Saisonstart im Filmmuseum
„Wenn die Heide blüht“ und "Rental Family"
- Filmplakat "Wenn die Heide blüht"
- Foto: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
- hochgeladen von Filmmuseum Bendestorf
Nach der Sommerpause öffnet das Filmmuseum Bendestorf ab September wieder regelmäßig seine Türen. Jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung zur Geschichte des Filmstandorts Bendestorf besuchen. Zum Auftakt der neuen Spielzeit stehen zwei besondere Kinovorführungen auf dem Programm.
Passender könnte der Auftakt kaum sein: Mitten in der Heideblüte zeigt das Filmmuseum Bendestorf am Sonntag, 6. September 2026, 15 Uhr den Film „Wenn die Heide blüht“ aus dem Jahr 1960. Die Lüneburger Heide steht derzeit in voller Blüte und bietet damit die ideale Gelegenheit, einen Ausflug in die Heide mit einem Besuch im Filmmuseum zu verbinden. Auch Anfang September wird die charakteristische Heidelandschaft voraussichtlich noch vielerorts in ihrem violetten Blütenkleid zu erleben sein.
Der Film führt zurück in die Zeit, als Bendestorf ein bedeutender Standort der deutschen Filmproduktion war. Die Innenaufnahmen entstanden im Studio Bendestorf, während zahlreiche Außenaufnahmen in der Lüneburger Heide und der näheren Umgebung gedreht wurden.
Hans Deppes Film verbindet Heimatfilm und Kriminalgeschichte. Im Mittelpunkt steht Rolf Petersen, der nach zehn Jahren in Amerika in seine Heimat zurückkehrt. Doch seine Rückkehr wird von einem ungelösten Verbrechen überschattet: In jener Nacht, in der Rolf einst das Elternhaus verlassen hatte, wurde sein Halbbruder Klaus ermordet. Rolf gerät erneut unter Verdacht und muss um seine Rehabilitierung kämpfen.
Das Filmmuseum zeigt den Film in einer seltenen 35-mm-Fassung. Damit wird nicht nur ein Stück Bendestorfer Filmgeschichte lebendig – auch das Kinoerlebnis selbst erinnert an die Vorführpraxis jener Zeit.
„Rental Family“ – Kino über Einsamkeit und menschliche Nähe
Nur wenige Tage später, am Mittwoch, 9. September 2026, 19 Uhr, geht es im Filmmuseum vom deutschen Nachkriegskino in das Tokio der Gegenwart. „Rental Family“ (USA/Japan 2025) der japanischen Regisseurin HIKARI erzählt mit Brendan Fraser in der Hauptrolle eine ungewöhnliche und berührende Geschichte über Einsamkeit, Zugehörigkeit und menschliche Nähe.
Fraser spielt den amerikanischen Schauspieler Phillip Vanderploeg, der in Tokio mit kleinen Rollen und Werbeauftritten über die Runden kommt. Als er bei einer Agentur zu arbeiten beginnt, die Schauspieler als „Familienmitglieder“ an Menschen vermittelt, die Gesellschaft oder Unterstützung benötigen, gerät sein eigenes Leben zunehmend aus den gewohnten Bahnen.
Was zunächst wie eine skurrile Geschäftsidee erscheint, entwickelt sich zu einer warmherzigen Geschichte, in der die Grenzen zwischen gespielten Rollen und echten Gefühlen immer mehr verschwimmen.
„Rental Family“ wurde international sehr positiv aufgenommen, erhielt mehrere Publikumspreise bei Filmfestivals und wurde vom renommierten National Board of Review in die Top Ten der Filme des Jahres 2025 aufgenommen. Besonders gelobt wurde Brendan Frasers zurückhaltende und einfühlsame Darstellung.
Mit diesen beiden sehr unterschiedlichen Filmen startet das Filmmuseum Bendestorf in seine neue Spielzeit – mit einem Stück regionaler Filmgeschichte auf 35mm und einem international ausgezeichneten Film des aktuellen Kinos.
Filmmuseum Bendestorf
Sonntag: 14–17 Uhr
Kinovorführung „Wenn die Heide blüht“: 6. September, 15 Uhr
Kinovorführung „Rental Family“: 9. September, 19 Uhr
Reservierung über die Homepage des Filmmuseums www.film-bendestorf.de
Leserreporter:Filmmuseum Bendestorf aus Jesteburg |
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