"Steuererhöhung ist unvermeidlich!"

Zahlreiche Bürger nahmen am Neujahrsempfang der Gemeinde Bendestorf teil Fotos: mum
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Bendestorfs Bürgermeister Bernd Beiersdorf informiert während eines Empfangs über wichtige Ereignisse.

mum. Bendestorf. Bernd Beiersdorf, Bürgermeister der Gemeinde Bendestorf, hatte eine besondere Überraschung vorbereitet: Im Zuge des Neujahrsempfangs im "Makens Huus" präsentierte er das gerahmte Foto seines Vorgängers Hans-Peter Brink. Der langjährige Bürgermeister war im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, Beiersdorf übernahm. "Das Foto sollte eigentlich schon seit zehn Monaten seinen Platz in der Bürgermeister-Galerie im 'Makens-Huus' bekommen", so Beiersdorf. Doch bei dem Rahmen habe es sich um eine besondere Anfertigung gehandelt und zweimal sei bei der Produktion etwas schiefgegangen. "Doch nun kann ich dich endlich oben aufhängen", sagte der Bürgermeister mit einem Lächeln. Brink bedankte sich für die späte Würdigung seiner Verdienste.
Bernd Beiersdorf nutzte den Neujahrsempfang, um die Bürger zum einen auf die wichtigen Ereignisse des vergangenen Jahres hinzuweisen. Auf der anderen Seite informierte er über das, was den Bendestorfern bevorsteht. "Leider planen wir in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge mit einem Haushaltsdefizit", so Beiersdorf. Einnahmen in Höhe von 3,9 Millionen Euro stehen Ausgaben in Höhe von 4,1 Millionen Euro gegenüber. Allein 2,1 Millionen Euro entfallen auf Samtgemeinde- und Kreisumlagen. Eine weitere Million zahlt Bendestorf für die Kinderbetreuung. "Wir konnten durch Kürzungen bei den Vereinen etwa 60.000 Euro einsparen", so Beiersdorf. Doch langfristig reiche dies nicht aus. "Aus diesem Grund hat der Gemeinderat im Dezember beschlossen, die Grundsteuer B von 370 auf 390 Punkte zu erhöhen." Der Bürgermeister unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes für die Dorfgemeinschaft. "Es gibt viele Fördervereine, die dafür sorgen, dass wir in Bendestorf über zahlreiche Angebote im kulturellen und sportlichen Bereich verfügen."
Beiersdorf ging in seinem Vortrag auch auf die Zusammenarbeit innerhalb der Samtgemeinde ein. "In vielen Punkten habe wir in den vergangenen Wochen wichtige Schritte vereinbart." Es gehe darum, bestimmte Aufgaben auf die Samtgemeinde zu übertragen, andere Bereiche blieben im Ort. Konkret wurde der Bürgermeister beim Thema Kindergarten. "Wir sehen für uns keinen Vorteil darin, diese Aufgabe an die Samtgemeinde zu delegieren. Das Gegenteil ist der Fall. Uns würden zusätzliche Kosten in Höhe von 130.000 Euro enstehen." Beiersdorf betonte, dass Bendestorf um jeden Preis Schulstandort bleiben muss. "Unsere Grundschule soll fit für den offenen Ganztag gemacht werden", so Beiersdorf. "Dazu bedarf es vielleicht nur eines pfiffigen Architekten, der das Optimum aus dem Gebäude macht." Auf keinen Fall werde Bendestorf zustimmen, dass es nur in Jesteburg einen Grundschul-Neubau geben werde.
Als positiv bezeichnete Bernd Beiersdorf die Entwicklung im Ort. Mit Steffen Lücking sei ein neuer Investor für das Filmstudio-Areal gefunden worden. "Ich bin zuversichtlich, dass er das Projekt umsetzen wird", so der Bürgermeister. Auch das Meinsbur habe einen neuen Eigentümer gefunden. Auch dort seien Veränderungen geplant - unter anderem ein neues Bettenhaus sowie eine Orangerie im Garten. Auch die Pläne für das Porzellanmuseum von Margot Sobottka seien weit fortgeschritten.

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