„Eine irreparable Umweltzerstörung!“

Will die Passivität der Landespolitik nicht länger hinnehmen: Christian Nissen
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Fracking darf nicht durch die Politik gedeckt werden / Christian Nissen schreibt an Ministerpräsidenten

mi. Landkreis. „Wie scheinheilig ist denn das“, fragt Christian Nissen (72). Der Betriebswirt im Ruhestand bezieht sich auf Aussagen von Mitarbeitern des Landesbergbauamtes in einem WOCHENBLATT-Artikel. Die Fachleute hatten erklärt, man habe zwar dem US-Unternehmen „Blue Mountain Exploration“ eine Erlaubnis zur Rohstoffsuche im Versuchsfeld Oldendorf erteilt, doch diese Erlaubnis bedeute noch keine Genehmigung zum Fracking.
Christian Nissen ist für das Thema sensibilisiert, seit er bei Reisen durch die USA mit eigenen Augen gesehen hat, welche Zerstörungen die lebensfeindliche „Fracking-Technik“ anrichtet. Um die Politik aufzurütteln, hat sich Christian Nissen jetzt mit einem Brief an Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und dessen Stellvertreter Stefan Wenzel (Grüne) gewandt. „Ich verlange, dass sich die Politik nicht mehr hinter vermeintlichen Sachzwängen, wie dem Bergrecht, versteckt, sondern endlich ihrer Aufgabe nachkommt und das Recht der Realität anpasst“, so Christian Nissen. Hier sein Brief in Auszügen:
„Laut Pressebericht wurde einer amerikanischen Fracking-Firma die Genehmigung für Probebohrungen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft erteilt. Die Firma Blue Mountain Exploration ist in den USA verantwortlich für die irreparable Umweltzerstörung riesiger Flächen und menschlicher Gesundheitsschäden. Gleichzeitig wird jedoch verkündet, die Erlaubnis bedeute noch keine Genehmigung für die spätere Ausbeutung der Bodenschätze. Wie scheinheilig ist denn das? Keine Firma, und schon gar keine amerikanische investiert, ohne die Option einer späteren Ausbeutung zu haben. Diese Genehmigung legt den Grundstein für die irreparable Zerstörung der Umwelt unter Inkaufnahme von erheblichen Gesundheitsschäden durch den tonnenweisen Einsatz von toxischen, chemischen Mitteln.
Eine jetzt erteilte Genehmigung für Bohrungen zeigt eine grenzenlose Verantwortungslosigkeit gegenüber der Umwelt, künftiger Generationen und der Bevölkerung. Hierfür tragen auch Sie und Ihr grüner Umweltminister die Verantwortung dadurch, dass Sie diese Bohrungen stillschweigend dulden.
Die Ausbeutung durch Fracking erfordert Unmengen von Wasser. Woher soll dieses Wasser kommen? Bereits jetzt ist der Grundwasserspiegel in der Lüneburger Heide durch die Ausbeutung der Hansestadt Hamburg so stark gesunken, dass die Heide nachweisbare Schäden davongetragen hat.
Es wäre wünschenswert, wenn ihr Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Bezeichnung seines Amtes gerecht werde und diese Bohrung mit Ihrer Rückendeckung stoppen würde.
„Es wäre hilfreich, wenn Politiker, die ein solches Amt übernehmen, vorher dazu verpflichtet würden, diese grenzenlose Zerstörung vor Ort in den Vereinigten Staaten zu besichtigen. Dies würde dann hoffentlich dazu beitragen, dass solche Unverantwortlichkeiten und Rücksichtslosigkeiten künftiger Generationen gegenüber nicht nach Deutschland importiert würden“

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Kommentar

Keinen Sand in die Augen streuen lassen
Der Brief von Christian Nissen ist ein wichtiges Signal. Er zeigt, der Bürger lässt sich vom Landesbergbauamt und der Politik keinen Sand in die Augen streuen. „Eine Genehmigung ist noch keine Erlaubnis“. Wer sich, wie beim Thema Fracking, gegen Profitinteressen und Rohstofflobby stellt, sollte sich auf solche Aussagen niemals verlassen. Hier hilft nur Druck auf die politischen Entscheidungsträger endlich tätig zu werden und das nicht mehr zeitgemäße, vom Autarkiedogma des Dritten Reiches geprägte Bergrecht, den Umweltschutz-Standards des 21. Jahrhunderts anzupassen.
Mitja Schrader

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