Buxtehuder Bahnhofstraße autofrei: Es gab Kritik und Lob

Idee von Grünen und FDP, die kontrovers diskutiert wird: Nur Busse und Taxen sollten während einer autofreien Erprobungsphase durch die Bahnhofstraße fahren können Foto: tk
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Auf der WOCHENBLATT-Facebookseite (https://www.facebook.com/KreiszeitungWochenblatt) finden sich folgende Argumente: Wenn die Bahnhofstraße für Autos gesperrt wäre, müssten die Anwohner der umliegenden  Straßen darunter leiden. Teil der Grünen/FDP-Idee war es nämlich, die Carl-Hermann-Richter-Straße und die Brüningstraße in Einbahnstraßen umzuwandeln. Marc Reinhold schreibt beispielsweise dazu: "Für die Anwohner der Ausweichstraßen interessieren sich die Grünen nicht."
Bianca Barke spricht das Problem älterer Menschen an, die die Praxen der Ärzte an der Bahnhofstraße besuchen. Auf die öffentlichen Verkehrsmittel sei kein Verlass, sie müssten das Auto nehmen.

Mehrere Facebook-User beschäftigen sich mit der Frage von Bummelmeile und Bahnhofstraße. Es seien ernsthafte Zweifel angebracht, dass die Bahhofstraße schöner und gemütlicher werde. Für eine Bummelmeile müsste es noch mehr attraktive Geschäfte geben. Einige Leser hegen zudem Zweifel, dass der Einzelhandel die Idee der autofreien Bahnhofstraße auch nur im Ansatz gut findet. "Die Geschäfte werden Umsatzeinbußen befürchten", meint Birgit Schilling.

Die Idee von Ulrich Felgentreu (Grüne), ein Parkhaus im Gewerbegebiet mit einem Busshuttle anzubinden, stößt überwiegend auf Kritik. "Wer soll das bezahlen?" heißt eine mehrfach gestellt Frage. Aber es gibt auch Zustimmung: "Ein guter Ansatz", findet Frank Spatzier. Und steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Zumindest kommt das in Gang, was Grüne und FDP erreichen wollten: eine Diskussion.

Vielleicht stehen die Chancen nicht schlecht, dass eine überparteiliche Koalition das Projekt voranbringt. Alexander Paatsch (SPD) erinnert daran, dass er im Februar 2017 einen Antrag zur Bahnhofstraße eingebracht habe. Konkret sollte sich die Verwaltung informieren, welche städtebaulichen Fördermittel eingeworben werden könnten.
Außerdem regte Paatsch damals an, über den Startschuss für ein städtebaulichen Konzepts nachzudenken. "Abschließend wurde über den Antrag noch nicht entschieden", sagt er.
Was bei der ersten Beratung im Bauausschuss laut Paatsch eine "Art Schock" gewesen sei, war die Aussage seitens der Verwaltung, dass die Immobilienbesitzer an den Kosten der Sanierung beteiligt würden. Aber auch das sei nicht der endgültige Stand der Dinge, so Paatsch.

Lesen Sie dazu auch den ersten Artikel

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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