Jork: So viele Einsätze wie nie zuvor

Der Jorker Bürgermeister Gerd Hubert (li.), Gemeindebrandmeister Jens Lohmann und Kreisbrandmeister Peter Winter (6. und 7. re.) gratulierten den Geehrten Claus Eckhoff (2.v.li. und folgende), Rolf Lühmann, Jürgen Bundt und Dieter Koopmann während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Jork
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Freiwillige Feuerwehren rückten im vergangenen Jahr 391-mal aus / 306 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden im Einsatz

ab. Jork. An so viele Einsätze wie im Jahr 2018 könne er sich nicht erinnern, resümierte Gemeindebrandmeister Jens Lohmann auf der Jahreshauptversammlung der sieben Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Jork im Hotel Altes Land. Es habe Tage gegeben, da sei der Alarm zwei- bis dreimal aktiviert worden - insgesamt 391-mal im vergangenen Jahr und damit 178-mal mehr als noch 2017. "Wir hatte alle Hände voll zu tun", so Lohmann. 
Darunter waren auch Meldungen, bei denen man bereits "Bilder im Kopf" gehabt habe, die sich dann glücklicherweise nicht bewahrheitet hätten, beispielsweise im Februar, als es eine Explosion bei einem Wohnhaus in Königreich gab: Es sei schließlich nur eine Schubkarre gewesen, die in die Luft geflogen war.

Zu zwei Großbränden wurden die Einsatzkräfte gerufen, besonders erwähnenswert jener im Juni, als ein Haus in Königreich an mehreren Stellen brannte. Der Verursacher des Feuers war, wie sich später ergab, der Mieter selbst; er stellte sich der Polizei. 

Im August war ein Lkw in Flammen aufgegangen, im Oktober gab es erneut in Königreich ein Feuer - es brannte ein Wohnwagen, der dicht am Haus stand. Bevor die Flammen übergreifen konnten, bekamen die Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle.

Zu 203 Hilfeleistungen rückten die Ehrenamtlichen ebenfalls aus, außerdem wurden sie zu acht Verkehrsunfällen, einer Personensuche mit gutem Ausgang und fünf Gasaustritten, 55 Wasserschäden und 25 Ölspuren auf einigen Wettern, der Este und der Elbe gerufen. Die sogenannte AED-Gruppe (AED: Automatische Externe Defibrillatoren), die Notfallgruppen der Ortsfeuerwehren Königreich, Jork und Borstel, war 21-mal im Einsatz.
Besonders ärgerlich: der Vandalismus mit Diebstahl an einem Feuerwehrboot - das sei "alles andere als ein Kavaliersdelikt", sagte Lohmann und blieb auch gleich im Thema: Die Übergriffe auf Rettungskräfte mehrten sich, sie seien "unterste Schublade und nicht tolerierbar".

Werte in Höhe von 2.245.000 Euro erhielten die sieben Feuerwehren der Gemeinde im vergangenen Jahr. Eine Schadenssumme von 347.000 Euro steht dem gegenüber. Der Gemeindebrandmeister sprach ein Lob Richtung Rat und Verwaltung aus, die dadurch unter anderem die Anschaffung einer guten Ausrüstung, benötigter Gerätschaften und Kleidung ermöglichten hätten.

Großen Beifall gab es für Feuerwehrkamerad Peter Bey, der an 21 Terminen an Kitas und Schulen mehr als 200 Kinder im Bereich Brandschutz geschult hatte. Er selbst hatte gemeinsam mit seiner Frau die Brandschutzerziehung 1996 ins Leben gerufen und übergibt nun diese Aufgabe an seinen Nachfolger Stefan Lawrence. 

Die Mitgliederzahl der Einsatzkräfte blieb gegenüber dem Jahr 2017 konstant: 306 Aktive engagierten sich 2018, davon 283 Männer und 23 Frauen. Bei der Jugendfeuerwehr wirken 56 Jugendliche mit, darunter 16 Mädchen. Die Gründung einer Kinderfeuerwehr sei "ein weißer Fleck in der Gemeinde Jork", es fehle noch an Mitstreitern für die Betreuung. Aber, so Lohmann: "Die Türen für eine Gründung sind geöffnet." 

Der Jorker Bürgermeister Gerd Hubert (li.), Gemeindebrandmeister Jens Lohmann und Kreisbrandmeister Peter Winter (6. und 7. re.) gratulierten den Geehrten Claus Eckhoff (2.v.li. und folgende), Rolf Lühmann, Jürgen Bundt und Dieter Koopmann während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Jork
Der Große Saal im Hotel Altes Land war gut besucht

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