Nachfolge von Olaf Muus
Hanstedter Fraktionen nominieren Sebastian Schaper für Samtgemeinde-Bürgermeisteramt
- Der Kandidat und die Fraktionsvertreter (v. li.): Lars Heuer (SPD), Gerhard Schierhorn (UNS), Gunnar Hofmeister (FDP), Sebastian Schaper, Heinrich Nieschulz (CDU) und Angela Sanchez (Grüne)
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Sebastian Schaper (42), derzeit Fachbereichsleiter bei der Buchholzer Stadtverwaltung, soll neuer Samtgemeinde-Bürgermeister von Hanstedt werden. Die Ratsfraktionen nominierten ihn jetzt parteiübergreifend als möglichen Nachfolger des noch amtierenden Verwaltungschefs Olaf Muus, der nach 15 Jahren im Herbst ausscheiden wird.
Selten herrschte solch große Einigkeit unter den Fraktionen wie in der Frage der Kandidatur. Bei der Vorstellung von Sebastian Schaper jetzt im Hanstedter Ringhotel Sellhorn waren alle Fraktionsvertreter der Samtgemeinde überzeugt, dass der parteilose Verwaltungswissenschaftler die richtige Person für den Verwaltungsposten sei. Auch Schaper selbst zögerte nicht lange, nachdem die Wahl eines geeigneten Kandidaten auf ihn gefallen und er angefragt worden war. "Trotz der Herausforderung, in die großen Fußstapfen von Olaf Muus zu treten, habe ich mich für die Kandidatur entschieden. Denn die Samtgemeinde ist gesund aufgestellt und bietet supergute Rahmenbedingungen", erklärte der aus Stelle stammende Familienvater. Auch aufgrund seiner langjährigen Verwaltungserfahrung glaube er, dass er weiterhin Dinge mit allen Fraktionen bewegen und gut voranbringen könne. "Der Entschluss hat sich gut und richtig angefühlt, nicht zuletzt wegen der wertschätzenden Vorgespräche."
Dass bereits im Vorfeld eine gute Atmosphäre spürbar war, bekräftigten auch die Fraktionsvertreter wie Gerhard Schierhorn (UNS Hanstedt): "Da es für die Kommunen gar nicht so einfach ist, einen geeigneten Kandidaten zu finden und man auch in den eigenen Reihen niemanden rekrutieren konnte, bin ich froh, dass die Parteien einen Schritt zurückgetreten sind und sich für eine Persönlichkeit zum Anfassen entschieden haben."
Auch wenn Sebastian Schaper sich aufgrund seines jungen Alters im Amt sogar für weitere Perioden empfehlen könnte, wie sein Vorgänger dies erfolgreich getan hat, hat er nach eigener Aussage keine Ambitionen, parteipolitisch aktiv zu werden. Vielmehr sehe er sich als Fachmann mit 20 Jahren Berufserfahrung bei der Kreisverwaltung und der besonderen Herausforderung als Leiter der Stabstelle Pandemie mit 80 Mitarbeitern. Auch bei der Stadt Buchholz hat Schaper bereits Personalverantwortung bewiesen als Leiter des Fachbereiches Finanzen und zentrale Steuerung. Seine Kompetenz liege vor allem - so Schaper - in der digitalen Transformation der Verwaltung und der Personalentwicklung und -gewinnung.
Die Fraktionsvertreter betonten schließlich, dass es nun gelte, ihren Kandidaten in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und ihn im Werben um die Gunst der Wähler zu unterstützen. "Am meisten freut mich, dass alle Fraktionen es geschafft haben, gemeinsam Feuer und Flamme zu sein für einen Kandidaten so wie damals bei Olaf Muss. Das sollte jedem Wähler zeigen, dass Sebastian Schaper der richtige Mann ist", bekräftigte Gunnar Hofmeister (FDP).
Redakteur:Heidi Goch-Lange aus Buchholz |
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