK-Beerenobstfachleute rechnen dieses Jahr mit einer guten Ernte und hervorragenden Fruchtqualitäten. Die Heidelbeerbestände mit ihren frühen und späten Sorten entwickeln sich momentan nach Plan. So dürften den Verbraucherinnen und Verbrauchern in diesem Jahr ausreichende Mengen deutscher Heidelbeeren, witterungsbedingt in toller Qualität, im Lebensmitteleinzelhandel, bei den Direktvermarktern und auf Selbstpflückfeldern zur Verfügung stehen.
Kurze Transportwege
Heidelbeeren aus heimischer Produktion haben im Vergleich zu Importen relativ kurze Transportwege, eine bessere Kohlendioxid-Bilanz und einen geringeren Wasserverbrauch. Dank einer Kombination aus Anbausystem und Sorten mit unterschiedlichen Reife-Terminen dauert die Heidelbeersaison in Deutschland von Juni bis September.
Heidelbeeren in Zahlen
Die Kulturheidelbeere bleibt nach Angaben des Landesamts für Statistik unangefochten die wichtigste Strauchbeerenart in unserem Bundesland. Rund 86,1 Prozent (%) der gesamten Anbaufläche entfielen 2025 auf die blaue Beere. Auf 2.239 Hektar haben 158 Betriebe im vergangenen Jahr 10.460 Tonnen geerntet – etwas mehr als im Vorjahr (10.027 Tonnen). Die Anbaufläche für Kulturheidelbeeren nahm in den zurückliegenden fünf Jahren sogar noch um 7,3 Prozent zu – wie auch die gesamte Anbaufläche für Strauchbeeren (+2,1 Prozent). Niedersachsen bleibt damit national führend: Rund 60,6 Prozent der bundesweiten Kulturheidelbeeren sind niedersächsisch. In der Norddeutschen Tiefebene (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) wachsen 80 Prozent der deutschen Heidelbeeren.
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