Marxen: Samtgemeinde-Feuerwehr bereitet sich vor
Was tun, wenn der Wald brennt?
- Bei den Feuerwehrleuten der Samtgemeinde Hanstedt waren Vegetationsbrände Thema einer gesonderten Übung in Marxen
- Foto: FF SG Hanstedt/Wülfken
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Auch in der norddeutschen Tiefebene drohen durch lange Trockenheit Waldbrände. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt bereiteten sich in Marxen auf einen solchen Fall vor.
Mit dem üblichen "Schläucherollen" hatte der Dienstabend nicht viel zu tun: Die drei Züge der Samtgemeindefeuerwehr wurden von Fabian Putensen und Philipp Hakenes, die sich kürzlich fortgebildet hatten, theoretisch wie praktisch auf den neuesten Stand der Einsatztaktik in Sachen Vegetationsbrand gebracht: Was hat die Samtgemeinde Hanstedt im Ernstfall technisch zu bieten? Wie wird es taktisch klug eingesetzt? Und welche neuen Erkenntnisse gibt es aus Wissenschaft und Praxis?
Dabei wurden auch das Tanklöschfahrzeug (TLF) Hanstedt und das Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF-KatS) Marxen ausführlich vorgestellt. Denn beide verfügen über eine spezielle auf die Vegetationsbrandbekämpfung zugeschnittene Ausrüstung.
Im praktischen Teil der Ausbildung legten die Feuerwehrleute selbst Hand an. Hier stand vor allem der Einsatz von D-Strahlrohren im Mittelpunkt. Die haben bei Wald- und Wiesenbränden Vorteile, weil sie kompakt sind und sich auch in dichtem Unterholz und unwegsamem Gelände einsetzen lassen. Außerdem ermöglichen sie kraftschonenderes Arbeiten der Einsatzkräfte bei langen, schweißtreibenden Einsätzen. Und auch der geringere Wasserverbrauch ist ein entscheidender Faktor, wenn Löschwasser im Wald über weite Strecken herangebracht werden muss. Grundsätzliches zum Thema Vegetationsbrand, zum Beispiel deren dynamische Ausbreitung, wurde natürlich ebenso vermittelt.
Gemeindebrandmeister Sebastian Seier betonte: „Unterm Strich sind wir hervorragend aufgestellt. Mit unseren drei TLF-Wald auf hochgeländegängigen Unimog-Fahrgestellen, dem LF-KatS und der gesamten weiteren Ausrüstung verfügt die Samtgemeinde über erstklassiges Material. Unser Personal ist top ausgebildet.“
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