30 Jahre Stiftung Bossard
Museum und Lernort feierte mit einem musikalischen Festakt
- Für das 30. Jubiläum kamen einige Stiftungsmitglieder, Freunde des Museums und Vertreter der Politik zusammen
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30 Jahre Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard – zu diesem besonderen Anlass veranstaltete das Museum Kunststätte Bossard einen musikalischen Festakt samt kostenlosen Führungen.
Mit von der Partie waren unter anderem Rainer Rempe (Landrat des Landkreises Harburg und Stiftungsratsvorsitzender), Andreas Sommer (Vorstandsmitglied der Sparkasse Harburg-Buxtehude und stellv. Ratsvorsitzender), Udo Heitmann (Bürgermeister der Gemeinde Jesteburg) sowie Ana Christina Bröcking (Kreisrätin und Vorsitzende des Vereins Freundeskreis Kunststätte Bossard).
Landespolitischen Besuch gab es mit Falko Mohrs (SPD), Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur. Natürlich sprach auch Museumsleiterin Heike Duisberg-Schleier einige Worte. Moderiert wurde das Ganze von Hans-Jürgen Börner, bekannt als Redakteur, Moderator und Journalist.
In ihrer Begrüßung warf Duisburg-Schleier einen Blick auf die nun 30 Jahre lange Geschichte der Stiftung und ihres Museums, das das Gesamtkunstwerk von Johann Michael Bossard (1874 bis 1950) präsentiert. Von der Gründung 1995 unter Stifterin Jutta Bossard (1903 bis 1996) über den Gewinn des Europa-Nostra-Preises 2012 und die Einrichtung des Schaumagazins in einem ehemaligen Schulgebäude 2017 bis hin zur Abschließung der Sanierungen des Wohn- und Atelierhauses in diesem Jahr.
- Zu Beginn überreichte Hans-Jürgen Börner Museumsleiterin Heike Duisberg-Schleier einen Blumenstrauß
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"Nicht alle Meilensteine waren von Freude gekrönt. Denken wir an die mediale Debatte um das Museum 2020, die die anvisierten Neubaupläne über den Haufen warf", erinnerte sich die Museumsleiterin ebenfalls zurück. Duisburg-Schleier führte fort: "Sie stärkte uns jedoch in unserem Wunsch nach umfassender Forschung und einer inhaltlichen Neuausrichtung. Das ist die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der politischen Gesinnung des Ehepaares Bossard."
Damit gemeint war die Debatte, die durch ein Mosaik-Hakenkreuz im Eddasaal ausgelöst wurde, das zunächst von einem Teppich verdeckt und letztlich übermalt wurde (das WOCHENBLATT berichtete). Nun möchte das Museum auch zur Bildungsstätte werden, wie es sich mit der Umbenennung 2024 zu "Museum Kunststätte Bossard – Gesamtkunstwerk und Lernort" in den Namen schrieb. Dafür werde eine enge Zusammenarbeit mit Schulen angestrebt, schließlich biete das Museum Kunst, Politik sowie Geschichte in einem.
- Hans-Jürgen Börner (re.) zeigte Falko Mohrs, was die Gelder des Landes Niedersachsen ermöglicht haben
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Auch Minister Falko Mohrs griff in seinem Grußwort die Gesinnung von Bossard auf: "Es ist ein Ort, der als Denkmal fasziniert und begeistert. Aber es ist ebenso ein Ort, der damit umgehen muss, dass das Ehepaar Bossard auch eine völkische bis antisemitische Anschauung mit eingebracht hat. Gerade in dieser Zeit sagen Sie, das ist Ihre Verantwortung, sich damit auseinanderzusetzen. Das verlangt mir ordentlich Respekt ab."
- MehrStimmig: Claudia Amorim von der Lippe (Sopran), Mathis Simon (Bass), Jamie Freeman (Tenor), Theo Frank (Tenor), Rosa Wittekind (Alt) und Lidia Kravtsova (Alt)
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In einer Gesprächsrunde kamen die eingangs erwähnten Mitglieder des Stiftungsrates zu Wort. So bemerkte Rainer Rempe beispielsweise während der Veranstaltung, dass sich die Stiftung und er denselben Geburtstag, wenn auch nicht dasselbe Jahr, teilen – der 6. Juni. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Vokal-Ensemble MehrStimmig der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg.
Redakteur:Armon Böhm aus Winsen |
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