Ein neuer Bauhof - vielleicht mit Jesteburg?

Bendestorfs Bürgermeister Hans-Peter Brink (BWG)

Bendestorf prüft Optionen / Fläche an der Kleckerwaldstraße wahrscheinlich.

mum. Bendestorf. In der kleinen Gemeinde Bendestorf tut sich gerade viel! Eben bekommt die Diskussion um die Eröffnung eines Porzellan-Museums neue Nahrung (das WOCHENBLATT berichtete), da wird schon das nächste Großprojekt diskutiert: Die Verlagerung des Bauhofes. Politisch unstrittig ist, dass der Bauhof am jetzigen Standort am Freibad weichen muss. Die Fläche wird dringend für die Erweiterung der Feuerwehr benötigt. Interessiert wird die Diskussion auch aus der Gemeinde Jesteburg verfolgt. Denn auch dort muss der Bauhof mittelfristig das Feld räumen. Das Areal am ehemaligen Schützenplatz ist für Wohnungsbau vorgesehen. Zudem erfüllt das Gebäude nicht mehr die heutigen Standards. Seit geraumer Zeit wird deshalb über eine Zusammenlegung der beiden gemeindeeigenen Betriebe diskutiert.
„Auch eine Kooperation mit Harmstorf ist nicht ausgeschlossen“, sagt Bendestorfs Bürgermeister Hans-Peter Brink (BWG). Der Standort Bendestorf hat den Vorteil, dass er zentral in der Samtgemeinde liegt.“
Bendestorf geht nun in die Offensive. Laut Verwaltungsvorlage kommen vier Standorte für in Frage. Alle Eigentümer der verschiedenen Flächen seien bereit, der Gemeinde die Flächen zu überlassen - zur Anpachtung oder zum Kauf. „Alle Grundstücke sind groß genug, um Jesteburg die Option zu ermöglichen, ihren Bauhof ebenfalls dort anzusiedeln“, heißt es in der Vorlage. Das sind die möglichen Standorte und die entsprechenden Bewertungen der Verwaltung:
• Waldfläche Ecke Jesteburger Chaussee/ Am Mühlenbach: „Die Fläche ist verkehrlich gut gelegen und die Kreuzung wegen der vorhandenen Ampel sicher zu überqueren. Sie scheidet jedoch wegen des vorhandenen Baumbestandes aus.“
• Landwirtschaftliche Fläche Jesteburger Chaussee/ Am Mühlenbach: „Wegen der Ampelanlage gute und sichere verkehrliche Anbindung. Nachteil ist, dass ein Bauhofgebäude sich nicht in der Landschaft einfügen würde und dass sich in der näheren Umgebung Wohnbebauung befindet.“
• Gewerbegebiet (hinter der Tankstelle): „Die verkehrliche Anbindung ist schwierig. Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises und des Landes sowie die Polizei raten von diesem Standort aus Gründen der Verkehrssichheit ab. Die Zufahrt zur Landesstraße dort ist unübersichtlich. Der Verkehr fließt an dieser Stelle zu schnell, was vor allem für die langsamen und/oder schwer beladenen Fahrzeuge des Bauhofs zu riskanten Verkehrssituationen führen könne.“
• Kleckerwaldstraße/Jesteburger Chaussee: „Die Fläche der Obdachlosenunterkunft sowie die ehemalige Schonung sind verkehrlich gut und sicher angebunden. Wegen des vorhandenen Baumbestandes am Rande und der erhöhten Lage der Grundstücke sei zu erwarten, dass nach einer ergänzenden Eingrünung der Flächen, die Gebäude sich in der Landschaft optisch einpassen würden. Ver- und Entsorgungsleitungen für das Grundstück der Obdachlosenunterkunft sind vorhanden. Da auch für die Unterkunft derzeit wegen der planungsrechtlichen Außenbereichslage eine planungsrechtliche Änderung erforderlich ist, ließe sich das in einem B- und F-Planverfahren verbinden, da das Plangebiet dann entsprechend zugeschnitten werden könnte.“
Gemeinsam haben alle Standorte, dass um das Projekt realisieren zu können, die bauleitplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen.
• Über die Pläne wird am Dienstag, 19. September, öffentlich im Bauausschuss diskutiert. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Makens Huus (Poststraße 4).

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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