Ein Wald wie vor 200 Jahren

Junge Buchen werden bei Wilsede von VNP-Forstmitarbeitern „geköpft“ (li.)  - ein Jahr später sieht man die Entwicklung zu Hutebäumen
  • Junge Buchen werden bei Wilsede von VNP-Forstmitarbeitern „geköpft“ (li.) - ein Jahr später sieht man die Entwicklung zu Hutebäumen
  • Foto: VNP
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Pflege von Hutewald rund um Wilsede zeigt erste Erfolge.

mum. Wilsede. Im alten Hutewald in Wilsede kam in den vergangenen Wochen die Säge zur Pflege und Entwicklung zum Einsatz. Die historische Waldnutzungsform des Hutewaldes wurde für die Rinder, Schnucken, Pferde und Schweine des „Hillmershofes“, den Schulbauernhof der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, weiter entwickelt. In Hutewäldern sind vor allem asttragende Baumarten wie Buche und Eiche zu finden. Diese Baumarten bieten den Tieren durch ihre Früchte, die Bucheckern und Eicheln, ein gutes Futter. In früheren Zeiten war der Vieheintrieb die bedeutendste Waldnutzungsform. Die Holzproduktion stand im Hintergrund. Mit der Verbesserung der Landwirtschaft im 18. und 19. Jahrhundert wurden Hutewälder nicht mehr benötigt und fanden nur noch in Einzelfällen Verwendung. Um diese kulturhistorisch wertvolle Waldnutzungsform im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide nachhaltig erlebbar zu machen, wurde der Hutewald in Wilsede von fachkundigen Forstwirten bearbeitet. Unerwünschte Baumarten wie Fichte und Kiefer wurden entfernt, Buchen geköpft und Eichen gefördert. Zwischen den nun sehr weiträumig stehenden Bäumen wurde der Unterwuchs gemulcht, um der Begleitvegetation gute Wuchsbedingungen zu bieten.
Der von außen gut sichtbare Holzeinschlag und das Mulchen waren nötig geworden, da das Vieh vom „Hillmershof“ nicht so viel Gehölz verbeißen konnte wie in den vergangenen Jahren nachgewachsen ist. Nun sollen in Zukunft mehr Tiere und mehr Tierarten den Hutewald in seiner historischen Form bewahren.

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