Pläne für die Grundschule Ahlerstedt sorgten für Diskussion im Schulausschuss
Eltern und Lehrer üben Kritik an Gesamtkonzept

Das Konzept für den Teilabriss der Grundschule Ahlerstedt findet bei Lehrern und Eltern keinen Anklang
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sc. Ahlerstedt. Eine bessere Kommunikation und mehr Mitspracherecht forderten Lehrer und Elternvertreter bei der vergangenen Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Harsefeld. Denn für die vorgestellten Pläne für die Grundschule Ahlerstedt gab es von ihnen viel Kritik. Im Vorfeld habe es keine Gespräche gegeben, bemängelte Monika Hanschen, Schulleiterin der Ahlerstedter Grundschule, unterstützt durch ihre Lehrerkollegen.

Dass Redebedarf besteht, zeigte das große Interesse an der Ausschusssitzung: Die Schulleiterin, viele Lehrer und Elternvertreter der Grundschule Ahlerstedt kamen, um bei der Politik Gehör für ihre Belange zu finden. 2019 stellte Hanschen zusammen mit der Schulleiterin der Oberschule am Auetal in Ahlerstedt, Josephine Friede, ihre Raumbedarfe für einen zukunftsorientierten Unterricht vor. Jetzt erarbeitete das von der Samtgemeinde beauftragte Architekturbüro Wehmeyer und Peter ein Gesamtkonzept für die Schulen - ohne pädagogische Beteiligung, kritisieren die Lehrer. Insgesamt fließen 8,9 Millionen Euro in das Projekt, das einen Teilabriss des alten Schulgebäudes und Sanierungsmaßnahmen in bestehenden Gebäudeabschnitten vorsieht.

Aufgrund des eingeschränkten Baufeldes - das Grundstück ist eingerahmt von der Schwimmhalle Ahlerstedt und der benachbarten Wohnbebauung - wollen die Architekten Synergieeffekte zwischen den beiden Schulen nutzen, um bestmöglich die räumlichen Voraussetzungen zu erfüllen. So sollen Schüler und Lehrer der Ober- und der Grundschule gemeinsam Räume nutzen.

Das stößt auf Kritik von Seiten der Grundschule Ahlerstedt. Probleme sehen die Lehrer und Eltern im Bereich der Doppelnutzung der Aula. Hier treffen junge Erstklässler auf ältere Schüler. Die Kleinen brauchen eine gewisse Vertrautheit und einen geschützten Raum, um gut in den Schulalltag zu starten, darauf weisen Eltern hin. Ihnen sei es daher wichtig, dass es Trennungen zwischen den Schulen gibt. Auch sei es schwer, die Aula bei schlechtem Wetter als gemeinsame Pausenhalle zu nutzen, kritisieren die Lehrer. Zudem fehlen der Grundschule Fachräume für Kunst, Musik und Werken. Das Sekretariat und die Verwaltung der Grundschule im Obergeschoss anzuordnen, finden besonders die Eltern ungeeignet. Viele Punkte seien einfach nicht praktikabel, so die Eltern und Lehrer.

Das Vorbild der Rosenborn Grundschule in Harsefeld könne an dem Standort in Ahlerstedt nicht eins zu eins umgesetzt werden, da das vorhandene Baufeld zu klein ist, erklärte Architekt Prof. Hans-Jürgen Peter. Fachräume sollten daher aus der Sicht der Planer für beide Schulen nutzbar sein. Im Bereich der Grundschule sehen die Architekten einen zweigeschossigen Neubau vor. Cluster sollen nach dem Vorbild Rosenborn Grundschule auf beiden Etagen entstehen. Platz für freies Lernen, Gruppen- und Differenzierungsräume sieht das Konzept vor. Die Eingänge für die Grundschule sowie für die Oberschule bleiben bestehen. Beide Optionen - das Nebeneinander beider Schulformen oder eine spätere Zusammenlegung zu einem Schulzentrum - sind mit dem erarbeiteten Konzept möglich, sagt Peter.

Von Seiten der Politik gibt es Verständnis für die Kritik der Grundschule. Doch klar solle sein, dass das Bauprojekt generell etwas Gutes ist, so Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt. Inhaltliche Änderungen, pädagogische Konzepte und weitere Ideen können in dem Grundriss noch mit einfließen. Die Schulleitungen, die Planer und die Verwaltung wollen bald Gespräche aufnehmen und gemeinsam Lösungen finden. Das überarbeitete Konzept wird dann erneut im Schulausschuss vorgestellt.

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